Drittes Album der wirklich außergewöhnlichen Melodic death metal band Mors Principium est. Und es ist ein verdammt geiles album geworden. Allgemein ist zunächst zu sagen, dass leider fast gar nichts mehr an das herrliche debütalbum erinnert, aber das ist egal, denn auch dieser stil von MPE ist super. Das album ist sehr viel roher, härter und farbenfroher als der vorgänger the unborn. Auch hat dieses album ein paar mehr black-metal elemente meiner meinung nach. Eröffnet wird das album mit statik-sounds, die sofort in den ersten song the opressed will rise übergeht, einer sehr flotten und harten nummer. Im gegensatz zum vorgänger sind diesmal alle songs kürzer ausgefallen, was meiner meinung nach eine gute idee war. Nächster song ist für mich der absolute höhepunkt des albums und nach eternity's child vom debütalbum der beste song der band. The animal within heißt er und legt los mit einem elektro-keyboard-intro, welches dann in ein heftiges gewitter aus drums, gitarren und keyboards übergeht. Der refrain ist sehr mitreißend, flott, episch und die vocals sind sehr blackish. Diese mischung aus leicht techno-artigen samples im hintergrund und darüber fetzende gitarrenriffs ist genial und begegnet einem häufiger auf diesem album. Finality ist eine weitere flotte nummer, wieder typische gothenburg-riffs gepaart mit MPE`s düsterem bombast. Ebenso ist cleansing rain flott, hart und strotzt vor kraft. Forgotten ist eine nette kleine instrumentaleinlage, tolle leadgitarrenthemen, sehr sphärisch und viel langsamer als der rest des albums. Sinners defeat ist wieder ein absolutes meisterwerk der band. Beginnt wie üblich schnell und hart. In der mitte gibt's dann einen tempowechsel und es ertönt wieder ein techno-artiger sample, begleitet von herrlichen keyboards, dann brechen fette und aggressive gitarrenriffs los.... ein wahrer genuss. Und natürlich schließt sich – wie in jedem song – ein geiles e-gitarrensolo an. Thr distantance between ist etwas langsamer gehalten als der grossteil des albums, wirkt dadurch etwas pompöser mit seinen – im positivem sinne - schwerfälligen riffs und bässen. It is done ist wieder eine sehr flotte und kurze nummer. Und sie ist sehr aggressiv, der refrain ist richtig geil und ohrwurmverdächtig. Es folgt der titelsong, der nochmals sehr episch, bombastisch und hart daherpoltert und die boxen beben lässt. Das album endet mit einem weiteren eher ruhigem instrumentalsong.
Insgesamt ein verdammt geiles album ohne jegliche schwächen. Schade ist, dass gitarrist und hauptsongwriter haukio die band nach fertigstellung dieses albums verlassen hat. Aber es besteht hoffnung für MPE, denn der zweite gitarrist kokko hat immerhin drei songs auf diesem album selber geschrieben. Jetzt heißt's abwarten...