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Leviathan (English Edition) [Kindle Edition]

Thomas Hobbes
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (22 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

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"Der Mensch ist dem Menschen Wolf", in seinem wohl berühmtesten Ausspruch bringt Thomas Hobbes sein Menschenbild prägnant auf den Punkt: Der Mensch ist kein geselliges, staatsbildendes Wesen, sondern ein Raubtier voller Bosheit und destruktiver Instinkte. Kein Gesetz, kein staatlicher Zwang hält die Menschen auf, und ihr ungezügelter Selbsterhaltungstrieb führt zwangsläufig zu einem "Krieg aller gegen alle".

Man kann Hobbes einen Misanthropen schimpfen, aber in einer Zeit der "ethnischen Säuberungen" erscheint seine negative Weltsicht durchaus realistisch. Auf ihrer Grundlage entwickelte Hobbes 1651 seine richtungsweisende Staats- und Gesellschaftstheorie. Der "Krieg aller gegen alle" mündet in eine stets präsente Furcht vor dem gewaltsamen Tod. Sie ist das treibende Motiv dafür, den Naturzustand zu beenden und eine staatliche Macht zu schaffen, die Leben und Eigentum der Bürger schützen kann. Als Verkörperung dieses Staates beschwört Hobbes ein ungeheures Symbol, den Leviathan, über den es in der Bibel heißt, er sei "ein Geschöpf ohne Furcht".

Dem Leviathan kommt gottähnliche Macht auf Erden zu, und Hobbes präferiert offen den autoritären, absoluten Staat. Seine revolutionäre Theorie des Gesellschaftsvertrags bleibt davon aber unberührt. Hobbes führt die staatliche Ordnung allein auf einen Vertrag zwischen gleichen und freien Individuen zurück, und kann damit zu den Begründern einer modernen liberalen Staatsauffassung gezählt werden. Zwar sind Hobbes Thesen damals wie heute so stark umstritten, wie es sonst vielleicht nur noch bei Machiavelli der Fall ist; sein grandioses Meisterwerk der Leviathan zählt aber unangefochten zu den zentralen staatstheoretischen Texten der Neuzeit. Er ist und bleibt ein Schlüsseltext unseres eigenen politisch-philosophischen Selbstverständnisses. --Stephan Fingerle

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Leviathan
OT Leviathan or the Matter, Forme and Power of a Commonwealth Ecclesiasticall and Civil OA 1651 DE 1794 / 95 Form Wissenschaftliche Schrift Bereich Philosophie
Leviathan oder Wesen, Form und Gewalt eines kirchlichen und bürgerlichen Gemeinwesens – so der vollständige Titel – von Thomas Hobbes übte im 17. Jahrhundert einen großen Einfluss auf das Staatsdenken aus, weil der Autor darin mit dem Absolutismus eine monarchische Regierungsform theoretisch begründete, in welcher der Herrscher die unbeschränkte und ungeteilte Staatsgewalt ohne Mitwirkung ständischer Institutionen beansprucht. Die Bedeutung seiner Philosophie besteht außerdem in der Übertragung der mechanistisch-naturwissenschaftlichen Methode auf die Staats- und Gesellschaftslehre.
Entstehung: Das Werk entstand unter dem Eindruck des Machtkampfs zwischen dem englischen König Karl I. (1600–49) und dem sog. Langen Parlament. Nach seiner Bildung 1640 verabschiedete es ein Gesetz, das entgegen aller englischen Verfassungstradition jegliche Vertagung oder Auflösung des Parlaments verbot. 1649 wurde der König nach dem Sieg der Parlamentsheere im Bürgerkrieg zum Tode hingerichtet. Dieses Ereignis veranlasste Hobbes im französischen Exil den Leviathan zu schreiben.
Inhalt: Im Leviathan legt Hobbes seine Vorstellungen über den recht begründeten und recht beherrschten Staat nieder. Er geht dabei von einem Naturzustand aus, in dem das Handeln der Menschen durch den Trieb der Selbsterhaltung und durch Machtgier bestimmt wird. Der daraus resultierende Kampf aller gegen alle kann nur dadurch vermieden werden, dass die Macht auf einen Souverän übertragen wird, der allmächtig sowie keinem anderen Menschen verpflichtet ist und daher allein das Recht bestimmt. Nur für den Fall, dass der Souverän die Ordnung im Staat nicht garantieren kann, räumt Hobbes den Menschen ein Widerstandsrecht ein. Insofern steht der Souverän nur so lange über dem Gesetz, wie er seine umfassende Macht zum gemeinen Wohl verwendet.
Wirkung: Der Leviathan diente zusammen mit den Werken des Staatsrechtslehrers Jean Bodin (1529 / 30?–1596) in weiten Teilen Europas als theoretische Grundlage für den absolutistischen Staat, der sich im 16. Jahrhundert allmählich herauszubilden begann. Der Absolutismus, der sich vom Despotismus und Totalitarismus insofern abhebt, als der Souverän an die Gebote der Religion und das Naturrecht (Stichwort R S. 510) gebunden bleibt, förderte die Entwicklung des modernen säkularisierten Machtstaats.
Allerdings entwickelte sich zur Hobbes’schen Theorie von der Fürstensouveränität im 18. Jahrhundert die Gegenposition von der Volkssouveränität, als deren bedeutendster Theoretiker Jean Jacques R Rousseau gilt. N. H.

