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am 13. März 2010
Zweifellos ja. Natürlich, so mag man als kritischer Pop-Hörer (was immer das sein mag) einwenden, Bowie verließ mit diesem Album den zur pophistorischen Heiligkeit führenden Pfad der Innovation, aber - wen kümmerts? Sicher - selbst ernannte kritische Geister mögen das Album in Bausch und Bogen verdammen, ihm vorwerfen, dass es kommerziell erfolgreich war - aber mal ehrlich: Himmel - gehts noch klischierter? Was ist denn großer Pop, wenn nicht dieses Album? Das Titelstück mit der grandios-großkotzigen Aura puren Charismas im Gesang (allein der brüchige Einsatz zur ersten Strophe!), "China Girl" mit ebensolchem Charisma und (fast noch) größerer vokaler Dynamik, oder "Modern Girl", das eher die fix-präzisen vokalen Backings betont - das Ergebnis ist Pop pur, groß(-kotzig), charismatisch, musikalisch präzise und unendlich groovig (Tony Thompsons Drumming ist für die Ewigkeit!). Kinder, lehnt euch zurück und genießt mit einem dreckigen Lachen, was Pop ist - Ausstrahlung, Fassade, oberflächlicher Reiz, Glitter, Glamour - ABER: ebenso Präzision, Aura, Ausgefuchstheit, Cleverness und Augenzwinkern. Was für ein Album. Einzige Kritik: Warum nur acht Songs?
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TOP 500 REZENSENTam 17. Mai 2016
Nach "Ashes To Ashes" hatte David Bowie sich fast 3 Jahre lang rar gemacht und anderen Projekten denn der populären Musik gewidmet. Dann, 1983, war er plötzlich wieder da. Mit "Let's Dance" machte er radikalen Schnitt - weniger hin zur Kommerzialität als zur Normalität. Das war nach den sehr speziellen und experimentellen Alben aus seiner Berliner Zeit ein fast überfälliger Schritt, der aber viele Fans verprellte: zu poppig, zu Disco, zu Mainstream fanden sie das.

Dabei waren vor allem die Arrangements bemerkenswert: ein wuchtiges Fundament aus schweren Drums und einem grunzenden Bass, und darüber die alles dominierende Leadgitarre von Stevie Ray Vaughan. Das war kein 08/15-Arrangement im Jahr 1983, als man bevorzugt auf wavigen Synthi-Sound setzte.

Die Single "Let's Dance" wurde Bowies größter Charterfolg, obwohl (oder weil?) es eigentlich eine kompositorisch wirklich belanglose Nummer ist. Auf dem Album findet sich allerdings eine ansprechende Langversion mit ausgedehnten Instrumentalparts, in denen sich wilde Bläserpassagen und Vaughans Gitarrensoli abwechseln. Interessant ist auch die neue, ziemlich wilde Version von "Cat People (Putting Out Fire)". Den Titelsong zum Thriller "Katzenmenschen" gab es bereits in einer etwas gebremsten Fassung, bevor Gitarrist Vaughan grünes Licht bekam, hier ordentlich Hand anzulegen. Der für mich beste Titel des Albums ist "China Girl", eine Gemeinschaftskomposition mit Iggy Pop, die letzterer bereits Jahre zuvor aufgenommen hatte. Der Song rollt richtiggehend über eine tragende Bass/Drum-Linie vorwärts, wobei Bowies brüchiger, verletztlicher Danzer-Tenor der Nummer den ganz besonderen, fragilen Touch gibt.

Das Album lädt auch heute noch zum Hören ein und kann dabei durchaus mit den Veröffentlichungen dieser Tage mithalten, während doch seine "Zeitgenossen" schon eher mitleidig den Stempel "Oldie" kassieren würden. Dabei ist mindestens die Hälfte der Songs auch auf ganz oberem Niveau.
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am 14. Februar 2016
Wenn man nicht grundsätzlich negativ gegenüber Musik der achtziger Jahre und tanzbare Songs eingestellt ist, jedoch an David Bowie interessiert ist und sein künstlerisches Schaffen über die Jahre verfolgt hat, kann man eigentlich LET'S DANCE nicht schlecht finden. Die Scheibe hat gute Songs, nicht nur die drei Singles, ist gut produziert, hört sich natürlich nach den Achtzigern an, laufen aber die bekanntesten Lieder heutzutage im Radio denke ich eher Klassiker und nicht an verstaubte Oldies!

