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Lexikon der Öko-Irrtümer
 
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Lexikon der Öko-Irrtümer [Taschenbuch]

Dirk Maxeiner , Michael Miersch
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Piper; Auflage: 2 (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492228739
  • ISBN-13: 978-3492228732
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 284.953 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Michael Miersch
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Waldsterben, Ozonloch, Überbevölkerung: die Medien oder Umweltverbände nennen jedes Jahr ein anderes Problem als Ursache für den bevorstehenden Weltuntergang. Doch viele dieser Phänomene sind in Forscherkreisen umstritten. Die Journalisten Dirk Maxeiner und Michael Miersch sind Fehlinterpretationen und Mißverständnissen auf den Grund gegangen. Im "Lexikon der Öko-Irrtümer" präsentieren sie nun - ohne die Probleme herunterzuspielen - die manchmal überraschenden, oft provozierenden Ergebnisse ihrer Recherchen.Dirk Maxeiner, geboren 1953, ist Buchautor und Journalist. Er gründete das innovative Umweltmagazin "Chancen". Dort und bei "natur" war er Chefredakteur. Sein Buch "Öko-Optimismus" (Koautor M. Miersch) wurde 1996 zum "Wissenschaftsbuch des Jahres" gewählt.Michael Miersch, geboren 1956, ist Buch- und Filmautor. Er hat sich seit langem auf Natur und Ökologie spezialisiert.