Produktinformation

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 683 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 469 Seiten
  • Gleichzeitige Verwendung von Geräten: Keine Einschränkung
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Englisch
  • ASIN: B008H9M1US
  • Text-to-Speech (Vorlesemodus): Aktiviert
  • X-Ray:
  • Word Wise: Aktiviert
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (22 Kundenrezensionen)
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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
84 von 88 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Des Lesers liebstes Missverständnis 25. April 2002
Von A. Bock
Format:Taschenbuch
Auch wer Thomas Hobbes nicht kennt, kennt zumindest einen Satz: Homo homini lupus, dass der Mensch dem Menschen ein Wolf ist. Und dieser hat die Rezeptionsgeschichte, zumindest wenn sie um eine echte Lektüre rum kommen will, seit jeher beeinflusst. Macht er doch ein einfaches Urteil möglich: Hobbes hat ein negatives Menschenbild. Was auch auf der Ankündigung von Amazon zu lesen ist. Hier heißt es, dass für Hobbes der Mensch "kein geselliges, staatsbildendes Wesen, sondern ein Raubtier voller Bosheit und destruktiver Instinkte" ist. Und weiter: "Kein Gesetz, kein staatlicher Zwang hält die Menschen auf, und ihr ungezügelter Selbsterhaltungstrieb führt zwangsläufig zu einem 'Krieg aller gegen alle'."
So einfach macht es Hobbes dem Leser allerdings nicht. Und wer sich die Mühe macht, den "Leviathan" ganz zu lesen, wird feststellen, dass sich die Sache etwas anders darstellt. Hobbes redet zwar keinem liberalen Rechtsstaat das Wort, sondern einem omnipotenten Absolutismus, aber von einem negativen Menschenbild, das alle Menschen zu Tieren auf zwei Beinen macht, fehlt auch jede Spur. Und wer den gern zitierten Satz, der übrigens gar nicht aus dem "Leviathan" stammt, ganz liest, wird dies auch feststellen. Komplett heißt es nämlich: Homo homini lupus, homo homini deus, dass der Mensch dem Menschen auch ein Gott sein kann. Der erste Teil gilt laut Hobbes für den Fall des vorstaatlichen Zustands, der zweite für das Leben der Menschen in einem Staat.
Wer Hobbes verstehen will, muss sich die Mühe machen und ihn lesen (vielleicht auch seine Schriften "De Cive" und "De Homine"). Es lohnt sich, und sei es nur, um festzustellen, was für einen Staat man bestimmt nicht will.
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67 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Eine unvollständige Ausgabe 10. April 2008
Von Malu
Format:Gebundene Ausgabe
Diese Ausgabe ist leider nicht das Buch, was man sich erhofft.
Damit meine ich nicht das Geschriebene an sich, sondern die fehlenden Bücher Hobbes. Das Original besteht aus 4 BÜCHERN:

