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5.0 von 5 Sternen
Klein aber fein, 2. Juni 2002
Rezension bezieht sich auf: Lexikon der Heiligen (Broschiert)
Dies ist ein kleines Lexikon in taschenbuchform, das man gerne auch mal zum Schmökern in die Hand nimmt. Die "Stars" unter den Heiligen wie St. Nikolaus, St. Georg usw. sind genauso vertreten, wie Heilige, die nicht jeder kennt, wie St. Achahildis. Im Anhang kann man nocheinmal Patronate (Bergleute, Bürstenbinder oder was immer) und Attribute nachschlagen. Natürlich ist für einen ausführlichen kunstgeschichtlichen Teil und eine große Menge Darstellungen nicht genug Platz in diesem Taschenbuch, wer sehr spezielle Fragestellungen hat, wird sich sicher ein größeres Werk kaufen. Aber als Einführung, zum Schmökern und schnellen Nachschlagen ist daas Buch unübertroffen - zumal auch das Preis- Leistungsverhältnis stimmt. Auch ein tolles Geschenk! 5 Sterne!
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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
" Allerheiligen" . Wessen gedenkt man da?, 1. November 2007
Erhard Gorys studierte Kunstgeschichte und Rechtswissenschaften in Göttingen und Cambridge.
Im vorliegenden Lexikon der Heiligen bringt er das Leben und Leiden von etwa 600 katholischen und griechisch- oder russisch-orthodoxen Heiligen nahe.
Heilige sind Menschen, die in besonderer Weise Vorbilder, Lehrer, Bekenner oder Märtyrer des Glaubens sind.
In der katholischen Kirche erfolgt die Heiligesprechung ( Kanonisation) aufgrund eines abgeschlossenen, kirchenrechtlich genau verordneten Verfahrens in liturgischer Form und durch anschließende päpstlicher Bestätigung.
In der Folge gelten die Heiligen dann in der Gesamtkirche als Fürbitter bei Gott und sind gewissermaßen amtlich verehrte Zeugen des Glaubens.
Im Vorwort schildert Gorys den Verfahrenslauf im Kanonisierungsprozess und stellt dann das Leben des einzelnen Heiligen näher vor.
Er nennt auch die jeweiligen Festtage und erklärt woran man diese Heiligen auf Gemälden oder in der bildenden Kunst erkennen kann.
Der Festtag an dem man feierlich Hildegard von Bingen gedenkt ist der 17.September.
Die Äbtissin wird stets mit Stab , Buch und Schreibfeder dargestellt.
Den Heiligen Sebastian ( um 288) wird auf Gemälden halbnackt an einen Baum oder eine Säule gebunden und von Pfeilen durchbohrt visualisiert.
Über sein Leben weiß man nur wenig:
-Der Legende nach wurde Sebastian auf Befehl des Kaisers Diokletian in Rom mit Pfeilen gemartert, weil er dem Kaiser nicht opfern wollte.
In der folgenden Nacht kam Irene, um Sebastian zu bestatten.
Die Heilige Irene , eine Witwe aus Rom, stellte fest , dass Sebastian noch Lebenszeichen von sich gab, nahm ihn mit in ihr Haus und pflegte ihn wieder gesund.
Sebastian verleugnete auch weiterhin seinen Glauben nicht, woraufhin man ihn mit Keulen erschlug und in die Cloaca maxima warf, dem zentralen Abwasserkanal des alten Rom.
Ob Irene eines natürlichen Todes starb oder ebenfalls das Martyrium erlitt, weiß man nicht. Die Kirche sprach auch sie aufgrund ihrer Barmherzigkeit heilig.
Auf Gemälden wird sie als Nonne, Sebastian pflegend mit Ölzweig und Salbfläschchen dargestellt.
Sebastian gilt als Pestheiliger. Wer zu ihm betet, wird von der Pest verschont.
Zudem ist er der Patron der Gärtner, Töpfer und Steinmetze, der Gerber, Tuchmacher, Eisenhändler und Zinngießer, der Soldaten, Kreuzritter, Schützengilden und Kriegsinvaliden, der schwachen und kränklichen Kinder , der Sterbenden, auch soll er gegen Religionsfeinde Schutz bieten.
Im Anhang werden die Attribute der Heiligen im einzelnen näher aufgelistet, so etwa der Gürtel als Symbol der Gerechtigkeit, Kraft, Wahrheit und Treue oder aber die Taube als Symbol des Heiligen Geistes.
Auch erfährt man konkret bei welchen Anliegen die aufgeführten Patrone, Helfer und Fürsprecher dem Betenden zur Seite stehen. Die jeweilen Städte, Stände und Berufe, denen ein ganz bestimmter Heiliger zugeordnet ist, bleiben ebenfalls nicht unerwähnt.
Ein lesenswertes Buch, nicht nur an Allerheiligen.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Nachschlagewerk und interessante Lektüre, 13. November 2005
"Von den Torgangs Lucken gucken.....lauter, lauter Nepomucken!"
(Rainer Maria Rilke)
Das "Lexikon der Heiligen" beginnt nach einer kurzen Einleitung mit zwei Beiträgen über Verehrung (Hagiolatrie) und Kanonisierung. Nach einem Abkürungsverzeichnis für Begriffe des Alten und Neuen Testaments wird das alphabetische Verzeichnis der 670 Römisch-Katholischen und Griechisch-/Russisch-Orthodoxen Heiligen vom Märtyrer Abachum eröffnet und nach 336 Seiten durch Papst Zephyrinus beendet. Neben Wissenswertem aus den Vitae der kanonisierten Frauen und Männer, zu denen u. a. auch Kaiser Karl der Grosse und andere bedeutende Personen der Weltgeschichte gehören, erfährt der Leser auch wer die Marschälle, Nothelfer, Drei heiligen Madl´n und die Megalo-Matyros sind.
"Attribute der Heiligen", die Gegenstände, Wesen und Symbolgehalt ihres Standeszeichen oder Patronates wiedergeben und "Patrone, Helfer & Fürsprecher" für Städte, Länder, Personengruppen, Situationen, Ereignisse pp. Folgen sind zwei weitere alphabetische Verzeichnisse. Ein kirchengeschichtliches und -begriffliches Glossar und ein "Kalender der Festtage" des ganzen Jahres runden das einzigartige Sammelsurium, Nachschlagewerk und interessante Lektüre ab, das in keinem Bücherregal historisch interessierter Leser fehlen sollte. 5 Amazonsterne!
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