Autorenportrait

Dirk Maxeiner, geboren 1953, ist Buchautor und Journalist. Er gründete das innovative Umweltmagazin "Chancen". Dort und bei "natur" war er Chefredakteur. Sein Buch "Öko-Optimismus" (Koautor M. Miersch) wurde 1996 zum "Wissenschaftsbuch des Jahres" gewählt. Michael Miersch, geboren 1956, ist Buch- und Filmautor. Er hat sich seit langem auf Natur und Ökologie spezialisiert.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
51 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Die beiden Journalisten Dirk Maxeiner und Michael Miersch - deren "Standpunkte"-Kolumnen in der "Welt" ich immer wieder gerne lese, weil ich mit ihnen so gut wie nie einer Meinung bin - versuchen in diesem Buch, häufig gehörte Behauptungen über den Umweltschutz zu überprüfen. Die Recherchearbeit hat sich zweifelsfrei gelohnt, viele Denkfehler werden entlarvt: Regenwälder sind das Bollwerk gegen den Treibhauseffekt schlechthin? Nein, das sind eher die nördlichen Wälder. Im Regenwald entsteht durch Verwesung am Boden nahezu genausoviel Kohlendioxid, wie durch die Bäume und Pflanzen absorbiert wird. Der Schutz der Regenwälder bleibt, auf der anderen Seite, trotzdem wichtig. Wahre Naturfreunde ziehen in ein Öko-Haus mit Solarenergie und Gemüsegarten weit außerhalb der Stadt? Was ist mit der durch das Berufspendeln verbrauchten Energie? Der Kapitalismus ist ein umweltzerstörendes Ungeheuer? Mag sein, aber seine Umweltbilanz ist nicht annähernd so miserabel wie die des Kommunismus.
Auf der anderen Seite: Die Autoren haben es versäumt, ebenso vorsichtig und kritisch an die Ansichten der "Ökoskeptiker" heranzugehen, wie sie das bei den Umweltschützern getan haben. Meines Erachtens ist das unbewusst geschehen: Nach der von ihnen selbst geschilderten "Bekehrung" zum ökologischen Optimismus wollten sie ein Buch schreiben, indem sie die Ansichten des Umweltschutz-Establishments weitgehendst dekonstruieren. Also haben die Autoren ökoskeptische Bücher und Artikel gelesen, und die dort erworbenen Kenntnisse mit sachlicher Information angereichert, aber sich in zu geringem Maße die Gegenseite angehört oder kritisch über die neuen Argumente nachgedacht.
Da diese Schwächen dort besonders deutlich zu Tage treten, will ich mich hier auf zwei Behauptungen im Klimakapitel beschränken: Dass die Temperatur übermäßig ansteigt, "widerlegen" Maxeiner/Miersch unter anderem mit den Daten EINER EINZIGEN Wetterstation (Berlin Dahlem) und zwei aus verschiedenen Messungen stammende, daber ähnliche Kurven, derzufolge in der gesamten Troposphäre die Temperaturen 1978-1996 abgesunken sein sollen. Mag sein. Aber die Temperaturerhöhung am Boden in den letzten 100 Jahren scheint schon bis zu einem gewissen Punkt ungewöhnlich, wenn Abschätzungen der Temperaturentwicklung der Nordhemisphäre für die letzten 1000 Jahre stimmen: Selbst gegenüber der höchsten Temperatur (um 1150) des vergangenen Milenniums sieht man eine Erhöhung von 0,1 Grad, gegenüber der Durchschnittstemperatur der letzten 400 Jahre eine von 0,4 Grad. Was hat die Erwärmung im letzten Jahrhundert verursacht? Die Autoren zeigen die bei Klimakritikern so beliebten Grafiken, auf denen eine eindeutige Korrelation zwischen der Sonnenfleckenaktivität und der globalen Durchschnittstemperatur dargestellt zu sein scheint. Die Daten stammen ursprünglich von den dänischen Klimatologen Friis-Christensen und Lassen, und haben inzwischen eine bemerkenswerte Eigendynamik entwickelt: Denn während sie immer wieder zitiert werden, haben die beiden Urheber, nachdem sie von Kollegen mehrfach kritisiert wurden, ihre These, diese Aktivität könne die alleinige Ursache der Temperatursteigerung sein, längst widerrufen, weil die von ihnen verwendeten Daten teils nicht nachvollziehbar waren, teils stark geglättet wurden. Die Korrelation ist in Wahrheit viel schlechter, als man glauben könnte. Auch der hier ebenfalls vorgebrachte Einwand, 70% des Temperaturanstiegs, aber nur 20% des CO2-Anstiegs hätten vor 1940 stattgefunden, kann nicht überzeugen, denn er beweist wenig mehr, als dass viele verschiedene Faktoren das Klima beeinflussen. Darunter ist auch ein unter Umständen kurzzeitig einsetzender anthropogener Abkühlungseffekt. Tatsache ist, dass der renommierte Frankfurter Klimaforscher Christian D. Schönwiese und mehrere andere 2000 in einer Studie für das Umweltbundesamt zu dem Ergebnis gekommen sind, dass der Temperaturwandel zu etwa 60% vom Menschen und nur zu 4% von der Sonne verursacht ist. Auch, wenn die Forscher streiten mögen, ist Umweltpolitik in die Pflicht genommen, auch auf reele Gefahren zu reagieren, nicht nur auf 100%ig nachgewiesene Effekte.
Trotzdem bleibe ich generell bei meiner Einschätzung, dass dieses Buch ein Must-Read für Umwelt-Interessierte ist, weil es viele wichtige Gegenperspektiven bietet. Denn zugegeben sind die Autoren immerhin selbstkritischer als viele ihrer Zielscheiben: "Es geht uns nicht darum, einen Anspruch auf endgültige Wahrheiten zu erheben. Es geht uns darum, aus den einzelnen skeptischen Stimmen ein Gegenbild zusammenzufügen, das den Leser stimuliert, sich anschließend selbst eine Meinung zu bilden." Diesen Satz sollte man beim Lesen immer im Hinterkopf behalten.
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Ups, - fast mag ich's gar nicht glauben.
Da bemühe ich mich seit Jahrzehnten, bei fast jedem wissenschaftlichen Zeitungsartikel / Fernsehbericht, die Quellen nachzuprüfen, und gegebenfalls gegenzusichten, - und da treten zwei Journalisten auf den Plan, und machen dass, was ich, früher im naiven Teenageralter, als selbstverständliche journalistische Tätigkeit angenommen habe.
- Sie suchen die Wahrheit.
Trotz dieses Seitenhiebes, oder gerade deshalb, meinen Respekt zu diesem Buch, und insbesondere, der damit verbundenen Arbeit.