Modern Love beginnt mit einem coolen Gitarren-Scratching, dann die Drums, Bowie mit einem kleinen Intro und man ist drin im Song. Mir gefällt auch das Saxophon sehr gut. Eine catchy Nummer, wer da nicht anfängt den Groove zu spüren, zu wippen, sich zu bewegen, der ist wohl ein absoluter Tanzmuffel oder absolut unempfänglich für Rhythmus. China Girl beginnt mit einem asiatisch anmutenden Gitarrenintro von Produzent Nile Rodgers. Das gab es in der77er-Version auf Iggy Pops THE IDIOT noch nicht. Ich mag beide Versionen. Bowies Version ist natürlich mehr auf die Achtziger zugeschnitten. Ein klasse Song, großartiger Gesang, am Schluss dann ein wunderbares klassisches Gitarrensolo von Stevie Ray Vaughn. Hier zeigt sich wieder einmal Bowies Fähigkeit für seine Produktionen gute und passende Musiker, bekannte wie bis dahin unbekannte, zusammen zu trommeln. Das Video ist auch ein Klassiker, die Schlussszene am Strand zitiert eine Szene aus dem Film VERDAMMT IN ALLE EWIGKEIT. Für mich sah Bowie in vielen Videoclips aus den Jahren 1979 bis 1986 so aus, dass er sowohl der neue James Bond-Darsteller als auch dessen Gegenpart sein könne. Wenn ich es richtig erinnere, war Bowie auch als Bond-Gegenspieler für „Im Angesicht des Todes“ ( 1985 ) im Gespräch.

Der Titelsong Let's Dance ist auch ein großartiger und cleverer Song. Hier hört man all das, was das Album ausmacht. Eine hervorragend harmonierende und auf den Punkt spielende Band, die fließende Sologitarre, Bowies treffsicherer Gesang und eine sehr gute und im besten Sinne saubere Produktion. Als sich Bowie später von dem Album und seinen Achtzigern distanzierte, bemerkte er, dass LET'S DANCE eher das Album von Nile Rodgers als seins gewesen sei. Das Album funktioniert sehr gut, auch beim Mainstream-Publikum, dies ist sicher auch ein Verdienst der makellosen Produktion. Bowies Haltung zu seinen Scheiben der Jahre 83 bis 87 ist zwiespältig. Einerseits lebte er diese Phase länger aus als seine Ziggy-Zeit und nahm sehr gern die etwa 50 Millionen Dollar mit, die er durch LET'S DANCE verdiente, das erste Mal, dass David Bowie auch finanziell die Früchte seiner Arbeit erlangte, andererseits sah er sein Image beschädigt und wollte später wieder zurück zu einer Kunst, die sich eher dem Underground als den Stadien und Tanzböden verpflichtet fühlte. Das Video zu Let's Dance ist eines seiner bekanntesten und gefällt mir sehr gut. Selbstredend sieht man dem Clip die Zeit seiner Entstehung an, dies ist jedoch kein Nachteil. Das Video ist mehr als nur ein bloßer 80er-Dance-Videoclip. Rassismus, die in den achtziger Jahren allgegenwärtige nukleare Katastrophe, Bilder aus einer australischen Kleinstadt-Kneipe, Bilder aus der Wüste, das Schicksal der Aborigines in der Arbeits- und Alltagswelt, Kritik am Kapitalismus ( American Express- Karte , die roten Schuhe ) und Sight-Seeing-Bilder vermischen sich hier zu einem beeindruckenden rund fünfminütigen Film.

Without You ist eine kleine, ebenfalls passende und gelungene Nummer. Nach den drei großen Single-Songs des Albums wirkt das Lied etwas unscheinbar, Zeit zum Luft holen. Das Lied würde für mich sowohl vom Text als auch von der Musik her zu den anderen kurzen Songs von LOW passen. Eine steile These? Vielleicht. Klingt für mich aber nicht abwegig. Ricochet erinnert auch an ältere und düstere Songs von Bowie, der perfekt zum Album passende Sound lässt hier jedoch keinen Bruch entstehen. Ich kann mir den Song, jeweils etwas anders arrangiert, auch z. B. auf SCARY MONSTERS oder HEATHEN vorstellen. Ein unterschätztes Lied. Criminal World ist der einzige Coversong auf dem Album. Ursprünglich ein Glam Rock-Song. Während viele Bands auf Bowies Spuren wandelten und sich den Sound von den Diamond Dogs bis zu Berlin zur Blaupause nahmen, covert Bowie hier seine Nachfolger. Cat People hat Bowie zuvor schon für den Soundtrack zum gleichnamigen Film aufgenommen. Die Musik stammt von Giorgio Moroder, der Text von Bowie. Die Soundtrack-Version ist düsterer, gefiel mir früher besser. Mittlerweile finde ich den Album-Track auch sehr gut, ein an sich toller Song. Der letzte Song von LET'S DANCE, Shake It, ist etwas schwächer als die anderen sieben Lieder. Nicht wirklich schlecht, für Bowie aber eher durchschnittlich. Auf meiner holländischen Album-Version folgt noch glücklicherweise Under Pressure, die gemeinsame Single A-Seite mit Queen. Den Basslauf kennen sicher nicht nur Bowie-Fans. Ich fand den Song immer schon toll. Da ich diese besondere Albumversion habe, muss ich mir nach der ChangesBowie von 1990 nicht noch eine zweite Kompilation kaufen.

