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Lexikon der Pflanzensymbolik [Gebundene Ausgabe]

Clemens Zerling
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

September 2007
Blumen wecken unsere Bewunderung, auch tiefere Gefühle und Assoziationen. Schon die Bibel preist sie als Symbol irdischer Schönheit und Lieblichkeit, als Ausdruck einer höheren Ordnung in der Natur.Wurzeln, Kräuter und Früchte bereicherten seit Beginn der Menschheit unseren Nahrungsplan, lieferten Heilstoffe und sichern bis heute unser Dasein im Jahreslauf. So bieten sie sich alle als hervorragende Vergleichsobjekte für unser menschliches Sein und unsere Entfaltung an. Dieses Lexikon beschreibt die aus der Naturbetrachtung und den geistes- und kulturgeschichtlichen Zeugnissen der Menschheit überlieferte Symbolik von über 300 Pflanzen; 200 davon werden in ausführlichen Porträts, über 100 in Kurzporträts vorgestellt. Sinnbilder aus vergleichender Religionsbetrachtung, Mythen, Mystik, Tiefenpsychologie, Volkskunde und besondere botanische Merkmale bieten auf mehreren Ebenen Möglichkeiten der Annäherung.Wie wurde die Akelei zur Pflanze des Lobpreises göttlicher Herrlichkeit? Weshalb ist der Granatapfel ein Sinnbild der Erotik? Und was hat der Haselstrauch mit Spiritualität, Magie und Zauber zu tun? Zu jeder Pflanze finden sich zudem steckbriefartige Angaben zur botanischen Familie, zu Volksnamen, Blütezeit und Blütenform, Heilwirkungen, Grundbedeutung in der Symbolik, Pflanzencharakteristik und Blumensprache. Begleitet werden die Texte von stimmungsvollen historischen Illustrationen. Ein Buch, reich an Wissen und Inspiration, das Herz und Verstand für die Welt der Pflanzen öffnet und einen Weg zu ihrem »Geist und Genius« bahnt.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein guter Grundgedanke, aber... 13. August 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Das sich als Lexikon verstehende Buch bietet mit über 300 Pflanzenportraits einen recht umfangreichen Überblick. Die "über 300" (wie viele genau?) sind allerdings schon das erste Problem: als LeserIn ist leider nicht "auf die Schnelle" in Erfahrung zu bringen, welche Pflanzen denn nun wirklich enthalten sind, da zwar ein Stichwortverzeichnis, jedoch kein Index der verzeichneten Pflanzennamen (weder Trivial- noch wissenschaftliche Namen) enthalten ist. Das ist für ein auf Pflanzen fokussiertes Lexikon unverständlich und sollte nicht passieren.

Die Darstellungen der Pflanzen sind ansprechend und stammen zum Teil aus Renaissance-Kräuterbüchern, zum Teil aus neueren Bildwerken. Allerdings hier das nächste Problem: die Herkunft der Abbildungen ist nicht nachzuvollziehen, keine einzige ist mit Zitaten angeführt. Überhaupt sind Zitate (neben dem fehlenden Index) der zweite große Schwachpunkt des Buches: einige Aussagen sind mit Quellen belegt, viele jedoch nicht. Vor allem die Blumensprache stellt vor ein Rätsel: ist es nun die Blumensprache des Mittelalters? Der Renaissance? Des höfischen Adels? Der Bürgerlichen? Generell hat der Autor vor allem Sekundärliteratur genutzt, was Interpretationen der ursprünglichen Quellen schwer nachvollziehbar macht. Einige zitierte Werke sind leider nur als unseriös zu brandmarken: so sollte es dem Autor durchaus geläufig sein, dass das "keltische Baumhoroskop" eine Erfindung des 20. Jahrhunderts (respektive der Frauenzeitschrift Marie Claire) ist und damit sicherlich kein gutes Beispiel für seinen kritischen Zugang zu Quellen, und zu Wissen im Allgemeinen. Und wer den "Schamanen aus dem Allgäu" zitieren muss, um historische (!) Symbolismen zu erhellen, ist eventuell auch nicht sehr gut beraten.

Neben diese "dicken Brocken" reihen machen sich viele kleinere Fehler schon fast unauffällig, wie etwa
- die Abbildung einer Schmerwurz (Tamus communis) beim Eintrag zur Zaunrübe (Bryonia)
- die falsche Reihenfolge von Hagrose nach Hahnenfuß im ansonsten alphabetisch sortierten Buch
- das Erwähnen der Wichtigkeit des Granatapfels für die Phönizier, aber das Übersehen, dass diese (die Punier) zur Namensgebung der Gattung (Punica) beigetragen haben
- die merkwürdige Auffassung, dass der Fliegenpilz zur "Familie Dachpilzartige (Pluteaceae) und zur Gattung Wulstlinge (Amanitaceae)" gehöre (Lösung: beides sind Namen von Pilzfamilien, zu denen - je nach Auffassung - die Gattung Amanita gestellt wird)
Diese Dinge erwecken dann doch den Eindruck, dass auch für den Politikwissenschaftler etwas zusätzliches botanisches Fachwissen beim Verfassen eines Pflanzenlexikons nicht unhinderlich gewesen wäre.

