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17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
nötige aufhebung eines tabus, 6. April 2003
Rezension bezieht sich auf: Lexikon der prominenten Selbstmörder (Broschiert)
man wolle den selbstmord nicht glorifizieren, eher habe man das buch geschrieben aus "neugier auf das komplizierte räderwerk, das einen menschen antreibt." ursachen für einen suizid gibt es sehr unterschiedliche. wer sich mehr für politik interessiert, wird sich in diesem lexikon festlesen bei namen wie bastian/kelly, uwe barschel, baader/meinhof/grams oder hitler-himmler-goebbels-hess. internationale medienstars von marilyn monroe bis ernest hemingway werden besprochen wie auch die ganz altvorderen: seneca, kleopatra, nero, diogenes. den bildungsbürger interessieren sicherlich tucholsky und zweig, vincent van gogh oder ernst ludwig kirchner - oder den berühmtesten theoretiker (und praktiker) des suizids: jean amery. es ist erstaunlich, wieviel beitrag die moderne popmusik-szene zu diesem traurigen kapitel liefert - wer sich auskennt: kurt cobain, roy buchanan, danny gatton - oder für die älteren unter uns: del shannon (runaway), dalida (am tag als der regen kam, itsi-bitsi-teeni...); es ist zunächst wohl die einfachste methode, schlicht alphabetisch nach den namen der toten zu sortieren; eine chronologische reihenfolge oder eine, die nach geburtsland trennt, würde vielleicht zeit- und regionaltypische unterschiede herausschälen können, eine soziologische sortierung würde vielleicht nach dem einfluss der umgebung sortieren (von kamikaze über djihad bis sektenselbstmord gibt es da eine gewisse spannbreite), natürlich würden die psychoanalytiker wiederum eine andere zusammenstellung vorziehen: man sieht, das thema gäbe zu mancherlei weiterführenden überlegungen anlass. vielleicht wird es höchste zeit, die tabuisierung dieses bereichs aufzuheben, um schnellstmöglich ein breites öffentliches wissen um das "räderwerk im menschen" zu ermöglichen - nicht zuletzt mit dem ziel, selbstmord-motivierten vor ihrer tat beim sinneswandel helfen zu können - oder sie hernach zu wenigstens zu verstehen...
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sehr empfehlenswert, 25. März 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Lexikon der prominenten Selbstmörder (Broschiert)
Zuerst fand ich die Idee etwas geschmacklos. Aber ich habe mich schnell festgelesen und kann das Buch sehr empfehlen. Es enthält Biographien, die erzählen, welche Lebenssituationen zum Selbstmord der Prominenten geführt haben. Keine voyeuristischen Beschreibungen, sondern gut geschriebene Kurzbiographien von Wissenschaftlern, Popstars, Schauspielern, Philosophen, Politikern und vielen mehr, die keinen Ausweg mehr sahen - aus verschiedensten Gründen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der Tod kommt plötzlich!, 26. Juni 2006
Rezension bezieht sich auf: Lexikon der prominenten Selbstmörder (Broschiert)
Unbedingt kaufen. Man taucht tief in das Leben zahlreicher Promineter ein, die sich für einen letzten Ausweg entschieden haben. Fassungslos von A bis Z. Auch für Menschen ratsam, die sich nicht das Leben nehmen wollen. Und die, die es vor haben, denen kann das Geld, das sie für das Buch zahlen wohl egal sein. Das Lexikon der prominenten Selbstmörder von Gerald Grote berichtet über Fakten, die man meist nicht so gebündelt und gut recherchiert bekommen kann. Hier kann der Mensch viel über die Psyche anderer lernen.
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