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Licht im August
 
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Licht im August [Taschenbuch]

William Faulkner , Helmut Frielinghaus , Susanne Höbel
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 480 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 2 (2. August 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499249960
  • ISBN-13: 978-3499249969
  • Originaltitel: Light in August
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,4 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 64.934 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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William Faulkner
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Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Licht im August
OT Light in August OA 1932 DA 1935Gattung Roman Epoche Moderne
In seinem wohl bekanntesten Werk Licht im August zeichnet Faulkner anhand individueller Schicksale die kritische Innenansicht einer in Fanatismus und Rassismus erstarrten Gesellschaft. Er zeigt jedoch auch Möglichkeiten, sie im Vertrauen auf die vitale Kraft der Menschen zu überwinden.
Inhalt: Die dichte und detailreiche Handlung weist drei miteinander verwobene Haupt-Handlungsstränge auf. Erzählt wird die Geschichte der schwangeren Lena Grove, einer naiv-vitalen jungen Frau, die sich aufgemacht hat, um den Vater ihres Kindes, Lucas Burch, aufzustöbern. Dies gelingt ihr mit Hilfe eines neuen Verehrers jedoch nur vorläufig.
In der Stadt Jefferson, in Faulkners fiktivem Yoknapatawpha-County, kreuzen Lenas Wege sodann die von Joe Christmas, einem neurotisch-getriebenen Wanderarbeiter, der nach einer Kindheit voller Unterdrückung und Gewalt weder innere Stabilität noch einen Platz im Leben finden kann. Sein letzter Versuch, die Liebschaft mit einer alternden Frau, endet in doppeltem Desaster – er ermordet sie im Affekt und wird nach einwöchiger Flucht gefangen, kastriert und gelyncht. Der ehemalige Geistliche Gail Hightower durchschaut das Gewebe aus religiösem und rassischem Fanatismus, unterdrückter Sexualität und offener Gewal, ist jedoch unfähig zu handeln, weil er in einer Welt der verklärten Erinnerung an die »glorreiche« Südstaaten-Vergangenheit lebt.
Aufbau: Faulkner ordnet seine experimentellen Techniken, besonders den sog. Bewusstseinsstrom, in diesem Werk stärker als etwa in Schall und Wahn seinem Thema unter. Die drei Handlungsstränge sind jedoch durch gemeinsame Bilder und Symbole sowie durch grundlegende Gegensätze (Mann/Frau, Schwarz/Weiß) und durch figurale Gestaltung (Christmas/Christus) miteinander verknüpft.
Von besonderer Bedeutung ist die Zeitgestaltung des Romans: eine Gegenwartshandlung von wenigen Tagen (im Präsens) wird durch weite Rückblicke im Präteritum (z. B. die Kindheit von Christmas) ergänzt. Daneben sind Momente der Vergangenheit in der Gegenwart der Figuren stets präsent – im Sinne von Faulkners Credo: »Die Vergangenheit ist nicht tot, sie ist nicht einmal vergangen.«
Wirkung: Licht im August ist bis heute das bekannteste Werk Faulkners und wurde auch in Europa begeistert aufgenommen. Gottfried R Benn bezeichnete das Werk als seinen »letzten stärksten Eindruck vor dem Kriege«; nach 1949 wurde es wieder aufgelegt. Die für Faulkner typische Verknüpfung von existenziellen Themen und formalen Neuerungen begründete wesentlich seinen starken Einfluss auf die Neuorientierung der jungen deutschen Literatur. J. V. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"Licht im August ist ein spannendes, sprachgewaltiges und immer noch verstörendes Werk." (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
32 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Mississippi Burning 17. Juli 2008
Format:Gebundene Ausgabe
Dieser Roman erschien bereits 1935 in Deutschland und liegt nun in einer sehr gelungenen und modernisierten deutschen Neuübersetzung vor.
William Faulkners Licht im August" geriet wie der Autor selbst leider fast in Vergessenheit - ein willkommener Anlass also es mal wieder mit einem Klassiker" zu versuchen, zumal es wahrscheinlich Faulkners bedeutendstes und auch lesbarstes Buch ist.

