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Licht, Schatten und Bewegung: Mein Leben und meine Filme
 
 
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Licht, Schatten und Bewegung: Mein Leben und meine Filme [Gebundene Ausgabe]

Volker Schlöndorff
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 472 Seiten
  • Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG; Auflage: 3 (20. August 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3446230823
  • ISBN-13: 978-3446230828
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 15 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 323.103 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Volker Schlöndorff
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Auf Seite 328 findet sich eine Passage, die einiges Licht auf das Schaffen und die Zweifel Volker Schlöndorffs wirft. Nachdem seine Proust-Verfilmung „Eine Liebe von Swann“ in Frankreich durchgefallen war, befiel den Regisseur angesichts seiner nächsten literarischen Großbaustelle, dem „Tod eines Handlungsreisenden“, eine lähmende Befürchtung. Womöglich glich er als Filmemacher eben jenem glücklosen Vertreter Willy Loman, der „durch die Welt reist, selten etwas verkauft, sich aber große Illusionen macht?“ - Womöglich steckt darin ein Fünkchen Wahrheit. Während sich seine deutschen Kollegen Petersen und Emmerich als Blockbuster-Garanten auf der Sonnenseite Hollywoods etablierten, blieb Schlöndorff bei seinen ambitionierten Literaturverfilmungen. Und scheiterte nicht selten auf höchstem Niveau. Darüber nun aus seinem Munde zu hören, gleicht einer Lehrstunde deutschen Kinoschaffens!

Ein Leben, das mit einem fürchterlichen Paukenschlag eröffnet. Volker und sein kleiner Bruder müssen 1944 miterleben, wie die Mutter einen gräßlichen Flammentod erleidet. Lebenslanges Trauma, Jahrzehnte später noch eingegossen in die Bilder des kleinwüchsigen Oskar Matzerath, der verzweifelt an die Tür der sterbenden Mutter hämmert. Wir begleiten den Austauschschüler ins Jesuiten-Internat und das anschließende zehnjährige Exil in Frankreich. Allein die Lehrjahre bei den Regiegottheiten Melville, Resnais, Tavernier und Louis Malle, wären ein eigenes Buch wert. Zurück in der Heimat wartete der junge deutsche Film auf einen wie Schlöndorff. Frankreich hatte ihn bereits zum „Jungen Törleß“ inspiriert. Nun war „Michael Kohlhaas“ Programm. Die 68er brauchten ihre Dokumentaristen. Und die große Margarethe von Trotta trat in sein Leben. Gesucht – und gefunden.

Gänzlich unaffektiert und bescheiden geleitet uns Schlöndorff, der sich nach eigenem Bekunden „nicht für einen der Großen“ hält, durch ein Leben, das von seinen Filmen förmlich biografisch flankiert wurde. „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“, „Deutschland im Herbst“, bleischwere Jahre, düstere Filme. Schließlich der Wurf, der bis heute den innersten Kern in Schlöndorffs künstlerischem Dasein definiert: „Die Blechtrommel“. Das natürliche Herzstück des Buches, festgehalten in faszinierenden Tagebucheinträgen. Die Dankesrede des Preisträgers, ein Fiasko deutscher Belehrungswut, das in Hollywood auf Befremden stieß. Große Namen geben im Buch einander die Klinke in die Hand. Grass als Nervensäge am Set. Später dann sein amerikanisches Gegenstück Arthur Miller, der seinen „Handlungsreisenden“ nicht aus den Klauen lassen wollte. Hier, der weise Max Frisch als „Homo Faber-Ratgeber. Drüben, ein ungewohnt nickeliger Dustin Hoffman. Böll, der Große. Und ein ganz kleiner Alain Delon, der sich als Rache (Jeremy Irons hatte die Hauptrolle in „Swann“ bekommen), bitter unprofessionell verhielt, was selbst den notorisch konzilianten Dauerlächler Schlöndorff auf die Barrikaden trieb. Filmgeschichte(n) – und kein Ende.

