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Letztes Lexikon: Mit einem Essay zur Epoche der Enzyklopädien
 
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Letztes Lexikon: Mit einem Essay zur Epoche der Enzyklopädien [Gebundene Ausgabe]

Werner Bartens , Martin Halter , Rudolf Walther
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Rezensenten-Killerfrage: Wäre die Welt ärmer, wenn es dieses Buch nicht gäbe? Killerantwort: Die Welt wäre das keineswegs. Ende der Rezension. Ganz so einfach ist es aber nicht. Denn da gibt es ja noch den schwer bestimmbaren Mehrwert des zweckfrei Schönen. Und der ist hier besonders hoch. Als Inbegriff der Bücherschönheit auf dem deutschen Buchmarkt darf Die andere Bibliothek gelten. Der vorliegende Band mit dem herrlich nostalgischen, alte Buntpapiere zitierenden Einband und mit einer an Enzyklopädien des 19. Jahrhunderts angelehnten Typografie gehört ganz ohne Zweifel zu den ansehnlichsten Veröffentlichungen.

Die von Enzensberger gegründete Reihe hat nicht nur schöne, sondern auch viele wichtige Bücher hervorgebracht, wie Gabriele Goettles Die Ärmsten! (Enzensberger hat denn ja auch seinen Frankfurter Preis unter Lobreden an diese Autorin weiter gereicht). Das vorliegende Buch ist schön, auch unterhaltsam, leidet aber unter einer gewissen intellektuellen Bescheidenheit.

Die Verfasser haben es beim Kuriositätensammeln belassen. Schmunzelware aus alten und neuen Lexika. Aber wenn zum Stichwort "Domina" nur angemerkt wird, dass der Brockhaus vor 100 Jahren allein die Äbtissin verzeichnet, während heute eben auch jene Dame vorkommt, "die an einem Masochisten sadistische Handlungen vollzieht", bleibt der Erkenntnisgewinn bescheiden. Schade. Die Geschichte der Wissensorganisation in Nachschlagewerken ist, wie wir spätestens seit Foucault wissen, ein überaus spannendes Thema. --Michael Winteroll

Kurzbeschreibung

Das halblederne Mammut im bürgerlichen Wohnzimmer ist so gut wie ausgestorben. Kaum jemand stellt sich heute noch die 25 Bände eines Lexikons ins Regal. Ein Mausklick genügt, und schon rieselt ein Haufen von Informationen auf den Bildschirm. Unser Wissen kennt keinen Kanon mehr, nur noch Bits und Bytes - Zeit
für einen Rückblick auf das, was einst Bildung hieß.
"Das Letzte Lexikon ist der Reader's Digest, das lebendige Poesiealbum und der nostalgische Abgesang auf ein großes literarisches Genre", schreiben die drei Autoren, die ironisch, doch ohne Häme und Besserwisserei einen riesigen Bücherberg durchstöbert haben. Noch einmal führen sie uns die nützlichen Handreichungen und die ideologischen Verirrungen einer 250jährigen Tradition vor
Augen. Martin Halter tummelte sich im Ozean der Hoch- und der Alltagskultur, Walter Bartens taute die eingefrorenen Wissensbestände von Medizin, Technik und Naturwissenschaften auf, und Rudolf Walther fischte in den trüben Gewässern der Poli tik; ab und zu steigen auch Luftblasen aus Sport, Sexualität oder Theologie auf.
Wer hätte nicht als Kind in einem alten "Konversations-Lexikon" geschmökert? Bunt und komisch, nüchtern und phantastisch wie auf den knisternden Tafeln, aus denen Max Ernst seine Collagen schuf, zeigt sich der Trümmerhaufen des vergangenen Wissens - ein rührendes und melancholisches Memento mori unserer Weltkenntnis.

Über den Autor

Werner Bartens, geboren 1966, studierte in Freiburg, Montpellier und Washington, D. C., Geschichte, Germanistik und Medizin und promovierte über den Einfluss der Gene auf den vorzeitigen Herzinfarkt. Von 1992 bis 1996 arbeitete er als Arzt sowie in der Forschung an den National Institutes of Health in Bethesda (USA) und am Max-Planck-Institut für Immunbiologie in Freiburg.
Bartens veröffentlichte mehrere Bücher. Er ist seit 1997 als Wissenschaftsjournalist tätig und schreibt für verschiedene Zeitungen.Rudolf Walther geht auf seinen 80. Geburtstag zu, als er seine Lebenserinnerungen niederschreibt - immer mal ein paar Seiten, da er fürs Schreiben kaum Zeit findet. Denn voller Tatendrang managt er noch immer zehn Firmen in Deutschland, Spanien, Ungarn und Serbien und dazu die Kinderdörfer in Rumänien, Bosnien und Guatemala mit insgesamt rund 850 Mitarbeitern.
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