Die Geschichte spielt im Süden Amerikas, in der weiten Landschaft des Mississippi. Lena Grove, eine junge schwangere Frau auf einer fremden Landstraße, sucht ihren Geliebten. Joe Christmas, ein farbiger Wanderarbeiter, der keinen anderen Ausweg aus der Spirale von Gewalt und Unterdrückung findet, als selbst zum Mörder zu werden; und der Geistliche Hightower, der Amt und Familie verloren hat und seine Bigotterie nur schwer ablegen kann. Sie alle treffen sich in der Stadt Jefferson zu einem dramatischen, blutigen Showdown, bei dem keiner wirklich frei von Schuld ist.

William Faulkner nimmt sich in dem Buch des Themas Rassismus an und zeigt, was der Hass in den Herzen der Menschen alles anrichten kann. Seine Romanfiguren tragen stets tragische Züge und es wird eine von Fanatismus und Rassismus erstarrte Gesellschaft portraitiert. Faulkner steht wie kein zweiter amerikanischer Schriftsteller für den Übergang zur literarischen Moderne. Auch hier kombiniert er die Vielfalt des realistisch-naturalistischen Sittenbildes mit symbolischen Darstellungen und experimentellen Erzählstrategien.
Seine Romane sind absolut wirklichkeitsbezogen und beschäftigen sich eingehend mit Traditionen und Lebensbedingungen seiner Heimatregion, dem Norden des Staates Mississippi. Doch das eindringlichste an diesem Buch sind die Innenansichten der Figuren, die Stürze" ins Innere der Menschen, die man als Leser miterlebt. Dadurch entsteht eine dichte, emotional-leidenschaftliche Atmosphäre, die das ganze Buch durchdringt und seinesgleichen sucht. Auch wenn man als heutiger Leser so manche detaillierte Beschreibung der Charaktere als etwas langatmig empfindet und gelegentlich die Faulknersche Schwerfälligkeit Einzug hält, wird man am Ende des Buches absolut belohnt. Licht im August" ist ein großartiges Buch der Weltliteratur, wüst und unbehauen, ein Epos von alttestamentarischer Wucht, dass einige Zeit braucht bis es seine Wirkung entfaltet. Eine genussvolle Lektüre, die einen nicht mehr so schnell loslässt und lange nachwirkt ist es allemal. Ein Buch für kritische und anspruchsvolle Leser.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Solzimer
Format:Taschenbuch
Die hochschwangere Lena begibt sich auf der Suche nach dem verschwundenen Vater ihres künftigen Kindes auf eine Wanderung durch die Südstaaten. Als sie in Jefferson ankommt, sieht sie am Rande der Stadt eine aufsteigende Rauchwolke. In dem brennenden Haus wird eine Frauenleiche, deren Kopf an einem Hautfetzen hängt, gefunden. Ein in einer Hütte neben dem Haus wohnender 33-jähriger Fremder mit pergamentfarbener Haut soll den Mord begangen haben. Sein Name ist Joe Christmas. Die verstörende Geschichte seines Lebens, an der eine Traube von weiteren Schicksalen hängt, macht den Haupthandlungsstrang des Buches aus.
Es gibt in dem Roman auch einen schüchternen Holzarbeiter und Hobbyprediger, den Lena, auf der Suche nach ihrem "voraus gereisten" Liebhaber, in Jefferson trifft, und der sich partout in sie verliebt. Daneben sind da auch einige weitere Verkünder des Gotteswortes sowie rücksichtslos behandelte Frauen.
