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Letzte Worte: Hrsg. von Jörg Magenau [Gebundene Ausgabe]

Jörg Magenau , Ernst Jünger
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

23. April 2013
»Diese letzten Worte als Sammlung gleichen einer Sammlung von Irrtümern und ungenauer Überlieferung«, notierte Ernst Jünger auf einer Karteikarte. Seine Sammlung betrachtete er als ein Mosaik, »dessen Steinchen zwar zufällig geformt sind, doch dessen Ganzes ein Bild ergibt.« Die letzten Worte waren daher auch dann für ihn von Interesse, wenn sie den Toten von den Hinterbliebenen zugeschrieben oder in den Mund gelegt wurden. Diesen Kanon der Toten hat Jünger zeitlebens gesammelt oder sich von Freunden in Form von vorgedruckten Postkarten zuschicken lassen. Nun wird diese Sammlung erstmals in einer Auswahl des Jünger-Kenners Jörg Magenau in einem bibliophilen Band herausgegeben.

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Letzte Worte: Hrsg. von Jörg Magenau + Brüder unterm Sternenzelt - Friedrich Georg und Ernst Jünger: Eine Biographie
Preis für beide: EUR 45,90

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 245 Seiten
  • Verlag: Klett-Cotta; Auflage: 2., Aufl. (23. April 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3608939490
  • ISBN-13: 978-3608939491
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 11,6 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 359.898 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Ernst Jünger, am 29. März 1895 in Heidelberg geboren. 1901–1912 Schüler in Hannover, Schwarzenberg, Braunschweig u. a. 1913 Flucht in die Fremdenlegion, nach sechs Wochen auf Intervention des Vaters entlassen 1914–1918 Kriegsfreiwilliger 1918 Verleihung des Ordens »Pour le Mérite«. 1919–1923 Dienst in der Reichswehr. Veröffentlichung seines Erstlings »In Stahlgewittern«. Studium in Leipzig, 1927 Übersiedlung nach Berlin. Mitarbeit an politischen und literarischen Zeitschriften. 1936–1938 Reisen nach Brasilien und Marokko. »Afrikanische Spiele« und »Das Abenteuerliche Herz«. Übersiedlung nach Überlingen. 1939–1941 im Stab des Militärbefehlshabers Frankreich. 1944 Rückkehr Jüngers aus Paris nach Kirchhorst. 1946–1947 »Der Friede«. 1950 Übersiedlung nach Wilflingen. 1965 Abschluß der zehnbändigen »Werke«. 1966–1981 Reisen. Schiller-Gedächtnispreis. 1982 Goethe-Preis der Stadt Frankfurt/Main.1988 Mit Bundeskanzler Kohl bei den Feierlichkeiten des 25. Jahrestags des Deutsch-Französischen Vertrags. 1993 Mitterrand und Kohl in Wilflingen. 1998 Ernst Jünger stirbt in Riedlingen.

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Kundenrezensionen

4.2 von 5 Sternen
4.2 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Jüngers zweites Hobby 24. April 2013
Verifizierter Kauf
Zunächst empfehle ich das Nachwort von Jörg Magenau lesen. Es ist eine gute Einführung in das Thema der "letzten Worte" und beleuchtet gleichzeitig Jüngers Herangehensweise an seine Zitatensammlung. Auch die Fragment gebliebene "Einleitung" Jüngers sagt einiges zum Thema aus. Die Zitate selbst sind mit allem Vorbehalt zu lesen. Es sind einige interessante Zitate dabei. Im wesentlichen gehen die Zitate aber nicht über die allgemein bekannten Zitate hinaus.
Das Buch selbst ist bibliophil schön gestaltet. Einband, Lesebändchen und die Reproduktionen von Jüngers Karteikarten geben dem Buch einen besonderen Flair. Sicher nicht ein Buch für "Jedermann", aber ich denke es wird seine Leser finden.
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich sehe was, was du nicht siehst 4. Mai 2013
Sammlungen letzter Worte sind seit dem späten neunzehnten Jahrhundert populär. Sie sind ein spätes Kind des Historismus. Man hofft auf eine Sentenz, mit der sich der Abtretende verabschiedet und die sein Leben in einem Satz zusammenfaßt. Zugleich erhofft man sich eine Mauerschau. Der Verscheidende ist uns bereits einen Schritt voraus, schaut bereits um die nächste Ecke, und wir sind darauf aus, von ihm zu hören, was er da sieht.

Letzte Worte dienen den Zurückbleibenden dazu, ihre Angst zu besänftigen. So gern wir hören, wenn jemand im Moment des Todes Licht oder schöne Auen sieht, so sehr erschreckt uns der Schrecken eines Sterbenden. Substantielle Aussagen über eine Jenseitswelt sind trotz aller Sammlungen Letzter Worte nicht bekannt geworden. Dagegen werden banale Äußerungen gern eschatologisch gedeutet. Beispiel hiefür ist Goethes vielzitiertes »Mehr Licht!«

Ernst Jünger schlägt die Einordnung Letzter Worte in Vorschau und Rückschau vor. Leider muß man feststellen, daß alle Letzten Worte Rückschau sind, auch dann, wenn sie Vorschau zu sein scheinen. Ebensowenig wie einem Gläubigen der Heilige einer fremden Religion erscheint, kann man bei der Lektüre einer solchen Sammlung einen Dreh im Moment des Todes finden, eine völlige Neuorientierung; im Gegenteil: In der Regel sind isb. Naturforscher und Mathematiker bis zum letzten Moment im Dienst, auch die Letzten Äußerungen von Königen und Helden sind immer ein Ergebnis des Lebens, das sie geführt haben.

Jünger war nicht frei von schizotypischen Zügen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sterbeworte und Sterbenswörtchen 23. Juni 2014
Von Rezi-Tante TOP 500 REZENSENT
Unter den letzten Worten versteht man das, was ein Mensch im Angesicht seines Todes der Nachwelt als Quintessenz seines Lebens hinterlässt - oder was er, vom Sterben geradezu überrascht, noch mitteilt. Gut überlegte Worte also oder ein flüchtiger letzter Eindruck - alles ist möglich in dieser Kategorie und wer von diesen Worten erfährt, versucht einen Sinn darin zu entdecken, der tiefer geht als : mach mal Licht an, ist dunkel.

Wohl in allen Menschen ist diese besondere Ehr-Furcht vor diesem Augenblick und in fast jedem wenigstens ein klitzekleines Quent Hoffnung auf mehr - durchaus ein Grund sich damit zu beschäftigen, auch wenn Ernst Jünger diese Sammlung mit seiner Neigung für skurrile Beschäftigungen und Grenzgänge begründet hat.

Ernst Jünger sammelte und kommentierte die überlieferten letzten Worte von Sterbenden auf Karteikarten in der Absicht, den Autor der letzten Worte, ebendiese und die Quelle dieser Information darauf festzuhalten. Eine Auswahl dieser Sammlung zeigt dieses ansprechend gestaltete Buch mit erläuternden Nachwort des Herausgebers Jörg Magenau.
Es ist kein Buch zum schnellen Genuss und Verbrauch, es ist ein Buch das einen ab einem bestimmten Alter den Rest des Lebens begleiten kann. Ich hatte es zum Geburtstag geschenkt bekommen und schätze es nun - nach anfänglichem Stutzen über dieses Geschenk - sehr.
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0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Letzte Worte 26. Januar 2014
Von Ingrid P.
Verifizierter Kauf
Das Buch ist recht interessant, aber das Cover absolut irreführend. Es drängt sich der Verdacht auf, dass dies Absicht bzw. Verkaufsstrategie sein soll.
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