Eric ist im Maintal aufgewachsen und lebt nun in London. Dort betreibt er mit Helen einen avantgardistischen Friseursalon der seine Kunden Members nennt. Dort werden Parties gefeiert auf denen es die Frisur des Monats gibt und es wird meistens über Bea geredet. Bea ist ein Phantom, ein Street-Artist, die ihre Botschaften auf Häuserwänden hinterlässt, denen die Member entgegenfiebern. Eingestreut in diese Erzählebene ist das Skript, an dem Helen arbeitet.
Leif Randt zeichnet ein Portrait, dessen Protagonisten sich als Avantgard bezeichnen, sich als stilprägend und überlegen fühlen aber zu tiefst zerbrechlich und unsicher sind. Zwischen dem Phantom Bea, Eric und Helen entwickelt sich eine eine Spannung, eine Liebesgeschichte, immer wieder von eingestreuten Kapiteln aus dem Skript unterbrochen. Dadurch ensteht eine ungewohnter und vielleicht auch gewöhnungsbedürftiger Lesefluss. Es handelt sich jedoch um ein Debütroman, der auf verschiedenen Ebenen funktioniert und neben seinem spannenden Setting auch durch eine kreative Sprache überzeugt.
Ein spannendes Buch. Mich persönlich haben die eingestreuten Auszüge aus dem Skript zu sehr von der Geschichte von Eric, Helen und Bea abgelenkt. Aber auch das Skript steckt voller Ideen und funktioniert auch für sich allein. Ein tolles Debüt.