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Letters from Iwo Jima
 
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Letters from Iwo Jima

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Produktinformation

  • Darsteller: Ken Watanabe, Kazunari Ninomiya, Tsuyoshi Ihara
  • Regisseur(e): Clint Eastwood
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Japanisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Warner Home Video - DVD
  • Erscheinungstermin: 22. Juni 2007
  • Produktionsjahr: 2006
  • Spieldauer: 135 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (43 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000PKHVXE
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 10.508 in DVD & Blu-ray (Die Bestseller DVD & Blu-ray)

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    Nr. 58 in  DVD & Blu-ray > Drama > Kriegsfilm

Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Von Kritikern bejubelt und umgehend in den Rang eines modernen Klassikers erhoben, ist Clint Eastwoods Letters from Iwo Jima ein Appell an die Menschlichkeit und eine erschütternde Anklage gegen die Schrecken des Kriegs. Mit bemerkenswert liberalem Weltverständnis, hat Eastwood mit Hilfe eines knappen, konzentrierten Drehbuchs der Erstlingsautorin Iris Yamashita einen japanischen Film gedreht, mit japanischen Dialogen (untertitelt) und auch stilistisch mit deutlich spürbarem japanischen Einschlag.

Letters from Iwo Jima funktioniert sowohl als Gegenstück, als auch als Ergänzung zu Eastwoods bereits zuvor veröffentlichtem Film Flags of our Fathers. Während der zuletzt genannte Film eine komplexe, nicht lineare Struktur bevorzugt, mit aufwändigen Produktionswerten eine der blutigsten Schlachten des zweiten Weltkrieges in Szene setzt und sich mit den traumatischen Auswirkungen des Krieges auf amerikanische Soldaten befasst, zeigt Letters from Iwo Jima die japanische Perspektive. Zahlenmäßig hoffnungslos unterlegen, ohne die Hoffnung auf Unterstützung, in einem Tunnel- und Höhlensystem gefangen, waren die Japaner zur unausweichlichen Niederlage und schlussendlich dem eigenen Tod verdammt.

Eastwood benutzt viele der in konventionellen Kriegsdramen bereits erprobten dramaturgischen Kniffe. Er rückt die Konflikte zwischen den Soldaten und ihren Vorgesetzten in den Focus und beleuchtet ihre Entstehung in Anbetracht überwältigender Umstände. Es wird auf die Notwendigkeit eingegangen sich selbst und andere opfern zu müssen während man verzweifelt um die Wahrung der eigenen Würde ringt. Angefangen vom Überdruss des jungen Rekruten Saigo (Kazunari Ninomiya) bis hin zur verzweifelten Strategie des japanischen Oberbefehlshabers Tadamichi Kuribayashi - gespielt vom zum Oscar-nominierten Ken Watanabe ("Last Samurai") – dessen Briefe nach Hause die Titelgebung des Films inspiriert haben, vermeidet Letters from Iwo Jima jegliche Verherrlichung, selbst eine nicht selten anzutreffende Romantisierung des Krieges.

Der Film benutzt ausgewaschene Farben um die Trostlosigkeit in der Schlacht zu verdeutlichen und zollt statt dessen den Männern Tribut, mit denen es das Schicksal nicht allzugut gemeint haben kann und die von der Behaglichkeit ihres Zuhauses nur träumen konnten.--Jeff Shannon



