Das Lexikon verschafft einen guten Überblick über die psychoaktiven Substanzen. Es werden Pflanzen, die den größten Teil des Buches einnehmen, Tiere, Pilze und synthetische Substanzen besprochen. Ebenso wie alle Bereiche abgedeckt werden, werden auch alle Epochen von der Steinzeit bis zum heutigen Tage berücksichtigt. Der Autor verherrlicht dabei weder Drogen noch erhebt er den warnenden Zeigefinger, stattdessen wird mehr Wert auf Informationen gelegt, so wird Schokolade gleichberechtigt neben Heroin erwähnt. Man merkt Richard Rugley deutlich an, daß er Ethnologe und nicht Naturwissenschaftler ist, da die Pharmakologie der Stoffe nur am Rande erwähnt werden, während die Anwendungen z.B. in Ritualen im Vordergrund stehen. Man erfährt viel über die traditionellen Anwendungen in aller Welt, wobei auch das ursprüngliche Europa nicht zu kurz kommt. Für alle Leser, die sich für das Thema weiter interessieren, hat Rudgley eine sehr umfangreiche Literaturliste verfasst, die sich allerdings leider nur auf den englischsprachigen Raum bezieht. Bei all der Information bleibt das Buch aber dennoch spannend und ist überhaupt nicht so trocken wie der Titel vermuten läßt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)