Das Werk ist ein opulentes Panorama des US-amerikanischen Südens mit rustikalen Charakteren vor dem Hintergrund staubiger Straßen, trostloser Städte und üppiger Landschaften.
Faulkner wechselt zwischen mehreren Erzählebenen. Ausgehend von dem August des schrecklichen Verbrechens in Jefferson taucht er zum Teil mehrere Generationen tief in die Vorgeschichte einzelner Protagonisten. Neurosen, drückender selbstgerechter Fanatismus, Stumpfsinn prägen das Bild. Dabei lässt der Autor Frauen jedoch um einiges besser wegkommen als das starke Geschlecht. Dort wo der manische Glaube nicht greift, herrscht Zynismus und Leere. Faszinierend wirkt die Leidenschaft, der hohe Grad der Überzeugung bzw. der inneren Widersprüche dieser Menschen. Gerade diese intensive und stolze "Nichtflexibilität" macht sie für den modernen Leser besonders interessant und lässt einen durchschnittlichen weichgespülten Zeitgenossen daneben langweilig erscheinen.
Zwei Metathemen des Werkes sind der Rassenwahn und die Abgründe des Protestantismus. Mit großer Einfühlung zeichnet Faulkner die Verbindung der beiden Phänomene. Er zeigt die perversen Implikationen eines tief verwurzelten Glaubens an einen unbarmherzigen Gott und an die Schlechtigkeit des Menschen. Gotisch anmutende Beschaffenheit entsprechender Gedankengänge ist in ihrer Irrationalität oft kaum nachvollziehbar, dafür umso stimmungsvoller. Der Leser empfindet bei solchen Passagen wohl ähnliche Faszination wie der Alte (entweder aus Cechov oder aus Dostojewskij), der gerne mal seine Brille mit Drahtgestell aufsetzte und in etwas Tiefsinnigem über die "Lerigion" schmökerte.
Klasse Buch - mitreißend und intelligent.
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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein epochaler Roman 24. Juli 2008
Von Carl-heinrich Bock HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Jetzt, wo möglicherweise zum ersten Mal in der Geschichte der USA ein Farbiger als Präsident ins Weiße Haus einziehen könnte, ist mit "Licht im August" der wohl bekannteste Roman von William Cuthbert Faulkner in einer schnörkellosen, modernen Übersetzung aus dem Amerikanischen von Helmut Frielinghaus und Susanne Höbel neu verlegt worden. Faulkner, der neben dem National Book Award, dem Pulitzer Preis auch 1949 den Literaturnobelpreis erhielt, hat zahlreiche Romane, Kurzgeschichten und Drehbücher geschrieben. Er greift in diesem Roman "Licht im August" (Light in August, 1932 erschienen) das immer wieder aufwühlende, erregende Problem der USA auf, nämlich die Rassenfrage. Von den alten Rassenvorurteilen, die auch heute noch nicht gänzlich überwunden sind, handelt dieses Buch. Wie die meisten von Faulkners Geschichten spielt die kompakte und facettenreiche Handlung im fiktiven Yoknapatawpha Country mit der Hauptstadt Jefferson. Diesem Ort liegt das reale Oxford zu Grunde, in dem der 1897 geborene Faulkner 57 Jahre bis zu seinem Tod 1962 gelebt und gewirkt hat.