Produktbeschreibungen

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41 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen AUS ANDERER SICHT, 27. August 2007
Von Harry McMartin "HMcM" (Catalköy, Nordzypern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REVIEWER)   
Ich war angenehm überrascht, dass Eastwood (ich ziehe erneut meinen Hut) seinen zweiten Film über die blutigen Ereignisse auf der Pazifikinsel Iwo Jima, der ja das selbe Kriegsgeschehen zeigt wie der erste Filmteil FLAGS OF OUR FATHERS, so ganz anders gestaltete als eben dieser vorher gedrehte Film aus amerikanischer Sicht.
Hier wird das Kampfgeschehen nachhaltiger gezeigt und dadurch verständlich, wie es dazu kommen musste, dass ca 99% der 21.000 Mann starken Verteidigungsarmee ihr Leben ließen.
Den japanischen Verteidigungstruppen wurde bald klar, dass sie auf diese Insel geschickt wurden, ohne große Chance auf eine Wiederkehr.
Die Jahrzehnte später gefundenen, vergrabenen Briefe der Soldaten, die dort unter Führung eines außergewöhnlichen Generals kämpften, erhalten schnell Gesicht und Stimme. Eastwood lässt - nicht zuletzt Dank des offensichtlich ganz ausgezeichneten Drehbuchs von Iris Yamashita - keinen Raum für falschgedeutes Heldentum a la Samurai, sondern zeigt diesen gnadenlosen Krieg hauptsächlich so, wie er sich für den einfachen Soldaten darstellte in all seiner Unsinnigkeit.
Während im ersten Film die Geschehnisse in nicht chronologischer Reihenfolge erzählt wurden, geht Eastwood hier geradliniger vor und zeigt nur kleine Rückblenden aus der zivilen Vergangenheit der Protagonisten, während die sich dieser grandiosen Übermacht der amerikanischen Streitkräfte stellen und einen von vornherein hoffnungslosen Kampf aufnehmen - auch, weil sie sich ihm nicht entziehen können.
Die Bilder sind von beeindruckender Intensität.
ICH HALTE ES FÜR WICHTIG, DASS DIE ZUSCHAUER - NICHT NUR IN JAPAN, SONDERN ÜBERALL - ERFAHREN, WAS FÜR MENSCHEN DAS WAREN", sagte Clint Eastwood über seinen Film, und ich behaupte, ihm ist es gelungen, genau das zu zeigen und zwar von Anfang bis zum Ende, spannend und hochdramatisch.
Beide Filme sind Antikriegsfilme im wahrsten Sinne des Wortes, auch wenn es natürlich genug Leute geben wird, die an diesem oder jenem herummäkeln, weil sie dem Eastwood genau solche Filme nicht zutrauen mögen. Habe ich Flags of our Fathers empfohlen, sage ich zu diesem Teil: DAS IST EIN MUSS! HMcM

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27 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Briefe aus dem Totenreich - Letters from Iwo Jima, 10. August 2007
In den letzten Jahren hat das Kino einige (Anti-)Kriegsfilme hervorgebracht, aber nur "The Thin Red Line" konnte mich wirklich überzeugen. Mit "Letters from Iwo Jima" hat dieses Meisterwerk endlich einen gleichwertigen Nachfolger bekommen. Und es musste erst ein altersweiser Exrevolvermann und Exbulle wie Clint Eastwood auftauchen, um solch einen Film möglich zu machen. Eastwoods Drama aus dem Pazifikkrieg spielt ebenso auf einer Insel wie Terrence Malicks Film, jedoch nicht in einem tropischen Paradies das in einem bizarren Kontrast zur Unmenschlichkeit des Krieges steht, sondern auf einem trostlosen vulkanischen Todesfelsen der den Schrecken der Schlacht noch düsterer erscheinen lässt als er ohnehin schon ist.

