Mit "Letzte Zuflucht Schanghai" ist Stefan Schomann ein gelungenes Buch über Juden in Shanghai geglückt. Das Buch ist kein Roman --- aber atmosphärisch, detailreich und sprachlich brillant geschrieben.
Das Buch erzählt nicht nur die Geschichte zweier Liebenden. Man erfährt viel über die unruhige Zeit in Wien, in Ningpo und über das Leben in Shanghai. Dies sicherlich auch dank des glücklichen Umstandes, daß Herr Sokal und Frau Yang beide noch am Leben sind und sich über ein dreiviertel Jahr mit dem Autoren intensiv ausgetauscht haben.
Der Leser braucht kein spezielles Wissen über China oder die Juden in China zu haben, um in dieses ungewöhnliche Buch eintauchen zu können. Ich, geboren in Shanghai, bin jedenfalls auf meine Kosten gekommen.Ich erfahre nicht nur vieles über Juden in Shanghai. In diesem Buch war das Shanghai der 1930/40er lebendig. Lese ich das Buch, bin ich wieder in meiner geliebten Heimatstadt.