- Of Man
- Of Commonwealth
- Of a Christian Commonwealth
- Of the Kingdom of Darkness

(Sowohl in Englisch als auch auf Deutsch)
Allerdings birgt diese Ausgabe nur die ersten zwei Teile.
Dazu gibt es jedoch nirgends einen Hinweis.
Somit muss man sich notgedrungen ein neues Buch holen, wo alle Teile drin sind. Denn ein Buch, wo nur Teil 3 und 4 zu lesen sind, existiert nicht.

Über den Inhalt gibt es nichts Negatives zu bemängeln, im Gegenteil es ist sehr gut, wenn auch z.T. sehr anspruchsvoll geschrieben. Sowohl in puncto Formulierung, als auch den Fachbegriffen.

WENN SIE ALSO LEVIATHAN LESEN WOLLEN; (was ich dringendst empfehle) DANN EINE AUSGABE WO AUCH DER KOMPLETTE LEVIATHAN NIEDERGESCHRIEBEN IST!!!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen guter Überblick über die Hobbesforschung! 1. Juni 2000
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Sehr praktisch kommentierter Text ( Marginalien ); in den nachfolgenden background interpretations ist dann häufig (nicht immer )intelligenterweise ein Zeilenvermerk auf diese Marginalien gesetzt; Aufschlussreiche bis wenig detailreiche hobbesche Aufsätze von bspw. Leo Strauss( Kapazität! ) bis R. Tuck & Oakeshott. Im ganzen empfehlenswert, vor allem hinsichtlich des günstigen Preises!
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Übersetzung 24. Januar 2008
Format:Gebundene Ausgabe
Im Vergleich zu der Reclam Version enthält diese Version Übersetzungsschwächen. Zwar ist diese Übersetzung näher am Original, erschwert aber durch teilweise sehr umständliche, im Deutschen unübliche Formulierungen das Textverständnis.
Schade, hätte gerne gespart, werde aber so das teurere Exemplar kaufen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beste Ausgabe derzeit 14. März 2012
Format:Taschenbuch
Zu Hobbes` Werk selbst will ich nichts mehr sagen, denn da wurde schließlich schon genug zu erzählt/geschrieben.
Ich habe lange nach einer kompletten Ausgabe vom "Leviathan" gesucht, weil ich nämlich eine Facharbeit über dieses Buch schreiben musste/wollte und die Reclam Ausgabe jedoch nur die ersten zwei Kapitel enthielt und die Kapitel über den "christlichen Staat", sowie dem "Reich der Finsternis" dort fehlten.
Zwar sind die ersten beiden Kapitel viel maßgebender für Hobbes` Staatstheorie, aber wer wirklich ein umfassendes Bild von Hobbes` Gedankenwelt und seinem Verhältnis zur Kirche haben möchte, kommt an dieser Ausgabe hier nicht vorbei.
Es ist die einzige komplette Übersetzung ins Deuscthe vom "Leviathan" und mit ein bisschen geistiger Konzentration nicht wirklich schwer zu lesen; rundum kann ich nur eine Kaufempfehlung für diese Ausgabe aussprechen.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Tartsch Thomas VINE-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Thomas Hobbes hat mit dem "Leviathan" die moderne politische Theorie- und Ideengeschichte in Form der Vertragstheorien eröffnet.
Ausgehend von seiner pessimistischen Anthropolgie und in Gestalt einer geometrisch-logischen Argumentationskette, nach der der Mensch immer nach dem strebt, was der andere besitzt, beschreibt der den Naturzustand, indem alle Menschen gleich sind.
Diese Gleichheit führt dazu, dass der einzelne ein Recht auf alles hat, womit er im Endeffekt nichts hat, da die ewige Konkurrenz und Gier zum "bellum omnio contra omnes (Krieg jeder gegen jeden)" führt. Damit gilt der Grundsatz "homo homini lupus (Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf)", was zu einem elenden und kurzen Leben führt. Da aber auch "homo homini lepus (Der Mensch ist dem Menschen ein Hase)" gilt, wollen die vernunftbegabten Menschen dem Naturzustand entkommen. Deshalb schließen sie einen (gedachten) Gesellschaftsvertrag, indem alle ihre Rechte an einem Souverän abtreten, der ihnen dafür dreifache Sicherheit garantiert: 1.Schutz vor zwischenmenschlicher Gewalt. 2. Schutz vor einem übermächtigen Staat und 3. Schutz vor den Folgen des Lebens (so soll der Staat arbeitslose Menschen unterstützen, insbesondere indem er Arbeit schafft [Hobbs nennt hier auch die Eroberung fremder Gebiete, was heute "wegfällt"]".
Kann der Souverän diesen Schutz nicht garantieren, besteht das Recht, den Vertrag aufzulösen, womit der Naturzustand wieder eintritt.
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5.0 von 5 Sternen Pflichtlektüre für politische Denker
Der Leviathan des Thomas Hobbes bedarf keiner Einführung. Es gibt schon seit langem kein Lehrbuch über die Geschichte des politischen Denkens, welches an diesem Werk... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Majomie veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen unvollständige Ausgabe
Warum gibt reclam ein Buch heraus, dass nur zwei von vier Teilen enthält? Ich bin enttäuscht und verstehe nun auch den Preis. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Lanas Mama veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen be aware of kind of Politician you are
Very interesting analyse how the acceptable govern should be in that time and today we should not put apart it especially at what is challenging our society regarding the state... Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Rui Marques Pinto veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen ++
Guten Tag, einen Gruß vom anderen Ende der Welt. Leviathan ist ein netter Kerl. Aber sehr exzentrisch. Aber im Grunde wirklich ein netter Kerl.
Vor 12 Monaten von Guenter Kregel veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Fast 2 Wochen auf das Produkt gewartet
Es stößt mir sehr auf, wenn ich mich über das Internet ein Produkt bestelle und ich ewig darauf warten muss! Ich habe es mir vor 2 Wochen bestellt! Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Aline Pflug veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen beeindruckend
vorangestellt vielleicht zwei Bemerkungen:

Erstens: bei dieser Reclam-Ausgabe handelt es sich nur um die ersten beiden Teile (vom Menschen/vom Staat) des Leviathan. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Februar 2013 von Günther Sammer
2.0 von 5 Sternen Wenn diese schlechte Verarbeitung nicht wäre...
Inhaltlich will ich gar nicht erst darauf eingehen, denn Hobbes ist Hobbes und daran gibt es nichts zu Rütteln. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. März 2012 von Luntara
5.0 von 5 Sternen Ein Klassiker der politischen Ideengeschichte.
Thomas Hobbes sieht den absoluten Souverän als Mittel zur Überwindung des kriegerischen Naturzustandes. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. August 2009 von Cassydee
4.0 von 5 Sternen Hobbes als Vorreiter der modernen Demokratie!?
Hobbes sah den Menschen als ein Raubtier, dass die verhängnisvolle Fähigkeit hatte, in die Zukunft zu denken, was ihn von allen anderen Tieren unterschied! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Juni 2009 von Jansen, Hans-Willy
5.0 von 5 Sternen Meilenstein der Staatsphilosophie
Thomas Hobbes beschreibt den Menschen als ein nach Macht strebendes Raubtier. Dieses Machtstreben bezeichnet er als Naturzustand, der einen "Krieg aller gegen alle"... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Februar 2009 von Historienfreak
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