Die geschickt miteinander verflochtenen drei Haupterzählstränge zeichnen sich zum einen durch gemeinsame Sinnbilder und Charakteristiken, zum anderen durch hart aufeinander prallende elementare Gegensätze aus. Dabei arbeitet der Autor nicht nur die differenzierte von Zelotismus, Blindwütigkeit und Rassentrennung scheinbar petrifiziert gekennzeichnete Sichtweise der amerikanischen Gesellschaft auf, sondern er versucht auch praktikable Wege aufzuzeigen, diesen Missstand mit der einsichtigen und dynamischen Vitalität der Menschen zu überwinden.

Zum Personal gehört die schwangere Lena Grove, die Lucas Burch, den vermeintlichen Vater ihres Kindes sucht. Lena trifft im weiteren Erzählstrang auf den neurotischen Gelegenheitsarbeiter Joe Christmas, der seit seiner von Gewalt und Unterdrückung geprägten Kindheit nie wieder festen Boden unter den Füßen gehabt hat. Sein letzter Rehabilitationsversuch, nämlich die Liebschaft mit einer vom Alter gezeichneten Frau, endet im unheilvollen Chaos. Er ermordet sie in hysterischer Erregtheit, wird festgenommen, kastriert und gelyncht. Der in Verklärung an eine glorreiche Südstaaten Vergangenheit schwelgende einstige Geistliche Hightower, ist der einzig Mensch, der das wirre Geflecht aus fanatischem Rassismus, fehlgeleitetem Glaubenseifer, verdrängter angestauter Sexualität und innerer Instabilität erkennt, ist jedoch nicht in der Lage hilfreich einzugreifen.

Die aufeinander zu treibenden fundamentalen Gegensätze sind Schwarz und Weiß, Mann und Frau, Christmas(der Wanderarbeiter) und Christus (die Religion). Faulkner spiegelt, entsprechend seinem bekannten Leitspruch: "Die Vergangenheit ist nicht tot, sie ist allgegenwärtig", in seinen Handlungssträngen die Vergangenheitsszenarien permanent in die Gegenwartsabläufe seiner Figuren.

Die Handlungsstränge entwickeln, jeder für sich und in ihrer Gesamtheit, einen außerordentlichen Sog, der den Leser gefangen nimmt und in die Geschichte mitnehmen lässt. Ich bin hingerissen von diesem Buch, finde es unglaublich rasant und gut geschrieben, wobei die unterschiedlichen Reflexionsebenen Eindruck hinterlassen und zum Nachdenken anregen.
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Herrlich
William Faulkners Licht im August gehört zu jenen Büchern, die man gelesen haben muss. Er nimmt einen mit in die alten, klapprigen Karren, über die... Lesen Sie weiter...
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ES WERDE LICHT
LICHT IM AUGUST trifft bei mir auf 'einen besonderen Nerv'. Wegen des Titels. Seit Jahren widme ich dem (auch physikalischem) Phänomen LICHT meine Aufmerksamkeit -- unter... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. August 2009 von Jürgen Friedrich
Heftige Prosa
Faulkners "Licht im Aufgust" handelt um den farbigen Findling Joe Christmas, der sich in den Südstaaten als Wanderarbeiter durchschlägt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. August 2006 von Falke
Klassische amerikanische Literatur für Fortgeschrittene
Faulkner ist schön! Faulkner ist langweilig! Faulkner ist zeitlos! Faulkner ist zäh! Die Aussagen der anderen Rezensenten treffen alle zu. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Oktober 2005 von Roland Albrecht
Wer ohne Schuld ist ...
Feststellung zu Beginn: Nein, William Faulkner ist meine Sache nicht! Mit Schrecken erinnere ich mich an die begonnene und nie zu Ende geführte Buchlektüre „Schall... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Februar 2005 von F. Martin
Großer Erzähler, einige Längen
Trotz der Längen ein grossartiges Werk. Für Leute, die sich mit Faulkner näher beschäftigen wollen ein Muß!
Am 23. Januar 2005 veröffentlicht
gute Literatur trotz einiger Längen
Ich habe wirklich lange Zeit benötigt um dieses Buch durchzulesen. Rückblickend halte ich es wirklich für ein gutes Buch auch wenn ich mittendrin immerwieder mit... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. Dezember 2003 von "jule_"
Grosse Dichtung
Der Sieg des amerikanischen Romans über den europäischen, der in "Manhattan Transfer" begann, wird hier fortgesetzt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. Mai 2002 von "ich935"
Furiose Handlung und virtuoser Stil: unvergleichbar
Licht im August ist ein Roman, der durch die virtuose in Phasen an- und abschwellende Sprache des Autors, die verwirrenden und doch nachvollziehbaren Zeitsprünge, die der... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Oktober 2000 von Seidler Till
Hier kann man Faulkner noch verstehen
Als Faulkner gefragt wurde, ob er eigentlich betrunken sei, wenn er seine Romane und Geschichten schreibe, antwortete er: "Nicht immer". Lesen Sie weiter...
Am 28. August 1999 veröffentlicht
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