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Da ich aber gern einmal etwas Neues ausprobiere, und seit Ewigkeiten einen Satz Bongos in der Ecke stehen hatte, reizte mich dieses Heft, nun doch mal einen Schritt in die Rhythm Section zu wagen.
Ich wurde nicht enttäuscht. Jerzy Bartz beschreibt ausführlich, was diese vermeintlich einfachen kleinen Handtrommeln sind, und wofür sie typischerweise eingesetzt werden. Das Buch ist dabei ein wirklich vollwertiges Lehrbuch, da sogar die als Grundlage notwendige Notierung ausführlich erklärt wird. Nach der detaillierten Erklärung des wesentlichen Grundrhythmus und einer ebenso einfachen wie unerlässlichen Übungssequenz (mit der man wirklich rasch vorankommt!) wurde mir dann auch schnell klar, warum ich durch reines herumprobieren den Bogen nie herausbekam.
Danach geht's dann allerdings auch ziemlich schnell an's Eingemachte - und an den kleinen Sternabzug den ich leider geben muss, weil es mir da etwas zu unübersichtlich wird. Relativ vielen Rhythmusnotierungen stehen oft nur noch kurze Erläuterungen gegenüber - ein wenig schade, da es etwas unausgewogen wirkt.
Zum Glück kommt das Heft jedoch mit einer Begleit-CD, in der die Rhythmen in vielen Fällen beispielhaft vorgeführt werden. Noch besser ist aber die "Playalong-Sektion" - schon bei anderen Instrumenten genau mein Ding: Je einmal als voll instrumentierte Fassung und als Playback ohne Bongo-Stimme bieten sie einen ersten, ausreichend umfangreichen Einstieg in das Begleiten kompletter Musikstücke.
Ergänzend ist natürlich dringend empfohlen, sich baldmöglichst - idealerweise lateinamerikanische - Musik-CDs auszusuchen, zu denen man die gelernten (oder auch selbst ausgedachte) Rhythmen intensiv übt. Wenn das Feeling erst einmal einreisst, mag man dann gar nicht mehr aufhören - die nächste logische Steigerung wäre ein Satz Congas...
Fazit: Z.T. etwas einfacher geschriebene, ausführlichere Texte wären schön, ansonsten ein Werk, bei dem Umfang und Inhalt aber stimmig sind. Nach dem ersten Training ist der Fun-Faktor garantiert.
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