Aus der Amazon.de-Redaktion
Mit dem enormen Erfolg seines
Lexikons der bedrohten Wörter hatte Bodo Mrozek selbst nicht gerechnet. Und auch der Verlag war von den Verkaufszahlen überrascht. Beim hier anzuzeigenden zweiten Band ist das schon anders: Bereits bei der Erstauslieferung hat man den Umschlag mit einem Aufkleber versehen, der ihn als "Bestseller" ausweist. Und in der Tat: Das ist ihm zu wünschen!
Vom "Allbuch", das noch in den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts als Synonym für das Nachschlagewerk in Gebrauch war, über den "Beutelschneider", das "Bockshorn", den "Haderlump", die "Kokotte", den "Schmock" bis zum "Zwist" reichen die "jenseits des verbissenen Ernstes der üblichen Sprachkämpfe" konsequent subjektiv kommentierten Einträge diesmal. In der Gesamtschau führen sie uns deutlich vor Augen, wie vergänglich Sprache ist, die gegen das Vergessen deshalb unseres besonderen Schutzes bedarf. Um den hat sich Bodo Mrozek schon jetzt große Verdienste erworben. Doch ist sein "Kampf gegen das Vergessen ist mit diesem Band keineswegs beendet". Im Gegenteil stehen wir nach seinem Dafürhalten beim Wörterschutz immer noch erst am Anfang.
Dem ebenso amüsanten wie lehrreichen Buch werden also -- hoffentlich -- regelmäßig neue Bände folgen. Weiterhin Erfolg zu wünschen ist deshalb auch dem vom Autor ins Leben gerufenen Internet-Projekt bedrohte-woerter.de, auf dem die Lexikoneinträge zu einem guten Teil beruhen und an dem sich jeder beteiligen kann, der sich Sorgen um das Fortleben eines vom Aussterben bedrohten Wortes macht oder vielleicht auch einmal seine Freude darüber zum Ausdruck bringen möchte, dass eine bestimmte verhasste Vokabel endlich keine Verwendung mehr findet. -- Andreas Vierecke
Kurzbeschreibung
Wenn uns die Worte fehlen ... Wann ist Ihnen zuletzt ein Gummiadler begegnet? Wissen Sie, was ein Karfiol ist? Tragen Sie noch Sonntagsstaat, wenn Sie mit Ihrer Mischpoke flanieren gehen? Und wird Ihnen manchmal blümerant, wenn schöne alte Wörter aussterben? Dann ist es an der Zeit, sich zu erinnern – an bedrohte Kostbarkeiten des deutschen Wortschatzes. Bodo Mrozek hat sie gesammelt und in einem amüsanten Nachschlagewerk vereinigt: von Allbuch bis Zwist. Denn noch ist es nicht zu spät. Der Kampf gegen das Vergessen geht weiter ... «Urst geil.» Der Spiegel «Kluge, fein ironische Erklärungen.» Welt am Sonntag «Ein amüsantes Panoptikum von Sprachsonderlingen.» Berliner Zeitung
Über den Autor
Geboren 1968 in Berlin. Studium der Geschichte, Literatur- und Politikwissenschaft in Berlin und Amsterdam. War Mitarbeiter der Berliner Seiten der FAZ, Redakteur im Feuilleton des Tagesspiegels und schrieb u.a. für AD, dpa, Frankfurter Rundschau, Merkur, NZZ, Rheinischer Merkur, Der Spiegel, taz, SZ, Weltwoche, Die Zeit. Lebt in Berlin.