Alle, die sich für die Geschichte der USA nach dem Bürgerkrieg interessieren ist dieses Buch empfehlenswert. John Jake hat, wie auch in den beiden vorangegangenen Bänden Erben Kains und Liebe und Krieg, sehr genau recherchiert und stellt die wichtigsten Ereignisse sowie die politischen und militärischen Akteure dieser Zeit dar. Besonders der Feldzug der US-Armee gegen die Indianerstämme und die Situation der schwarzen Menschen nach Ende der Sklaverei werden beleuchtet.
John Jake bindet die geschichtlichen Ereignisse in die Lebensgeschichte seiner Romanfiguren, der Familien Hazard und Main, ein. Leider verblassen die Figuren dabei. Die Folge sind langatmige Ausführungen, in denen die Hauptfiguren nur eine Nebenrolle spielen. Der überwiegende Teil des Romans dreht sich um Charles Main und seine Erlebnisse in den Indianerterretorien. Anhand von Madeline Main (Orry's Witwe) wird die Lage der ehemaligen Sklaven im Süden dargestellt. Die Familie Hazard wird leider nur wenig einbezogen. Und der Feldzug des Elkanah Bent, gegen die Mains und Hazards, wirkt übertrieben und deplaziert. Dieser Figur wird in Band 3 eindeutig mehr Aufmerksamkeit gewidmet, als George Hazard, der Hauptfigur aus Band 1 und 2.
Wer sich darauf gefreut hat, mit dem 3. Band das Leben der beiden Familien weiterverfolgen zu können, wird enttäuscht sein.