Bereits recht früh beim Lesen war ich in der Versuchung, bis ans Ende vorzublättern, um mir die allfällige Krimi-Frage "Whodunit?" vorzeitig beantworten zu lassen. Und dies nicht etwa, weil ich es vor Spannung nicht mehr ausgehalten hätte, sondern um mir das Buch nicht ganze 200 Seiten lang antun zu müssen. Die verworrene Handlungsführung wird eigentlich nur noch unterboten von einem Schreibstil, den jeder durchschnittlich begabte Teilnehmer an einem Wochenend-Seminar "Schreiben leicht gemacht" locker toppen könnte.
Nun kann bei einem schwachen Original natürlich auch der beste Übersetzer nichts mehr rausreißen. Trotzdem sollte sich dieser doch anstandshalber bemühen, für sein Geld wenigstens grammatikalische Fehler zu vermeiden.
Ich weiß nicht, ob es den "Xenos Verlag", bei dem das Buch in den 70er Jahren erschienen ist, heute noch gibt. Falls nicht, habe ich angesichts dieses Romans eine Idee, woran das liegen könnte. Eigentlich eine Frechheit, so etwas überhaupt auf den Markt zu bringen ... und sei es auch nur für eine Klientel, die sich an Bahnhofsbuchhandlungen oder in Supermärkten bedient und auf leichte Unterhaltung aus ist.