Einen Teil der Arbeit hätte man sich etwas einsparen können, wenn vermehrt primäre Artikel gesucht, anstatt mehrere gegensätzliche Folgeartikel, zu vergleichen. Das Ergebnis bleibt aber im verschobenen Sinne das Gleiche, und spricht, gerade wegen der Mehrarbeit, für die Motivation.

Unter dem Gesichtspunkt, dass jeder, anscheinend unbewusst, nur die Wahrheiten sucht, welche er finden möchte, oder seiner Selbstverwircklichung dienlich sind, wurden fachliche Spekulationen, in unverantwortlicher Weise zu fertigen Ergebnissen umfunktioniert. ( Ein Umstand, an dem auch viele Forscher nicht ganz unschuldig sind ). Dies, und die zusätzliche Interpretationswut der medialen Folgeberichte war, und ist immer noch geeignet, unserem einzigem Werkzeug zur globalen Problemerkennung, nämlich die Arbeit, und auch Befürchtungen der Forscher, nachhaltig das Vertrauen zu entziehen.
Dies wird vom Buch wircklich eindrucksvoll beleuchtet, und anhand von nachvollziehbaren Fakten belegt.

Der Untertitel "Fakten, statt Mythen" ist diesbezüglich aber irreführend, da ja benötigte Daten, weder "dafür", noch "dagegen", oft einfach gar nicht vorhanden sind. Auch der mittlerweile ausgerufene "Öko-Optimismus" riecht für meinen Geschmack etwas zu sehr nach Selbstbefreiung, und kann missverstanden werden. Wir müssen jetzt nicht unbedingt von einer Gesellschaft der "Neinsager", zu einer Gesellschaft der "Jasager" mutieren. Ich gehe mal davon aus, das jetzt nicht alles in bester Ordnung ist, aber Optimismus berechtigt ist, das wir Menschen entsprechende Probleme in den Griff bekommen.
( Nicht Ideologen, sondern Ingenieure lösen unsere Probleme, - Gottseidank). Bezüglich dieser Unstimmigkeiten komme ich leider um einen Minuspunkt nicht herum.

Wo Fakten generell nicht greifbar sind, werden aber Gegensichten angeboten, welche oft durch Brillianz, und Weitsicht überzeugen, und geeignet sind dem Leser wieder eine angebrachte Verhältnismässigkeit zu vielen Umweltschutzthemen zu vermitteln.
Gemessen an der überdurchschnittlichen Polemik der Gegenseite, ist ein manchmal, frustriert wirkender Zynismus, - und der teilweise Gebrauch von Eigenpolemik, für mich absolut verständlich.

Mit angemessener Selbstkontrolle gelesen, ist das Buch unbedingt empfehlenswert, und vielleicht für einige, wie zum Beispiel mir, auch nützlich dem eigenen Horizont wieder etwas mehr Platz zu schaffen. Allzu "schwarze Seelen", welche sich ob vieler Katastrophenstimmungen, und Verschwörungstheorien, bereits in das Schattenreich Ihrer Ängste zurückgezogen haben, müssen sich dabei allerdings erstmal sich selber stellen, und unter Umständen sogar einige bewährte Feindbilder aufgeben.

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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Gernleser
Format:Taschenbuch
Der Verfasser hat offensichtlich eines geschafft: Er wollte mit seinem

Buch zur Diskussion anregen!

Von Natur aus skeptisch, habe ich das Buch mit Interesse gelesen. Ich glaube

nicht, dass der Verfasser die Wahrheit gepachtet hat oder diese pachten

wollte. Es geht doch vor allem um eines: Stimmt es wirklich alles was tagtäglich

in den Medien verbreitet wird und viele Menschen verängstigt?

Müssen wir alle sterben (vergiftet, vermüllt, erstickt, verstrahlt, vertrocknet

oder von der Hitze gegrillt) ?

Hier heißt es ganz klar nein.

Natürlich ist das Buch von keinem naturwissenschaftlichen Universalgenie verfasst.

Es enthält jedoch viele Fakten, die den allermeisten Menschen (wie ich aus

Erfahrung weiß) unbekannt sind und auch mir teilweise unbekannt waren.

Es lohnt sich dieses Buch zu lesen und sich selber dabei Gedanken zu machen.
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