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Der Lebensmittelchemiker Udo Pollmer und die Biologin Susanne Warmuth decken in ihrem Lexikon der populären Ernährungsirrtümer "Missverständnisse, Fehlinterpretationen und Halbwahrheiten" zum Thema Essen und Trinken auf. Sie halten ein Plädoyer für einen gelassenen Umgang mit den Essgewohnheiten und ermuntern zum Vertrauen auf den eigenen Körper.
Wie schädlich ist Cholesterin wirklich? Schützt das regelmäßige Einnehmen von Vitaminen tatsächlich vor Krankheit? Das sind nur einige der Fragen, auf die die beiden Antwort geben. Wo von Ernährung gesprochen wird, das ist Chemie nicht weit, und auch in diesem Lexikon wimmelt es von "Radikalen" und "Antioxidanzien". Pollmer und Warmuth verstehen es jedoch, dem unerfahrenen Leser die chemischen Vorgänge auf einprägsame Weise plausibel zu machen. Mit einem Schuss Humor und einleuchtenden Vergleichen bringen sie Licht in das Wissensdunkel.
Ihr kritischer Blick fordert immer wieder auf, bestimmte Ansichten und Urteile z.B. bezüglich artgerechter Tierhaltung oder Genfood genauer zu betrachten als es gemeinhin üblich ist, um das Übel tatsächlich an der Wurzel packen zu können. Querverweise sowie detaillierte Quellen- und Literaturangaben erleichtern es dem interessierten Leser, sich weiterführend mit den jeweiligen Themen zu beschäftigen. Ein nützliches Buch für jeden und besonders diejenigen, die es satt haben, sich unnötig den Appetit verderben zu lassen. --Anne Hauschild
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
80 von 101 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
interessant, aber selbst veraltet,
Rezension bezieht sich auf: Lexikon der populären Ernährungsirrtümer: Mißverständnisse, Fehlinterpretationen und Halbwahrheiten von Alkohol bis Zucker (Taschenbuch)
Ich finde Pollmers kritische Art in Bezug auf Ernährung prinzipiell gut. Von daher ist das vorliegende Buch auf jeden Fall interessant zu lesen bzw. gibt neue Denkanstöße (z.B. Thema Antioxidanzien <-> Prooxidanzien, wo er als Lebensmittelchemiker klar in seinem Element ist).
Allerdings haben Füllbeitrage z.B. darüber, woher der Begriff Eisbein kommt, nichts in einem Buch über Ernährungsirrtümer zu tun. Wer Ernährungsirrtümer aufdeckt, sollte selbst immer auf dem neuesten Erkenntnisstand sein und gerät selbst in die Kritik, ähnlich wie die, die er kritisiert. Am Beispiel des Kaffees (das ist Buch leider nicht auf dem neuesten Erkenntnisstand von 2006, obwohl ich die 6. Auflage von 2006 in den Händen halte) kann man das gut beobachten. Daß Kaffee (Koffein) entwässere, was immer pauschal, gebetsmühlenartig, verkündet wird, wurde schon lange (selbst von der DGE) richtiggestellt. Auch Pollmers sarkastische Art z.B. bei der Beurteilung der für die Ernährung / Gesundheit wichtigen Omega-3-Fettsäuren, ist angesichts dem Wissen über die positive Wirkung von Omega-3-Fettsäuren bzw. dem besseren Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren schlicht weg Unwissenheit. Ich wünsche mir in einem Buch über Ernährungsirrtümer auch Ernährungsmythen wie 'nach 18 Uhr essen macht dick' oder den Unsinn über die (langzeit)gesundheitliche Wirkung von diversen Diäten bzw. (besser gesagt) Ernährungsformen (z.B. der Irrtum der Kernaussage der Trennkost etc.) und nicht nur die pauschale Aussage eines übergewichtigen Autors 'Diäten machen dick' (offenbar macht diätloses Essen auch dick. Sorry, diese Polemik juckt einen einfach unter den Nägeln). Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
27 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Dieses Buch kann Ihr Leben verändern...,
Von
Rezension bezieht sich auf: Lexikon der populären Ernährungsirrtümer: Mißverständnisse, Fehlinterpretationen und Halbwahrheiten von Alkohol bis Zucker (Taschenbuch)
... vor allem, wenn Sie es öfter mit Gesundheitsaposteln zu tun haben. Selbsternannte, aber auch studierte und gesponserte Ärzte und Diätexperten machen uns beim Essen ständig ein schlechtes Gewissen und beuten unsere Angst vor Krankheit und Tod aus - schließlich ist noch ein jeder Mensch, der sich ernährt hat, am Ende seines Lebens an etwas gestorben, nicht wahr?
