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Letztes Lexikon: Mit einem Essay zur Epoche der Enzyklopädien
 
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Letztes Lexikon: Mit einem Essay zur Epoche der Enzyklopädien [Gebundene Ausgabe]

Werner Bartens , Martin Halter , Rudolf Walther
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 327 Seiten
  • Verlag: Eichborn (April 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3821845120
  • ISBN-13: 978-3821845128
  • Größe und/oder Gewicht: 21,9 x 12,6 x 2,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 258.966 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Rezensenten-Killerfrage: Wäre die Welt ärmer, wenn es dieses Buch nicht gäbe? Killerantwort: Die Welt wäre das keineswegs. Ende der Rezension. Ganz so einfach ist es aber nicht. Denn da gibt es ja noch den schwer bestimmbaren Mehrwert des zweckfrei Schönen. Und der ist hier besonders hoch. Als Inbegriff der Bücherschönheit auf dem deutschen Buchmarkt darf Die andere Bibliothek gelten. Der vorliegende Band mit dem herrlich nostalgischen, alte Buntpapiere zitierenden Einband und mit einer an Enzyklopädien des 19. Jahrhunderts angelehnten Typografie gehört ganz ohne Zweifel zu den ansehnlichsten Veröffentlichungen.

Die von Enzensberger gegründete Reihe hat nicht nur schöne, sondern auch viele wichtige Bücher hervorgebracht, wie Gabriele Goettles Die Ärmsten! (Enzensberger hat denn ja auch seinen Frankfurter Preis unter Lobreden an diese Autorin weiter gereicht). Das vorliegende Buch ist schön, auch unterhaltsam, leidet aber unter einer gewissen intellektuellen Bescheidenheit.

Die Verfasser haben es beim Kuriositätensammeln belassen. Schmunzelware aus alten und neuen Lexika. Aber wenn zum Stichwort "Domina" nur angemerkt wird, dass der Brockhaus vor 100 Jahren allein die Äbtissin verzeichnet, während heute eben auch jene Dame vorkommt, "die an einem Masochisten sadistische Handlungen vollzieht", bleibt der Erkenntnisgewinn bescheiden. Schade. Die Geschichte der Wissensorganisation in Nachschlagewerken ist, wie wir spätestens seit Foucault wissen, ein überaus spannendes Thema. --Michael Winteroll

Kurzbeschreibung

Das halblederne Mammut im bürgerlichen Wohnzimmer ist so gut wie ausgestorben. Kaum jemand stellt sich heute noch die 25 Bände eines Lexikons ins Regal. Ein Mausklick genügt, und schon rieselt ein Haufen von Informationen auf den Bildschirm. Unser Wissen kennt keinen Kanon mehr, nur noch Bits und Bytes - Zeit
für einen Rückblick auf das, was einst Bildung hieß.
"Das Letzte Lexikon ist der Reader's Digest, das lebendige Poesiealbum und der nostalgische Abgesang auf ein großes literarisches Genre", schreiben die drei Autoren, die ironisch, doch ohne Häme und Besserwisserei einen riesigen Bücherberg durchstöbert haben. Noch einmal führen sie uns die nützlichen Handreichungen und die ideologischen Verirrungen einer 250jährigen Tradition vor
Augen. Martin Halter tummelte sich im Ozean der Hoch- und der Alltagskultur, Walter Bartens taute die eingefrorenen Wissensbestände von Medizin, Technik und Naturwissenschaften auf, und Rudolf Walther fischte in den trüben Gewässern der Poli tik; ab und zu steigen auch Luftblasen aus Sport, Sexualität oder Theologie auf.
Wer hätte nicht als Kind in einem alten "Konversations-Lexikon" geschmökert? Bunt und komisch, nüchtern und phantastisch wie auf den knisternden Tafeln, aus denen Max Ernst seine Collagen schuf, zeigt sich der Trümmerhaufen des vergangenen Wissens - ein rührendes und melancholisches Memento mori unserer Weltkenntnis.

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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen mehr als nur ein Lexikon, 7. Mai 2002
Rezension bezieht sich auf: Letztes Lexikon: Mit einem Essay zur Epoche der Enzyklopädien (Gebundene Ausgabe)
wer gerne in Lexika blättert, der hat hier eine facettenreiche und unterhaltsame Variante gefunden, wem ein Lexikon zu schulmeisterhaft, langweilig oder kompliziert ist, der entdeckt mit dieser Zusammenstellung aus zwei Jahrhunderten deutscher Begriffsgeschichte einen völlig neuen Zugang zum Genre: Überraschendes, längst Vergessenes mal amüsant, mal mit einem kurzen Atemstocken kommentiert.
Ein geradezu nicht enden wollender Lesespaß, den man auch gerne zu zweit oder dritt in gemütlicher Runde genießen mag. Ápropos Gemütlichkeit, unter dem Stichwort Bayern verrät uns das "Letzte Lexikon" folgendes: Bayern lieben Gemächlichkeit, Gemütlichkeit, und Bier und haben daher weniger "Trieb zu Speculation und ernsterem, wissenschaftlichem Streben" als etwa die Preußen. Die Frauen sind "in der Regel schön, frisch, von runden, kräftigen Formen, dunklem Haar und feurigen Augen, lebenslustig und liebreich" und bilden damit den "Übergang von den blassen, blonden, schmachtenden Norddeutschen zu den braunen, feurigen Italienierinnen" (Damen-Conversationslexikon 1835)
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0 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Definitionen im Wandel der Zeit, 29. März 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Letztes Lexikon: Mit einem Essay zur Epoche der Enzyklopädien (Gebundene Ausgabe)
Das Lexikon hat in der Zeit des Internet schon fast ausgedient - oder doch nicht? Alle Infos sind im Netz abrufbar - ist das Lexikon da nur ein schönes Buch für das Wohnzimmerregal?
SICHER NICHT! Das "Letzte Lexikon" wird nicht das letzte Lexikon sein. Definitionen wandeln sich, neue Bedeutungen und neue Begriffe kommen hinzu. - Dies wollen wir in echten Lexika lesen und nicht online auf dem Bildschirm.
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