Kurzbeschreibung
Das Buch der guten Küche, ein neues altes Kochbuch ...
Das Buch der guten Küche, das hier erstmals in einer vollständigen Übersetzung vorliegt, ist um 1300 entstanden und damit eines der ersten mittelalterlichen Kochbücher, die wir kennen. Es besteht aus zwei Teilen, die wahrscheinlich von einem französischen und einem italienischen Autor stammen, aber schon damals zu einem Werk zusammengefasst wurden. Mit seinen mehr als 250 darin enthaltenen Rezepten sucht es an Umfang seinesgleichen.
Besonders der zweite Teil hat einige Premieren in der europäischen Kochkunst zu bieten: Dort werden zum ersten Mal Majoran und Rosmarin als Gewürz und Zitronen- sowie Bitterorangensaft als Ersatz für Essig verwendet, zwei Rezepte für eine frühe Form der Mortadella angegeben, die Herstellung von Ravioli erklärt und die Zubereitung einer Art Marzipanmasse beschrieben.
Für alle, die sich selbst an der mittelalterlichen Küche versuchen wollen, sind einige Vorschläge zum Nachkochen enthalten. Auch ein umfangreiches Wörterverzeichnis durfte natürlich nicht fehlen.
Guten Appetit!
Über den Autor
Robert Maier, Jahrgang 1964, begann bereits in der Schule, sich intensiv für lateinischen Themen zu interessieren. Das hinderte ihn jedoch nicht daran, nach dem Abitur in Darmstadt und Frankfurt a.M. Physik zu studieren, ein Beruf, dem er weiterhin treu geblieben ist. Kurz nach Fertigstellung der Diplomarbeit erschien seine zweisprachige Ausgabe von De Re Coquinaria beim Reclam-Verlag, die auf die von ihm 1989 zusammen mit Mechtild Hofmann gegründeten Amöneburger Lateinwochen zurückgeht. Mit der vorliegenden Ausgabe des Liber De Coquina bleibt er seinen kulinarischen Interessen treu und gewährt uns neue Einblicke in alte Kochtöpfe.