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Lexikon der schlechten Gewohnheiten
 
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Lexikon der schlechten Gewohnheiten [Taschenbuch]

Jürgen Bräunlein
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 224 Seiten
  • Verlag: rororo (1. Juni 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499622211
  • ISBN-13: 978-3499622212
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 891.242 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Jürgen Bräunlein
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Tagtäglich vergessen wir unsere guten Manieren: Wir bohren in der Nase, kauen an den Fingernägeln und starren ungeniert in Ausschnitte. Jürgen Bräunlein hat unsere unbewussten Ausbrüche aus der strengen Etikette zu einer unterhaltsamen Sammlung zusammengetragen und zeigt anhand von Beispielen aus der Psychologie, Biologie und Kulturgeschichte: Wir sind nicht allein!

Über den Autor

Jürgen Bräunlein ist Literatur- und Medienwissenschaftler, Journalist und Autor. Er lebt in Berlin und ist 2007 Stipendiat des Autoren-Förderungsprogramms der Stiftung Niedersachsen. Besuchen Sie auch die Homepate des Autors: www.juergen-braeunlein.de

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Witzige Abrechnung mit Benimm-Büchern, 26. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Lexikon der schlechten Gewohnheiten (Taschenbuch)
Das Buch hat mich ziemlich amüsiert und auch schlauer gemacht. Es ist eine ebenso witzige wie sympathische Abrechnung mit all den bierernsten Benimm- und Manierenbüchern, die uns seit Jahren belästigen und quälen. Ob wir Fingernägel kauen, mit dem Essen spielen, Mitmenschen den Parkplatz vor der Nase wegschnappen, im Theater schnarchend einschlafen, Bullshit reden oder eben in der Nase bohren, stets findet der Autor einleuchtende und auch charmante Gründe, warum wir ab und zu so handeln müssen. Es sind "Impulse der Freiheit", schreibt er, die wir quasi benötigen, um den Alltag zu bestehen. Dabei geizt er nicht mit wunderlichen Anekdoten, saftigen Belegstellen aus der Kulturgeschichte und manchem Exkurs in die Prominentenwelt. Manches darf durchaus auch ironisch verstanden werden. Ernst ist es J. Bräunlein aber bestimmt mit dem Vorwort seines Buches. Dort zitiert er den Humanisten Erasmus von Rotterdam: "Es gibt Menschen, die die Ungeschliffenheit ihres Benehmens durch andere Gaben welltmachen." Das ist sehr sympathisch!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Klug, vergnüglich, mit Esprit!, 30. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Lexikon der schlechten Gewohnheiten (Taschenbuch)
Autor Jürgen Bräunlein widmet der bedeutenden schlechten Gewohnheit Auf der Toilette lesen eine espritreiche Untersuchung, wie aus schulischen Betrugspraktiken, der Verweigerung protestantischer Arbeitsethik und männerbewegten Befreiungsversuchen nach den Palastklo-Bibliotheken des 19. Jahrhunderts eine Demokratisierung des Örtchens als Leseidyll bis in den Deutschen Bundestag stattfinden konnte. Leider unterschlägt er die schlechte Gewohnheit, die sich bei der Lektüre seiner klug-vergnüglichen Enzyklopädie wie ein Virus verbreiten könnte: Lesen während des Haarewaschens als Zwangshandlung. Der Kritikerin geschehen - mit der dringlichen Bitte an die Verlage, solche unverzichtbaren Standardwerke menschlicher Abgründe doch künftig bitte mit abwaschbarem Hardcover zu liefern.

Die kurzweilige, unauffällig bildende, maliziös hintergründige Enzyklopädie lässt keinen Leser in Frieden. Wer sich hier nicht ertappt fühlt, ist kein Mensch, oder gibt vor, etwas Besseres zu sein. Wer hat noch nicht an der roten Ampel gepopelt, ohne Fächer vor dem Mund gegähnt, sich selbst manisch im Internet gesucht oder sich für die eigenen Eltern geschämt? Wer bisher noch nicht ahnte, warum er sich so daneben benimmt und auch nicht besser ist als der Typ mit Anzug und Krawatte und Benimmdiplom, der erfährt hier in einer atemberaubenden Mischung aus Psychologie und Zoologie, Feuilleton und Klatschpresse, was dahinter steckt und warum es so gesund ist, Menschen ins Wort zu fallen oder den Hund mit ins Bett zu nehmen.

Hand aufs Herz: Wer weiß schon, dass ein bekannter Politiker mit seinem Stinkefinger im Iran weniger angeeckt wäre als in Deutschland? Wer ahnt, dass Männer an Frauen mit Reifenpannen nur deshalb vorbeifahren, weil sie allenfalls beim Matchbox-Auto des Reifenwechsels mächtig wären? Wer kommt auf die Idee, die Zeugen Jehovas an der Haustür im Pyjama abzuwimmeln? Jürgen Bräunling deckt nicht nur schonungslos und amüsant die Hintergründe auf, sondern gibt handfeste Tipps. Für die gekonnte Erstürmung eines Buffets. Für die Unterstützung der maroden Staatskasse durch Produzieren von Bußgeldbescheiden. Für erfolgreiches Erregungsaufschieben mit einem Wort, das es in die Top Ten der geheimnisvollen Wörter schaffen könnte: Prokrastination.

Wer von diesem Buch genauso wenig genug bekommen kann wie die Kritikerin, dem wird obendrein durch kurzweilige Literaturtipps zwischen Sachbuch und Internet, Feuilleton und Literatur Appetit gemacht. Wem das nicht genügt, dem bleibt nur eins: das Buch auf die Toilette legen, immer wieder darin schmökern und an diesem Ort der Kulturverbreitung andere damit anstecken. Denn auch Menschen, die keine schlechten Gewohnheiten haben, müssen irgendwann aufs Klo.
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5.0 von 5 Sternen Fühle mich ertappt!, 22. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Lexikon der schlechten Gewohnheiten (Taschenbuch)
Ich habe wirklich viel geschmunzelt - und weiß jetzt wenigstens, woher meine ganzen schlechten Gewohnheiten kommen. Auf jeden Fall sehr empfehlenswert!
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