Briefe schreiben im Zeitalter der ePost kann manchmal eine wunderschön melodische Sache sein wie uns hier die Formation Persephone beweist . Auf ihrem dritten bzw. vierten Werk werden orchestrale Arrangements ganz gross geschrieben .
Sonja Kraushofer interpretiert die 11 Briefe , verzeihung Musikstücke in ihrer ganz eigentümlichen Manier , die diese Stücke zum Leben erwecken , mal verzweifelnd , mal voll Trauer , mal entrückt , kraftvoll, kraftlos, fragil, alle Arten sind in dieser liebevoll gestalteten Box zu finden , dessen Originalität sich auch in den Texten zu den Stücken wiederspiegelt - in Briefform .
Besonders herausragend finde ich Stücke wie "Wishful" , welches mich an einen Gesang überkandidelter Feen aus Alice im Wunderland erinnert , das geladene "Mean" was in Gesang wie auch im Arrangement besticht , ebenso kann man "Fatefull" erwähnen , und das an den Schluss gefügte "Merciless" .
"Letters to a Stranger" ist ein Album zum hören und nachdenken , was wieder einmal beweist was Musik in einem bewegen kann .