Es ist wieder eine typische John Irving Geschichte, wobei es diesmal sehr viele Handlungsstränge sind, (Evtl. sogar zuviele?), die zum Teil doch eher für Verwirrung als für Spass sorgen.
Doch einmal in der Handlung lesend, hat man wieder das schöne Irving-Gefühl, dass man ja so sehr liebt und darum auch seine Bücher verfolgt. Auch an seine Überlängen hat sich der fortgeschrittene Irving-Leser schon lange gewöhnt und ist kein Grund für Trübsal, im Gegenteil, die Protagonisten bleiben einem länger erhalten.
Viele klagen über die Story und die Zusammenhänge, auch ist es vielen zu wenig tief und ja es unterscheidet sich halt von Owen Meany oder von Garp. Wollen wir denn immer den gleichen Roman einfach mit einem anderen Titel lesen, oder wollen wir verschiedene Bücher?
Ich denke das Zweite trifft zu und deshalb kann man diesen Wälzer auch nicht mit den anderen vergleichen.
Auch hat sich die Erde, wie auch John Irving im Laufe der Jahre geändert, was mich persönlich nicht stört.
Bin extra nicht zu tief auf die Story eingegangen, denke man sollte auch gewisse Rezensionen, die schon das ganze Buch verraten, löschen oder freundlich darauf hinweisen, das es nicht um das Erzählen der Story geht, sondern um die eigene Meinung des Gelesenen.
Wenn John Irving weiter so schreibt wie im Stil von Until i find you und jetzt auch wieder in Twisted River, dann freue ich mich auf hoffentlich noch weitere Bücher von ihm. Auch die politischen Inputs die heute mehr als früher erwähnt werden stören mich in keinster Weise.
Darum 4 Sterne von mir, weil es für mich als Fan von Gottes Werk und Teufels Beitrag, fast nichts besseres als eben dieses Buch von ihm geben kann.