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Lexikon der Völkermorde
 
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Lexikon der Völkermorde [Broschiert]

Gunnar Heinsohn
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 469 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Tb. (1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499223384
  • ISBN-13: 978-3499223389
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,6 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 92.434 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Gunnar Heinsohn
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Vor 50 Jahren, am 9. Dezember 1948, haben die Vereinten Nationen den Begriff des Völkermordes definitorisch gefaßt: als Handlungen, die mit der Absicht begangen werden, eine nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppe als solche ganz oder teilweise zu zerstören. Die Stichwörter im Lexikon unterscheiden zwischen Tätern und Opfern, sie reichen von der Antike bis zur Gegenwart. Mit ausführlichem Quellenteil.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Heinsohn listet nicht nur auf, sondern erwähnt auch verschiedene Forscher zu den einzelnen genannten Völkermorden, die aus verschiedenen Gründen zu unterschiedlichen Opferzahlen gekommen sind. Es fällt auf, daß er nicht dogmatisch seinen Standpunkt "verkaufen" will, sondern auf unterschiedliche Sichtweisen zu den einzelnen Völkermord-Ereignissen hinweist. Er gibt eine Fülle von Quellen und Literaturhinweisen an.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
12 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sehr empfehlenswert! 17. Oktober 2003
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Für alle, die sich mit den Zahlen und dadurch den Fakten der Untaten von (leider nicht nur vergangenen) antimenschlichen Ideologien und Dikaturen, ehrlich auseinander setzen wollen - sehr empfehlenswert!!! Systematisch, sachlich, überzeugend!
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42 von 90 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von "pk9001"
Format:Broschiert
Grundsätzlich ist die Idee zu einem solchen Werk erst einmal erfreulich: Man nimmt die Definition der UN für das schlimmste Verbrechen und sucht dann schön in der Geschichte nach den vielen wanns, wos und wers. Man könnte jetzt natürlich annehmen, dass der Autor vorhat, die Welt mit einem umfassenden Informationswerk darüber zu beglücken, was für Barbareien auf der Welt so alles im Namen edler Motive begangen wurden. So kann sich der Bürger ein objektives Bild von der Politik machen. Doch G.H. hat leider anderes im Sinn, als über ein ausgewogenes, differenzierteres Weltbild zu reflektieren, sondern er möchte viel lieber seinen ideologischen Fanatismus kundtun. Da macht sich also einer die Mühe, die (fast) ganzen Untaten politischer Herrrschaft zu sammeln und zu veröffenlichen: Eine wahrheitfinderische und wissenschaftliche Leistung. Doch vollbringt er leider auch die einzigartige "Leistung", diese Werk gleichzeitig wissenschaftlich derart abzuwerten, dass man es wohl vergessen kann, da ihn die Fakten keineswegs daran hindern, der Faktenlage seine CIA/Pentagon-Weltanschauung aufzusetzen: Sein fanatischer Antikommunismus macht vor der Realität nicht halt: Nicht genug, dass die Opfer kommunistischer (NICHT "marxistischer") Herrschaft bis ins Lächerliche übertrieben werden, die willkürliche Hantierung des Autors mit Unterstellungen von guten und bösen Absichten, und v.a. dem Begriff Völkermord (hierunter wird fast alles verstanden, was dem Autor nicht gefällt) schaffen hier eine groteske Verleumdung: Seit wann sind die "Besitzenden" ein Volk im ethnischen Sinn? Seit wann hat ein Staat nicht mehr das Recht, die Besitzstruktur zu verändern, ohne von Heinsohn als "Völkermörder" angeklagt zu werden? Da werden sich die Großgrundbesitzer in der 3. Welt aber freuen, durch deren Schuld mehr Menschen verhungert sind, als alle Faschisten, Kommunisten und Imperialisten zusammen in 20. Jh. umgebracht haben!!! Seit wann ist das durchaus illegitime Töten politischer Gegner gleich ein Völkermord ("Politizid", so ein Nonsens!)?