Fazit: Wer sich unverbindlich über symbolische Bedeutungen von Pflanzen informieren will (und sich an der unverblümt transportierten Esoterik nicht stört), hat mit diesem Buch wohl einen netten Ausgangspunkt fürs abendliche Blättern gefunden. Vorausgesetzt, der/die geneigte LeserIn hat genügend Geduld, ggf. bei jeder Suche das gesamte Buch nach mehreren Trivialnamen für die selbe Pflanze durchzublättern. Für tiefergehendes Arbeiten mit der Thematik ist es aber - leider - denkbar ungeeignet. Die in der Einleitung des Buches erwähnte "irritierende Vielfalt von Bezügen zu Naturwissenschaft, Religion, Mystik, Tiefenpsychologie, Philosophie, Kulturgeschichte und Kunst" hat sich wohl als wahr (und zu verwirrend?) erwiesen...
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Manchmal ist weniger mehr 21. Juli 2008
Format:Gebundene Ausgabe
Wer Informationen zu einer bestimmten Pflanze sucht findet hier eine Fülle an Informationen aus den verschiedensten Bereichen: Blütezeit,Heilwirkungen, Christliche Attribute,Pflanzencharakteristik und vieles mehr. Wer allerdings hofft hier eine kurze Zusammenfassung der symbolischen Bedeutung zu finden wird enttäuscht sein. Mir wäre eine auf den Punkt gebrachte Zusammenfassung lieber gewesen. Zum Teil sind soviel verschiedene Deutungsansätze vertreten, dass ich gar nicht weiß wie ich damit umgehen soll.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erwartungen werden erfüllt 30. März 2010
Format:Gebundene Ausgabe
Mit wachsendem Interesse las ich dieses Buch über Pflanzensymbolik, und meine Erwartungen wurden erfüllt: ich fand darin zum Kern, zur Urbedeutung einer Pflanze oder Blume, wurde über die Entwicklung der Symbolik informiert, soweit man das überhaupt eruieren kann, und über die Ableitungen. So scheint mir dieses lexikalisch angelegte populärwissenschaftliche und gut lesbare Werk durchaus gelungen. Ein Infokasten fasst für Schnellinformierer" das Wesentliche zusammen. Ich selbst weiß, dass der antike oder gar vorantike Bedeutungsinhalt von Pflanzen nur noch rudimentär zu entschlüsseln ist. Zu sehr ging er vermutlich in der medizini-schen Anwendung auf und verloren. So muss man sich mühsam in vergleichender Kultur- und Religionsgeschichte heranarbeiten, sich von unterschiedlichen Fachdisziplinen her annähern. Für jemanden, der Symbolik für ein festes und lebloses Informationsmuster hält, mag dies anstrengend und auf den ersten Blick wenig durchschaubar bleiben. Gerade aber in der psychologischen Praxis, wo Symbolik lebendig bleibt, wo die Arbeit mit Symbolen einen wertvollen Schlüssel zur Bloßlegung unbewusster Schichten liefert und damit für Bewusstwerdung, liefert dieses Symbollexikon eine wichtige Hilfestellung.

Im Gegensatz zum Zeichen, das immer austauschbar bleibt, zielt ein Symbol ja über den vor-dergründigen und wahrnehmbaren Bereich hinaus auf den hintergründigen und nicht wahrnehmbaren Teil. Es ruft die dahinter stehende Idee ins Bewusstsein und gehört damit letztendlich zum Wesen der sich nicht konkret darstellenden Wirklichkeit. So vermag ein Symbol vielfältige Zusammenhänge auf mehreren Ebenen in konzentrierter Dichte andeuten. In seiner Umfassendheit eröffnet es Chancen, tiefer in Bereiche einzudringen und öffnet ein Tor zur Transzendenz. Transzendentes gehört immer in den Bereich der Symbolik. Deswegen sind Religion und Esoterik ohne Symbolik undenkbar. Mir scheint dem Verfasser diese schwierige Gratwanderung durch vorsichtige Streiflichter gelungen, mitunter aber auf Kosten von definitiver Schärfe in Einzelheiten. Gar nicht anfreunden kann ich mich mit den Ausflügen in die platte Blumensprache des 18. und 19. Jahrhunderts, die den Bereich der Symbolik verlässt, was allerdings auch im Glossar klar formuliert ist. Hier sollte oder wollte der Autor sicher einer breiteren Leserschaft Tribut zollen.

Um so erfreulicher finde ich die kreative Seitengestaltung und die vielen sehr ästhetischen Farbabbildungen. Als Resümee: Empfehlenswert
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