Leuchttürme üben von je her auf Seeleute und "Landratten" gleichermaßen eine Faszination aus. Sie stehen für Sicherheit und Heimathafen aber auch für Fernweh und das Gefühl unendlicher Weite. Der als schlichtes "Seezeichen" bezeichnete Leuchtturm soll "eine weit sichtbare Tagesmarke sein, zum anderen weist sein warnendes Licht in der Nacht den auf See befindlichen Fahrzeugen den Weg", schreiben die Autoren Reinhard Scheiblich und Hans Helge Staack in der Einleitung zu ihrem beachtenswerten "Leuchttürme Lexikon". Das Kompendium, das erstmals alle Begriffe rund um die Leuchtfeuer von A wie Alarmglocke bis Z wie Zündflamme erklärt, "ist kein Nachschlagewerk für den Seezeichen-Experten. Es ist geschrieben für den Freund maritimer Nostalgie, den Technik- und Geschichtsinteressierten, den Strandgänger, der plötzlich vor einem dieser schönen Bauten steht und sich der Faszination "Leuchttürme" nicht entziehen kann", so das Autorenduo weiter. Gleichzeitig beleuchtet das gelungene Nachschlagewerk die Geschichte der Leuchttürme von der Antike bis heute und beschreibt markante Seezeichen und Feuerschiffe an den deutschen Küsten, Flussufern und am Bodensee sowie ausgewählte Türme in Europa.
Aufgebaut ist das "Leuchttürme Lexikon" wie ein richtiges Nachschlagewerk, alphabetisch geordnet und mit vielen Querverweisen versehen. Doch die Erklärungen der über 300 Stichworte sind deutlich ausführlicher als die eines Lexikons. Teilweise über mehrere Seiten gehend, wie das Stichwort "Leuchtfeuerwärter" - denn der Begriff "Leuchtturmwärter" ist umgangssprachlich -, erfährt der Leser alles Wissenswerte rund um die lebensrettenden Bauwerke. Zahleiche informative Fotos, überwiegend von beiden Autoren gemacht, und zum Teil historische Abbildungen verdeutlichen das Gelesene. Überaus praktisch ist auch das handliche Format: So passt das "Leuchttürme Lexikon" nicht nur in jede Segeljacke, sondern kann auch bei Spaziergängen am Meer in die Tasche gesteckt werden.
Erleuchtung garantiert: Das "Leuchttürme Lexikon" setzt ein Zeichen unter den maritimen Nachschlagewerken!
(c) Steffani Lehmann von Literaturtipp.com