So wie er dem Kommunismus das abgrundtief Böse unterstellt (so als ließe sich aus der dialektischen Bewegung der Materie, dem Kapital und der Kritik an einer Gesellschaft, die auf Ausbeutung der einen Klasse und Bereicherung der anderen aufgebaut ist, eine Aufforderung nach Verhungernlassen ukrainischer Bauern herausdeuten!), genauso unterstellt er seinen Lieblingsmächten (USA, der Westen) ein grundgütiges Wesen und untertreibt deren Opferzahl(Heinsohnscher "Völkermord" an den Vietnamesen: urplötzlich nur 20000 statt 2000000, aber der Rest dieser harmlosen kleinbäuerlichen Bevölkerung waren ja auch alles zutiefst verabscheuungswürdige marxistische Theoretiker, die schon fleißig lauter Völkermorde geplant hatten!). Doch die USA haben ja eine "Tradition der Menschenrechte" und die nötigen Gewaltmittel, sie durchzusetzen(Was Millionen Vietnamesen, Laoten und Kambodschaner ja am eigenen Leib gespürt haben), vom Heinsohnschen "Völkermord" an den Indianern über die blutige Kolonisierung und Unterdrückung ihres lateinamerikanischen Hinterhofs und die Hinrichtung von Minderjährigen und Debilen im Strafrecht bis Hiroshima und Vietnam ein einziger Einsatz für die Menschenrechte! So wird der tatsächliche oder vermeintliche Völkermord Anderer verharmlost. Das erstaunliche ist ja, dass er auch (fast)keine unliebsamen Fakten leugnet: sonst wäre das Buch keine intellektuelle Auseinandersetzung wert: Widersprüche in seiner Ideologie fallen dem Autor jedoch nicht auf. Ist der Mann einfach furchtbar naiv und den Propagandareden westlicher Politiker auf den Leim gegangen? Wie kann man die Auschwitz-Toten, die als "minderwertige und bösartige Rasse" ermordeten Menschen vergleichen mit denjenigen, in China dank der Inkompetenz und Verantwortungslosigkeit der Mao-Regierung verhungert sind? Weiß er, dass das ein Klacks ist (mag dies auch zynisch klingen) im Vergleich zu den vielen Hungertoten in der 3.Welt? Kann man allen Ernstes die Opfer britischer Giftgasangriffe auf Zivilisten in bolschewistisch beherrrschten Teilen Russlands auf das Konto der Roten gehen lassen? Wenn ich ein derartiges Buch schreiben wollte, würde ich auch die vielen Opfer kommunistischer Verbrechen erwähnen, damit das Werk nicht zu einseitig wird, doch muss man die Dinge auseinanderhalten und kann dann nicht undifferenziert von Völkermord sprechen! Wo bleiben die Palästinenser in Heinsohns Werk (die Israelis werden (eine kühne Prognose?)erwähnt!)? Oder kennt der Autor Juden prinzipiell nur in der Opferrolle? Werden die Kommunisten erwähnt, die in der UdSSR verfolgt wurden wie in keinem anderen Land, nicht mal durch Hitler?
Doch damit ich nicht missverstanden werde: Auch die USA kann man nicht allen Ernstes des Völkermordes bezeichnen, weil sie Großstädte bombardiert haben (sehr wohl aber der Kriegsverbrechen!) Kein Verbrechen ist so verwerflich wie tatsächlicher Völkermord (d.h. aus rassistischen Motiven, siehe UN-Definition), er wird hier indirekt verharmlost!
Fazit: Das war wohl nichts, Herr Heinsohn! Das nächste mal bitte etwas seriöser und ohne Nazis=Kommunisten=böse Jungs und WIR=Freiheit=gute Jungs - Logik, denn dadurch geht jedes Maß verloren!
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