Frühjahr 1945, Iwo Jima (deutsch=Schwefelinsel), eine nur wenige Quadratkilometer große Vulkaninsel ca. 1000 km südlich von Tokio. Auf diesem kargen aber strategisch wichtig gelegenen Felsen erwarten japanische Truppen die Invasion überlegener US-amerikanischer Streitkräfte die hier einen Stützpunkt für ihre Bomberverbände einrichten wollen. Der neue Kommandant der Verteidiger lässt ein viele Kilometer langes Tunnelsystem ins Vulkangestein graben. Mit seiner neuartigen Strategie hofft er die unvermeidliche Niederlage zumindest ein paar Tage hinauszuzögern. Die japanischen Truppen haben den Befehl Iwo Jima bis zum letzten Mann zu verteidigen und dabei möglichst viele amerikanische Soldaten mit in den Tod zu nehmen. Der amerikanische Blutzoll soll derart hoch ausfallen, dass sie vor einer Invasion des japanischen Kernlandes zurückschrecken und ein ehrenhafter Friede auf Augenhöhe möglich wird. In der folgenden Abwehrschlacht verlieren über 21.000 der ca. 22.000 japanischen Verteidiger ihr Leben, 7.000 amerikanische Soldaten sterben, 19.000 weitere werden verwundet. Statt wie berechnet 4 Tage benötigen die US-Streitkräfte über einen Monat und 100.000 Soldaten bis die Insel vollständig unter ihrer Kontrolle steht.
Viele Jahre nach Kriegsende fand man in den Höhlen der Insel Briefe der gefallenen Soldaten. Einfache zutiefst menschliche Botschaften aus dem Totenreich. An diesem Punkt setzt der Film an.

Clint Eastwood gelingt ein unaufgeregter unspektakulärer Antikriegsfilm, der seine pazifistische Botschaft eher zwischen den Zeilen trägt. Eine einfache gradlinige Bildsprache voller stoischer Poesie, untermalt mit einer unaufdringlichen melancholischen Filmmusik. "Letters from Iwo Jima" ist damit weder ein patriotischer vor Pathos triefender "Private Ryan", noch ein in philosophischen Bildern schwelgender introspektiver "schmaler Grat".
Nur wenige Rückblenden brechen die chronologische Abfolge des Films auf und geben Einblicke in die Vorgeschichten wichtiger Charaktere. Die verblassten Farben der Bilder verstärken noch die drückende Stimmung der toten Vulkaninsel auf der diese grausame Schlacht tobt. Aus Gründen der Authentizität wurde der Film in japanischer Sprache gedreht und mit Untertiteln versehen. Die überzeugenden Schlachtenszenen sind routiniert abgedreht und bleiben aber insgesamt hinter dem Niveau solcher Materialschlachten wie "Saving Private Ryan" zurück.

Der Film konzentriert sich auf wenige Hauptakteure und verdichtet das Geschehen dadurch zwischenzeitlich fast zu einem Kammerspiel.
Der eigentliche Held des Films ist der junge verträumte Bäcker Saigo (ein Glücksgriff der Popsänger Kazunari Ninomiya). Er hat nur einen Wunsch, seine Frau und die ungeborene Tochter wieder zu sehen. Angesichts des wahnsinnigen Totentanzes der um ihn kreist, scheint dieser Wunsch jedoch geradezu lächerlich. Saigo wächst einem derart ans Herz, dass man als Zuschauer nichts sehnlichster hofft, als dass wenigstens er dieses Inferno überleben möge. Immer wieder gelingt es ihm das Unvermeidliche hinauszuzögern. Er entkommt den sich in die Luft sprengenden Kameraden, selbstmörderischen Sturmangriffen und unmenschlichen Vorgesetzten, nur um in die nächste Todesfalle zu stolpern. Und die ganze Zeit quält den Zuschauer die Gewissheit, dass eigentlich keiner der japanischen Soldaten eine reelle Chance hat in die Heimat lebend zurück zu kehren. Dem gegenüber steht die heroische Opferbereitschaft des Inselkommandanten Generalleutnant Tadamichi Kuribayashi (herausragend Ken Watanabe), der zwar die aussichtslose Lage begreift, aber dennoch alles tut um das Unausweichliche so lang wie möglich hinauszuzögern, und die Heimat dadurch ein paar Tage länger vor amerikanischen Luftangriffen zu schützen. Dieser patriotische Fanatismus mit menschlichem Antlitz, wie ihn Kuribayashi verkörpert, die Lehren des japanischen Bushido, gehen unter. Im mörderischen Feuer der Schlacht zerfällt alles zu Asche. Übrig bleibt einzig der Wille zum Leben, die Verneinung des Jahrhunderte alten Todeskultes, verkörpert durch den Bäcker Saigo.

