"Licht im Winter", das zu Bergmans "Kammerspiel-Triologie" zählt (neben "Wie in einem Spiegel" und "Das Schweigen") wird von Filmkritikern nach wie vor hoch geschätzt.
Thomas, der Pfarrer einer kleinen Gemeinde, hat mit dem Tod seiner Frau den Glauben und auch die Fähigkeit zu lieben verloren.
Auch für die Lehrerin Märta (Ingrid Thulin), die ihn mit ihrer Liebe bedrängt, findet er keine Gefühle.
Emotionslos absolviert der Pfarrer seine Gottesdienste, die nur sehr spärlich besucht sind.
Sogar als die Frau des selbstmordgefährdeten Fischers Jonas ihn bittet, ihrem Mann neuen Lebensmut zu schenken, findet Thomas nicht genug Kraft (und nur halbherzige Worte), um ihn wieder aufzubauen...
Bewegend, tiefsinnig, (gewohnte) sehr, sehr gute Schauspieler, sogar (ganz) kurze erheiternde Momente durch den (lebenslustigen?) Organisten...
Einmal mehr möchte uns Bergman zeigen, dass die Vereinsamung des Menschen, selbst durch partnerschaftliche Bindungen und trotz aller Bemühungen, unaufhaltsam ist.
Für mich persönlich ist "Licht im Winter" nicht Bergmans größte filmische Leistung, ohne Frage jedoch eine äußerst gelungene.
Wer sich für Ingmar Bergman interessiert, MUSS diesen Film gesehen haben!