LET'S DANCE und der nachfolgende riesige kommerzielle Erfolg bedeuteten in Bowies Karriere einen signifikanten Einschnitt. Er war nun richtig erfolgreich, nicht nur bei einen Kritikern und seinen Fans, sondern auch beim Mainstream-Publikum und damit auch finanziell. Seit dieser Platte hatte er keine finanziellen Probleme mehr. Warum das Album ( und auch die Nachfolger TONIGHT & NEVER LET ME DOWN ) bei vielen Bowie-Fans so schlecht ankommt, hat für mich zwei Hauptgründe. Die Platte stammt hörbar aus den Achtzigern. Das alleine ist für nicht wenige Konsumenten schon ein ausreichender Grund, der Scheibe Qualität abzusprechen. Allgemein gelten die achtziger Jahre für viele Rock/Pop-Fans als das schlechteste Musik-Jahrzehnt seitdem in den Fünfzigern alles begann.

Der zweite Grund liegt für mich in der englischen Musikpresse der späten Siebziger und frühen Achtziger begründet. Bowie war ein Ikone des musikalischen Undergrounds, unzählige Bands und Musiker des Punk, Post Punk und New Wave folgten dem Sound und den Themen von Ziggy Stardust, Aladdin Sane, den Diamond Dogs & Rebels, dem Thin White Duke. LOW & „HEROES“ & LODGER & SCARY MONSTERS passten da, trotz des teilweise kommerziellen Erfolgs sehr gut rein. Jahrelang förderte die Londoner Presse (und die sich als fortschrittlich verstehenden Rockjournalisten der anderen relevanten Länder ) Bowies Karriere und seinen Mythos. Viele Journalisten waren Anhänger des Punk und seiner nachfolgenden Stile. Die Haltung war allgemein Anti-Establishment, Anti-Erfolg und Anti-Kommerz. Robert Smiths damalige Aussage, dass er The Cure auflösen werde, wenn sie jemals einen Nummer-Eins-Hit hätten oder diesen anstreben würden fasst diese Haltung gut und knapp zusammen. Letztlich schaffte keine Punk-Band den Durchbruch auf dem Weltmarkt, die temporären Erfolge blieben auf Großbritannien und einigen europäischen Ländern begrenzt. Und genau in dieser Phase kam David Bowie, der Held des Underground, mit der erfolgreichen, sauber und kommerziell produzierten & mit catchy Songs gefüllten LET'S DANCE sowie der professionellen und glatten Serious Moonlight-Tour vollkommen unerwartet um die Ecke. Mit seinen blondierten Haaren, braungebrannter Haut, seinem gesunden Aussehen, erinnerte er an einen Frank Sinatra der Achtziger. Den entfremdeten Ziggy-Duke-Berliner der Vergangenheit konnte man nicht mehr erkennen. ( Wenn man davon absieht, dass Bowie live Songs der Siebziger spielte. ) Und dann hatte David Bowie eben auch noch riesigen pop-weltweiten kommerziellen Erfolg. Das konnten die vielen jungen Londoner Journalisten „ihrem“ Idol Bowie nicht durchgehen lassen! Dass Bowie mit seinem Erfolg auch Teilen des Mainstream-Publikums Platten wie DIAMOND DOGS oder STATION TO STATION im Nachhinein nahebrachte wurde geflissentlich übersehen.