Man hört, dieses wunderbare Buchprojekt wäre nur zustande gekommen, weil Eichinger Schlöndorff die Regie zu "Die Päpstin", einem langjährigen Lieblingsprojekt, entzogen hatte. Plötzlich war Zeit da. Er hat sie genutzt. Was wir vor uns liegen haben, ist um Klassen besser als es „Die Päpstin“ vermutlich je werden wird. Behaupten wir mal frech.–Ravi Unger

Pressestimmen

"Volker Schlöndorff ist als Regisseur eine feste Größe und als Autor eine Entdeckung." Peter Körte, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 10.08.08 "Schlöndorff befeuert das Bedürfnis, sich selbst und dem Publikum darüber Rechenschaft abzulegen, was sein wucherndes, disparates filmisches Oeuvre eigentlich zusammenhält, wie Leben und Werk sich durchdringen. Sie hängen enger zusammen, als man gemeinhin dachte." Eckhard Fuhr, Welt am Sonntag, 17.08.08 "Erinnerungen an die eigenen Filme und vor allem Anekdoten aus dem Leben der anderen, von Lang und Lubitsch und Wilder und Malle. Und irgendwo dazwischen wird natürlich auch Schlöndorff selber sichtbar, auf eine wunderbar uneitle Weise ... Das ist das Schöne an diesem Buch - dass Schlöndorff eben nicht nur um sich selber kreist. Er hat die Filmgeschichte am eigenen Leib erfahren; und es wäre wirklich schade gewesen, hätte er uns an all dem cinephilen Tratsch, der zwischen seinen Tagebüchern auftaucht, nicht teilhaben lassen." Susan Vahabzadeh, Süddeutsche Zeitung, 19.08.08 "Schlöndorff zeigt sich als gewitzter Erzähler der eigenen Lebensgeschichte. ... mit der Ungeduld des Filmemachers verdichtet er sein Leben und rafft es ohne Angst vor harten Schnitten zusammen. ... Mit dem Blick des Regisseurs, der die physische Wirklichkeit zum Sprechen zu bringen versucht, findet er aussagekräftige Details." Der Spiegel, 25.08.08 "Mit großer Lust am Episodischen entfaltet er eine bei aller Weltläufigkeit erstaunlich überschaubare Welt der Filmemacher, Künstler und sonstigen Zeitgenossen von ebenso erstaunlich überschaubarer Seelentiefe, mit einer Neugier, die sich das Leben harmonisch inszeniert." Georg Seesslen, Die Zeit, 06.11.08

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Großartig 4. September 2008
Format:Gebundene Ausgabe
Während der letzten Woche begannen meine Morgen mit der Lektüre dieses spannenden, ehrlichen und großartigen Buches von Volker Schlöndorff. Ein Leben voller Begegnungen mit prominenten Zeitgenossen, viel Film-Hintergrundwissen und sehr persönlichen Lebenserfahrungen. Meine Kinderzeit wurde wieder lebendig. Die jungen GIs, die uns Kaugummi spendierten und so gut nach Palmolive-Seife rochen. Die Enge der fünfziger Jahre, die Ruinen in meiner Heimatstadt Mainz,die Sonntagsausflüge in den Taunus und den Rheingau, die Nähe zu Frankreich und die ersten umwerfenden Begegnungen mit Paris. Der Stil des Buches: Unmittelbar, weltmännisch, elegant geschrieben; und manchmal ist der Autor auch sehr schonungslos mit sich selbst, wenn er z.B. seine Midlife-Crisis beschreibt. Und natürlich bekomme ich als Fan des Regisseurs Schlöndorff viel erzählt, was hinter den Kulissen geschah. Nach der Lektüre: Bitte noch viele, viele Filme von Volker Schlöndorff.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ein wunderbares Buch über ein hochinteressantes Leben für den Film. Uneitel und spannend erzählt VS als Zeitzeuge, Chronist und Regieprofi pralle Geschichten des 20. Jahrhunderts und Anekdoten, teils lakonische Fußnoten zu seinem Filmoeuvre. Das liest nicht nur der Cineast begeistert in einem Rutsch.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Filmfan
Format:Gebundene Ausgabe
Die Autobiographie von Völker Schlöndorff habe ich in wenigen Tagen verschlungen. Aus den Schilderungen zu der Enstehung unzähliger Spielfilme kann jeder Jung-Regisseur unendlich viel lernen und eigene Fehler vermeiden und Anregungen finden. Das Buch ist immer spannend weil man immer wieder Neues und Interessantes zu der damaligen Zeit und ihren Filmen und Personen erfährt. Schmunzeln musste ich über den Ausgang des Päpstinnen-Projekts, an dem Fernzubleiben im Nachhinein angesichts der modernen Wortmann-Eichinger-Event-Proft-Movie-Seichtigkeit wohl das Einzig Richtige war.
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