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Letzte Diagnose.
 
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Letzte Diagnose. [Taschenbuch]

Arthur Hailey
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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Ullstein Taschenbuchvlg., (1978)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548027849
  • ISBN-13: 978-3548027845
  • ASIN: B0023TYRRS
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.849.398 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
Von Valentine TOP 1000 REZENSENT
Format:Broschiert
Das Three Counties Hospital ist ein unbedeutendes Kleinstadtkrankenhaus, das die neuen, jungen Mitglieder des Verwaltungsrates aus der Zweitklassigkeit holen möchte, um mehr Ansehen und besseres Personal zu bekommen. Der Grundstein dafür ist gelegt mit der Einstellung eines dynamischen Verwaltungsdirektors und einiger hervorragender jüngerer Ärzte, doch gibt es immer noch viele vom alten Schlag", die auf ihren veralteten Ansichten beharren und um ihre Pfründe fürchten.

Besonderer Problempunkt ist die pathologische Abteilung. Deren Leiter, Joe Pearson, ist seit Jahrzehnten im Dienst, stets im Einsatz, aber wissenschaftlich und organisatorisch alles andere als auf dem neuesten Stand. Die Beschwerden über lange Wartezeiten auf Befunde häufen sich, und während die Verwaltung über die Einstellung eines zusätzlichen Pathologen und eine umfassende Neuordnung des Bereiches nachdenkt, ist eine harte Konfrontation mit Pearson vorprogrammiert.

Währenddessen wartet der junge Laborassistent John Alexander sehnlich auf sein zweites Kind, nachdem das erste mit nur einem Monat gestorben ist, verliebt sich eine Lernschwester in einen jungen Assistenzarzt, bahnt sich eine Romanze zwischen zwei weiteren Ärzten an, finden die gefürchteten Sterbefallbesprechungen statt - das Leben im Krankenhaus geht seinen ganz normalen Gang.

Vieles in diesem Krankenhaus von 1959 erscheint aus heutiger Sicht unglaublich veraltet, doch das Menschliche und Allzumenschliche dürfte sich kaum verändert haben. Alteingesessene, die um ihr Prestige und ihren Posten fürchten, Neulinge, die mit Schwung und Ehrgeiz etwas bewegen wollen, schwierige ethische und diagnostische Fragen und die Notwendigkeit, drängende Probleme in den Griff zu bekommen, prägen auch heute noch den Alltag in den Krankenhäusern, weswegen der Roman sich auch heute noch gut lesen lässt. Der Vergleich der Gegebenheiten zwischen damals und jetzt ist außerdem durchaus interessant.

Anfangs ist es schwierig, angesichts der zahlreichen Namen den Überblick zu behalten, die kurz eingeführt werden, aber zunächst kein Gesicht" bekommen, mit der Zeit gewinnt man jedoch den nötigen Einblick und nimmt Anteil an den Freuden und Sorgen, besonders bei dem werdenden Vater John Alexander und der Schwesternschülerin, die eine besorgniserregende Diagnose erhält.

Kein Krankenhauskitsch, sondern ein detailreicher Blick hinter die Kulissen, bei dem weniger die Patienten als die inneren Abläufe und das Zwischenmenschliche beim Personal im Vordergrund stehen.
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Format:Broschiert
George Bernhard Shaw: „Heute, da der Arzt an die Stelle des Priesters getreten ist und dank des blinden Glaubens an ihn, der den weitaus kritischeren Glauben an den Pfarrer abgelöst hat, ... Unsere Leichtgläubigkeit ist krasser als die des Mittelalters, weil der Priester kein so unmittelbares finanzielles Interesse an unseren Sünden hatte wie der Arzt an unseren Krankheiten." Arthur Hailey hat mit seinen Buch „Letzte Diagnose" wieder ein packendes und für alle Menschen gleichermaßen interessantes Thema beleuchtet. Schließlich wird ja jeder einmal krank und nichts ist wichtiger als der Glaube an den Arzt, dass er für unserer Krankheit die richtige Therapie verordnet. Mediziner erfinden Untersuchungen, vertuschen Behandlungsfehler und bei der Ärztekammer häufen sich die Beschwerden. Vor allem Beschwerden über ärztliches Fehlverhalten, das keinen materiellen Schaden zur Folge hat, sind in der Regel aussichtslos - auch dann, wenn sich Patienten in ihrer Würde verletzt fühlen. Das Klima ist rauh geworden zwischen Ärzten und Patienten. Fehldiagnosen werden nie ganz zu vermeiden sein, denn die moderne Medizin ist immer komplexer geworden und die Ärzte sind Menschen. Menschen, wie jeder anderer, mit Ängsten und Leidenschaften, Hoffnungen und Schwächen auf der Suche nach Glück und Erfolg und diese Menschen machen Fehler. Arthur Hailey hat, wie immer mit seiner Leidenschaft für Details eines der hochaktuellsten Themen unserer Zeit angepackt - das Geschäft mit der Gesundheit. Besonders für die Krebserkennung ist es wichtig, dass ein Pathologe die richtigen Diagnosen stellt. Der alternder Pathologe stellt aber immer häufiger die falschen Diagnosen. Normalerweise hackt die eine Krähe der anderen nicht die Augen aus. Aber die Fehldiagnosen nehmen überhand und sein vorgesehen Nachfolger, ein junger, tatkräftiger Arzt, drängt ihn, doch in Pension zu gehen. Der Schlagabtausch beginnt und die Patienten stehen zwischen den beiden Ärzten und sind die Dummen. Hailey hat sehr realistisch das Arztmilieu geschildert. Für mich war das Buch sehr langatmig und unergiebig. Das Ende war vorhersehbar und die „Letzte Diagnose" entspricht nicht dem gewohnten Triller-Standart von Hailey. Schade.
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