Ich kann diese Haltung, die die Sicht auf Bowies Werke der Jahre 83 bis 87 bis heute häufig prägt, nachvollziehen und teilweise verstehen, teile sie aber nicht. Ich habe die Achtziger auch lange bis auf ganz wenige Ausnahmen negativ eingeschätzt, habe meine Haltung aber mittlerweile geändert. Klasse und Schrott gab es seit That's all right, Mama von 1954 in jedem Jahrzehnt. LET'S DANCE ist für mich eine gut produzierte Platte mit vielen gelungenen und stimmigen Songs und, wie auch einige andere Werke von ihm, ein Klassiker. Dass die Lieder der Scheibe häufiger als andere Bowiesongs im Radio gespielt werden, ist sicherlich ein Zeichen dafür, dass LET'S DANCE in großen Teilen gefälliger daherkommt als andere Scheiben von ihm. Es ist aber absolut kein Hinweis auf fehlende Qualität. Ich schwanke bei der Platte zwischen vier und fünf Sternen. Da LET'S DANCE für mich ein Klassiker ist, bewerte ich die Platte mit knapp fünf Sternen.
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TOP 500 REZENSENTam 23. Juni 2009
Wohlweislich erkannte David Bowie 1982 die Zeichen der Zeit und war sich seiner Rolle als Trendsetter sehr bewusst, als er dann ein Jahr später das Pop Album ,Let's Dance' veröffentlichte. Die 80er gingen als Jahrzehnt der Popmusik - mit all ihren Schattenseiten - in die Analen der Musikgeschichte ein.

Nach einer beeindruckenden Serie von elektroniklastigen Werken (,Low', ,Heroes' und ,Lodger') und dem kreativen Höhepunkt seiner Karriere mit dem Rock-crossover Album ,Scary Monsters' war es Zeit zu neuen Ufern aufzubrechen. Während ganz England noch die Musik machte, für die er bereits Jahre zuvor den Boden aufbereitet hatte (wave und synthie pop), entwarf Bowie seine Vision eines modernen genre-verschmelzenden Pop sounds. Die Wahl von Nile Rodgers als Produzent war nicht unbedingt die glücklichste, damals aber die naheliegendste, galt Rodgers - vom Disco kommend - doch damals als jener Produzent der keine Berührungsängste zu anderen Stilen kannte. Auf ,Let's Dance' verschmolzen R&B, Funk, Rock und Beat zu modernem, tanzbaren - leider allzu glattem - Pop. Wegweisend war das allemal, warum dieses Album dennoch nicht zu Bowie's Glanzleistungen zählt - trotz des immensen kommerziellen Erfolgs - liegt schlicht und ergreifend daran, dass es zuviel Füllmaterial (50%) enthält. Die singles (Let's Dance, China Girl und allen voran ,Modern Love') sind großartig, und Bowie's Neudeutung des Metro songs ,Criminal World' ist funky-pop wie man ihn besser nicht machen kann, der Rest aber ist dafür umso schwächer. ,Without You', ,Ricochet' und ,Shake It' sind einfach schwach komponierte songs und das - an sich sehr gute - ,Cat People' wird in Rodgers Händen völlig der düsteren und bedrohlichen Aura beraubt, die Moroder's Original Version auszeichnete.

Dass Rodgers hier fast alle Kanten glattbügelte, mag auch an Bowie's Mega Deal mit EMI America über 3 Alben gelegen haben, der ihm letztendlich künstlerisch dann auch fast das Genick brach und mit ,Never Let Me Down' zum seinem absoluten Karrieretief führte.
Schade, dass ausgerechnet der für durchgängig gute Alben bekannte Bowie mitverantwortlich für den Trend war, Alben rund um ein zwei Hits mit Füllmaterial anzureichern. Bei Let's Dance geht sich das noch irgendwie aus, und mit den 3 singles bewies Bowie, dass auch Kommerz gut sein kann (so gut, dass sich Falco für den song ,Junge Römer' mehr als nur eine Scheibe von ,Let's Dance' abschnitt). Es wäre allerdings interessant zu hören, was wohl Trevor Horn seinerzeit aus diesem Album gemacht hätte; der war aber damals zu sehr damit beschäftigt eine 80er Jahre supergroup namens ,Frankie Goes To Hollywood' aufzubauen.
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am 19. November 2010
'Let's Dance' (1983) war das erste von Bowie, welches ich mir Ende der 80er zulegte.
Jedoch nicht wegen dem androgynen Meister selbst, sondern wegen dem anderen Virtuosen, der den Job an der Gitarre erledigt hat: Stevie Ray Vaughan !

Alleine wegen den hier verbauten Gitarrenspuren lohnt sich der Kauf des Albums.
So funky, so fresh, so unglaublich fesselnd- was war das bloß für ein Meister seines Fachs?! Alleine für das Solo in 'China Girl' lohnt sich ein Gang über brennende Kohlen. Das Strand-Feeling in 'Criminal World', die perfekte Kombination von Rock und Pop bei 'Modern Love' (fehlt nur ein Gitarren Solo)...
Das Werk hat eine ganz besondere, leicht beklemmende Atmosphäre.
Für mich das beste Album, nach 'Scary Monsters', das Bowie je geschrieben hat.