Die Vorbereitungen und die eigentlichen Schlacht, ein Zeitraum von etwa einem halben Jahr, erscheinen im Film auf wenige Tage konzentriert. Ein reales Gefühl für den zeitlichen Ablauf der Invasion will sich deshalb auch nicht einstellen. Durch die subjektive Sichtweise aus dem Blickwinkel des einzelnen Soldaten verliert der Zuschauer die Übersicht über das Gesamtgeschehen und er irrt gemeinsam mit den japanischen Verteidigern durch das Chaos aus Vulkangestein. Im Mittelpunkt des Filmes steht daher auch nicht der Ablauf der Schlacht, sondern die Art und Weise wie die Japaner angesichts der unausweichlichen Niederlage mit der emotionalen Ausnahmesituation und Verzweiflung umgehen. Die patriotischen Reden, der nihilistische Fanatismus der japanischen Soldaten erscheinen vor dem surrealen Hintergrund des Höhlensystems merkwürdig hohl und leer.
Nach und nach werden verschiedene Auswege durchexerziert. Vom Überlaufen über das Kämpfen bis zur letzten Patrone bis hin zum Selbstmord. Eins haben alle diese Möglichkeiten aber gemeinsam, sie enden alle mit dem Tod.

Zur DVD:
Die ein wenig karg ausgestattete Einzel-DVD hat an Extras nur die übliche Trailershow und ein halbstündiges Making of zu bieten. Der Ton liegt in DD 5.1 vor. Neben der originalen japanischen Tonspur wurde allein für die DVD Auswertung eine hochwertige deutschsprachige Synchronisation angefertigt. Die Bildqualität ist als durchschnittlich bis gut zu bewerten. Insgesamt reicht das für eine gerade angemessene DVD-Umsetzung der vor allem zusätzliche Extras zu Gesicht gestanden hätten.

Zusammenfassung:
Letters from Iwo Jima steht in der Tradition des amerikanischen Antikriegsfilmes. Gerade in der schlichten unspektakulären Art seiner Inszenierung steckt seine große Stärke. Schonungslos demontiert er die Mythen des Krieges, vermenschlicht die Fratze des Feindes, zerstört das Leitbild des heroischen Soldatentums. Die für westliche Zuschauer ungewohnte japanische Perspektive, der Einblick in eine untergehende Kriegerkultur machen einen großen Teil der Faszination aus. Trotzt mäßiger Ausstattung der DVD komme ich nicht umhin dieses Meisterwerk von Clint Eastwood mit 5 Sternen zu bewerten. Zum Schluss bleibt nur noch der Hinweis auf den als Ergänzung unverzichtbaren (aber qualitativ etwas abfallenden) Schwesterfilm "Flags of our Fathers".
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22 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen ...eine leise Geschichte über einen gigantischen Selbstmordbefehl, 2. Dezember 2007
Von Don Alegre (bei München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REVIEWER)   

In diesem schmerzhaften Pendant zu "Flags of our Fathers" wird den japanischen Toten posthum ein tief ergreifendes Denkmal gesetzt. In einem nahezu schwarz/weiß Film zeigt Clint Eastwood in einer kleinen, düsteren Palette von Farben konzentriert und faszinierend ein Figurenkabinett über den Antagonismus von Heldentum und Aufrichtigkeit sowie von Grausamkeit und Ergebenheit.

Die Menschen durch die klaustrophobische Extremsituation auf das Elementarste reduzierend konzentriert sich dieses erneute Meisterstück reflektorisch und dissonant auf die Inszenierung eines Kriegsschauplatzes mit ihren inter- und intraindividuellen Auseinandersetzungen und Überlebenstrieben sowie auf die Auseinandersetzung mit dem Bekannten und dem Fremden.

Ein geradliniger und genialer Film, mit exzellenten Hauptdarstellern und einen Tiefen Eindruck in die Welt der hilflos Eingeschlossenen und ihrer Surrealität.
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