Für den Autor steht die Art und Arterhaltung im Vordergund, nicht das Individuum und auch Tötungen werden an dieser Stelle akzeptiert, wenn sie der Arterhaltung dienen. Für 500 Jahre soll geplant werden, bis dato hätte sich die Menschheit vermutlich reduziert....
Ich habe dieses Buch gelesen, weil es mich interessiert hat, wie die Auswilderung von in Menschenhand aufgezogener "Exemplare" aussehen soll, konnte aber keine konstruktiven Vorschläge finden.
Auch das triste und oft nicht artgerechte Leben im Zoo für das gefangengene und stets begaffte Individuum wurde nicht berücksichtigt. Wie soll sich denn ein psychisch angeschlagenes und stets dem Menschen ausgeliefertes bzw. auf Versorgung angewiesenes Lebewesen später in der Wildniss zurechtfinden?
Und wie sieht diese Wildniss dann aus? Wie können denn Grundlagen geschaffen werden um eine Wiederansiedelung zu bewerkstelligen, wenn die Ökosysteme nicht mehr im Gleichklang sind?
Wäre es nicht besser, wenn wir direkt jetzt anfangen würden, für unseren Planeten und seine Bewohner einzustehen und aufhörten die natürlichen Habitate zu zerstören? Leider wurde dieser Ansatz im Buch nicht aufgegriffen... und auch Vorschläge für Projekte, wie beispielsweise das fabelhafte Orang-Utan Projekt von Vier Pfoten (BOS) konnte ich nicht finden.