Da kam es nun,das sehnsüchtig erwartete zweite Album der Libertines und es ist noch besser,noch rauer und noch intensiver als das eigentlich schon kaum zu übertreffende Debüt "Up the bracket" aus dem Jahre 2002.
Überschattet wurde dieses Meisterwerk von unzähligen Meldungen über Pete Doherty's Drogenprobleme,der sogar in die Wohnung seines besten Freundes und "geistigen Bruders" Carl Barat einbrach,um seine Sucht finanzieren zu können.
"The Libertines" spiegelt all dies wider:
Hier gibt es Songs über Liebe und Freundschaft,die sich wie aus dem Nichts aufbauen und ehe sich ein Pop-Mechanismus heranschleichen kann,nehmen die Songs ungeahnte Wendungen und Wirrungen und implodieren in sich selbst.
Vor allem diese ständige Gegenspannung,die dadurch entsteht,dass Doherty und Barat in Songs wie "Can't stand me now" oder "The man who would be king" gegeneinander ansingen,untermauern die ständigen Probleme innerhalb der Band.
Musikalisch orientieren sich die Libertines wie auch schon auf ihrem Debüt an britischen Ikonen.Angefangen von The Clash,über die Kinks bis hin zu The Coral.
Einzelne Songs hervorzuheben ist hier überflüssig,denn unter den 14 Stücken befindet sich kein einziger schlechter Song.
Wie bereits erwähnt:"The Libertines" ist ein Album,dass den Geist und die ständigen Probleme und Konflikte einer Band auf rund 43 Minuten Musik komprimiert,wie es noch kein anderes Album getan hat.
Schade nur,dass Barat bekannt gegeben hat,dass er die Band auflösen wird,sollte Pete Doherty bis Ende 2004 nicht wieder zur Besinnung gekommen sein.
Mit den Libertines erlebten wir wohl innerhalb zweier Jahre sowohl die Geburt als auch den Zerfall einer der größten britischen Bands ihrer Zeit.
"The Libertines" ist definitiv ein großes Album,dass mich wohl für immer und ewig begleiten wird.