Wir alle glauben den vielen Ernährungsbedarfstabellen, die ja wissenschaftlich erwiesen sind. Udo Pollmer hat sich die den Tabellen zugrunde liegenden Statistiken professionell vorgenommen und entlarvt jede Menge tendenziöse Auftragsarbeiten, falsch gedeutete oder verfälschte Ergebnisse, einfach nur indem er sich die Originalstudien vornimmt und nüchtern analysiert. Fazit: Es profitiert eine florierende Lebensmittel- und Pharmaindustrie von unseren vielen Ernährungsirrtümern, und diese werden auch bewußt in die Welt gesetzt und willig verbreitet. Es stimmt beispielsweise überhaupt nicht, daß 59 Prozent der Frauen und 75 Prozent der Männer in Deutschland zu dick sind. Unsere Politiker - meist auch nicht die Schlanksten - möchten mit Hilfe von Gesundheitskampagnen von ihrer Unfähigkeit ablenken, die wirklich dringenden Probleme unserer Gesellschaft zu lösen. Das Buch räumt auf mit Ernährungslegenden, die seit Jahrzehnten mittels falsch verstandener, geschönter oder verfälschter Statistiken kursieren. Da gibt es eine seit Jahren aufrechterhaltene Cholesterin-Lüge, den hartnäckigen Vitaminglauben, den an die gesunden Ballaststoffe und natürlich den neuen extremen Schlankheitswahn. Hier ist Udo Pollmers bissiger Schreibstil ein Genuß für alle von den Gesundheitsapostel Eingeschüchterten. Udo Pollmer und Susanne Warmuth klären nicht nur über amüsante Geschichten aus der Entstehung von Gerichten mit berühmtem Namen, wie z. B. das Chateaubriand, den Sekt oder den Bismarckhering auf; sie plaudern auch aus dem Nähkästchen der Lebensmittelindustrie. Wußten Sie, daß es etwa dreihundert erlaubte Zusatzstoffe zu unserer Nahrung gibt, die auf der Verpackung des Produktes aufgeführt werden müssen, aber Ihrem Essen auch noch tausende sogenannte "Nichtzutaten" beigemischt werden dürfen, die der Hersteller durch einen Juristischen Kunstgriff überhaupt nicht deklarieren muß. Es kann einem schon den Appetit verderben, woraus Enzyme, Vitamine, und naturidentische Aromastoffe industriell hergestellt werden. Auch wußte ich nicht, daß die Hühner in Bodenhaltung nicht glücklicher dran sind, als die in der Legebatterie. Sie nutzen den größeren Platz im Gehege dazu, eine Hackordnung auszukämpfen und verletzen sich dabei gegenseitig. Dieses amüsant geschriebene Buch klärt aber nicht nur auf über unschöne Praktiken der Lebensmittelherstellung, es kann Ihnen auch wieder die Freude am Essen zurückbringen. Viele Gerichte, die als ungesund verschrieen sind, kann man sich öfter gönnen, während andere, die als besonders gesundheitsfördernd beworben werden, eher mit Vorsicht zu genießen sind. Sie werden nach der Lektüre diese Buches einen Teil Ihrer Angst vor falscher Ernährung wieder los sein. Sie können einfach aufhören, sich ständig über Ihre Ernährung zu sorgen, indem sie dies nützliche Buch von vorne bis hinten durchlesen, aber es läßt sich auch genausogut querbeet darin schmökern. Die Quellenangaben finden sich kleingedruckt gleich hinter jedem Stichwort und ein Register erleichtert das Wiederauffinden des bereits Gelesenen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
53 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Notwendiges Buch, aber...,
Von aph76 (Bern) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Lexikon der populären Ernährungsirrtümer: Mißverständnisse, Fehlinterpretationen und Halbwahrheiten von Alkohol bis Zucker (Taschenbuch)
In leicht verständlicher und unterhaltsamer Weise räumt der Autor mit vielen Irrtümern aus dem Bereich der Ernährung auf. So zeigt er etwa auf, mit welchen legalen Tricks die Industrie arbeitet, um Deklarationspflichten zu entgehen. Ebenfalls zieht er einige weitverbreitete Ernährungsratschläge in Zweifel.Sehr zu recht beobachtet der Autor nämlich, dass viele Studien zur Frage der richtigen Ernährung einen logischen Schritt vornehmen, der eigentlich unzulässig ist: Wenn zwei Tatsachen regelmässig gemeinsam auftreten, dann heisst dies eigentlich noch nicht, dass die eine Tatsache die Ursache, die andere die Folge der jeweils anderen ist. Wenn etwa Übergewicht und gewisse gesundheitlichen Probleme gemeinsam auftreten, dann ist damit noch nicht gesagt, dass die gesundheitlichen Probleme eine Folge des Übergewichts sind. Und erst recht heisst dies nicht, dass man durch Reduktion seines Übergewichts den gesundheitlichen Problemen aus dem Weg gehen kann. NUR, und hier muss der Autor kritisiert werden, der dies zu wenig deutlich sagt: Wenn eine solche Ursache-Wirkung-Relation auch nicht bewiesen ist, bedeutet dies umgekehrt aber nicht, dass eine solche in keinem Fall vorliegen kann. So lernt einem das Buch Skepsis gegenüber den Resultaten von ernährungswissenschaftlichen Studien, die solche logische Fehler beinhalten. Ob diese Skepsis auch in jedem Fall wirklich berechtigt ist, mag bezweifelt werden. Liest man das Buch genauer, so stösst man auch auf einige Wiedersprüche, schade! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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