...und das im wahrsten Sinne des Wortes. Wir erinnern uns: am Ende der ersten Staffel flog nicht nur das Leverage Hauptquartier in Los Angeles in die Luft, auch das Team ging wieder getrennte Wege. Nun versucht Nathan wieder in seinen ursprünglichen Beruf zurückzukehren, doch noch in den ersten Minuten im Großraumbüro muss er feststellen, dass er nicht mehr dorthin gehört. Und so ist kurze Zeit später wieder das gesamte Team zusammen, um in bester "Robin Hood"-Manier den Unterdrückten zu helfen. Klingt nach der ersten Staffel? Ganz und gar nicht. Vielleicht noch in der Art und Weise, wie die Cons begangen werden, doch hinter den Kulissen hat sich einiges verändert und tut es auch weiterhin. So muss das Team ab Folge 8 ohne Sophie auskommen, die sich in einer gröberen Krise befindet. Als Ersatz kommt Tara Cole, doch die anderen werden nicht so richtig warm mit ihr, am wenigsten Nathan. Der muss sich aber auch damit abfinden, dass sich Eliot, Parker, Hardison, Sophie und auch Tara wiederholt (und vor allem ungefragt) in sein Leben einmischen und ihn vor allem vom Alkohol abhalten wollen. Aber keiner von ihnen rechnet mit dem Schachzug, mit dem Nathan die zweite Staffel beendet.
Explosiv wie immer, persönlich wie nie: Auf diesen Nenner kann man die zweite Staffel von LEVERAGE bringen. Fast jeder der neuen Fälle ist nicht nur ein weiterer Kampf der fünf gegen Ungerechtigkeiten und üble Machenschaften, es bringt auch immer mehr Licht in die Persönlichkeiten. So erfahren wir von einer schrecklichen Kindheitserfahrung von Parker ("The Future Job"), bekommen zu sehen, was passiert, wenn ein Trickbetrüger einen "Berufskollegen" trifft ("The Two Live Crew Job") und erleben, dass der Hitter der Truppe, Eliot Spencer, wie ich finde zu Unrecht von den meisten unterschätzt wird. Natürlich dürfen Jim Sterling, Erznemesis von Nathan, und Maggie, Nathans Ex-Frau, nicht fehlen.
Zur DVD: die Folgen sind in Englisch mit englischem Untertitel, dazu gibt es noch ein paar Einblicke hinter die Kulissen, entfallene Szenen und, wie schon auf der Season-1-Box, Audiokommentare zu fast allen Episoden. Etwas, dass in der deutschen Ausgabe der Season 1 ja leider gefehlt hat.
Zum Schluss noch ein Anspieltipp: "The Tap Out Job" (Folge 2). Eine einzige Eliot Spencer One-Man-Show, und das von der ersten bis zur letzten Sekunde.
Mein Resümée: Kriminell sein war noch nie so elegant, actionreich, witzig und genugtuend wie mit dem Team von LEVERAGE. Unbedingt kaufen!