Wie war das noch mit der Dichotomie von langue und parole bei Ferdinand de Saussure? Manchmal sitzt man in der Vorlesung und versteht nicht so recht, was da vorne eigentlich erklärt wird - entweder, weil man es vorher noch nie gehört hat, oder weil sich doch große Gedächtnislücken beim bisher Erlernten auftun. Hier kann Hadumod Bußmanns Lexikon der Sprachwissenschaft wirklich gute Dienste leisten. In kurzen, aber dennoch (meist) gut verständlichen Lexikonartikeln werden alle grundlegenden Fachtermini der sprachwissenschaftlichen Forschung erklärt. Jedem Bucheintrag ist eine (leider recht klein gedruckte) Literaturliste der wichtigsten wissenschaftlichen Arbeiten zum entsprechenden Themenkomplex nachgeordnet, so daß hier eine gute Einstiegsmöglichkeit für eigene wissenschaftliche (Haus-)Arbeiten gegeben ist. Das Buch ist eine wirklich unverzichtbare Hilfe für all diejenigen, die sich etwa im Studium mit sprachwissenschaftlichen Fragestellungen beschäftigen wollen (oder müssen). Gerüchten zufolge wird in einigen Institutsbibliotheken "der Bußmann" in einem verschlossenen "Giftschrank" verwahrt und nur gegen Hinterlegung des Studentenausweises herausgegeben, weil es sich gezeigt hat, daß dieser äußerst handliche Band (20x10 cm) immer wieder - natürlich völlig unbeabsichtigt - in den Taschen und Jacken der Studierenden "vergessen" wurde. Welchen besseren Beweis für die Qualität dieses Lexikons kann es geben? (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)