Legendär sind natürlich die Geschichten über SRV: überdicke Saiten, unglaublich harte Spannung derselben, blutende Finger, keine erhaltene Gage für seine Tourarbeit von 'Let's Dance' und viele mehr.

Bei diesem Output aber weniger als 5 Sterne zu vergeben, käme Taubheit gleich.
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am 7. November 2003
1983 als DAVID BOWIE's "LET'S DANCE" erschien war New Wave mit all seinen Vertretern auf dem Höhepunkt angelangt. All die Bands und Musiker aus den 70ern galten als altmodisch und völlig out. Doch es gab eine Ausnahme und die hieß David Bowie.
David hatte mit immer neuen Verkleidungen und Popdiskursen, das was in den jetzt in den 80ern geschah bereits in den 70ern vorweggenommen und stand über all den Jungen die ihn irgendwie und sei es unbewußt nachäfften.
1983 hatte Bowie die Nase voll und beschloß normal zu werden und schnappte den New Yorker Discokönig Nile Rodgers (Chic, Sister Sledge) und ließ sich von ihm "Let's dance" produzieren.
"Let's dance" der Titelsong sowie "China girl" und "Modern love" wurden zu Top-10-Hits die noch heute im Radio sehr oft gespielt werden. David Bowie wurde zum Mainstream und das wurde für ihn zum Problem. Die wahren Fans wandten sich von ihm ab und verteufelten "Let's dance" wegen seines großen Erfolges und der darauf folgenden kommerzialität des Meisters. Doch Bowie wäre nicht Bowie hätte er sich nicht besonnen und wäre gegen Ende der 80er zu seinen Wurzeln zurückgekehrt. Es fand eine Versöhnung mit seinen wahren Fans statt und Bowie ist noch heute eine Ikone der modernen Musik. Heute gilt "Let's dance" im nachhinein als oft unterschätztes Meisterwerk gerade wegen seines kommerziellen Erfolges. Übrigens war oder ist Titelsong "Let's dance" der vieleicht meistgesampelte Song der 80er. Interessant ist auch die völlig andere Version von "Cat people (Putting out fire)" die auf "Let's dance" enthalten ist.
Für mich zählt "Let's dance" zu einem Stück 80er und zu Bowies besten Alben wenngleich es noch wesentlich bessere und interessantere gibt.
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am 13. Dezember 2006
1983 war für DB jenes Jahr, indem er endgültig zu einer globalen Marke und zu einem höchst erfolgreichen Unternehmer mutierte. Warum? Einerseits waren mit dem Album davor (Scary Monsters) seine vertraglich belastenden Verpflichtungen zu seiner ehemaligen Plattenfirma zu Ende gegangen. Zweitens hatte Bowie soeben mit Queen einen Riesenhit gehabt mit "Under Pressure" und Scary Monsters war ebenfalls ein Riesenerfolg gewesen. Drittens hatte er seine Drogenvergangenheit endgültig abgeschüttelt und präsentierte sich nun charmant, für den Mainstream zugänglich und sich nun wie aus einem Modemagazin entsprungen.

Und in der Tat: "Let"s Dance" schlug gewaltig ein. Die gleichnamige Single, China Girl und Modern Love wurden allesamt Riesenhits, die noch heute oft im Radio gespielt werden. "Cat People" erreichte ebenfalls Chartpositionen (Cat People war ebenfalls ein Sountrack zum gleichnamigen Film mit Nastassia Kinsky) und "Criminal World" und "Richocet" waren ebenfalls tolle Titel.

Lediglich "Without you" und "Shake it" sind musikalisch nichtssagend, sind aber auch nicht wirklich schlecht.

Wie schon gesagt: mit "Let"s Dance" wurde Bowie zum erfolgreichen Popunternehmer, der auch neue Maßstäbe im Bereich Stadionrock und Videos setzte. Wer sich für diese kommerziell erfolgreichste Periode Bowies interessiert, dem sei auch das Konzert "Serious Moonlight Tour" empfohlen, das es seit einem Jahr auch auf DVD gibt.

Vielleicht bin ich bezüglich Let"s Dance nicht ganz objektiv (ich wuchs mit dieser Platte praktisch auf), ich denke aber doch, dass es Popmusik vom Feinsten ist, der auch noch 2006 Spaß macht und auch für viele junge Fans interessant sein wird.
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am 12. August 2002
Es gibt Musiker, die an Lässigkeit und Coolness kaum mehr zu übertreffen sind, bei denen man den Eindruck hat, dass sie wirklich nur das machen, worauf sie Lust haben und die es einfach nicht mehr nötig zu haben scheinen, sich für irgend jemanden zu verbiegen. Zu eben diesen gehört wohl auch David Bowie, dem es mit seinem '83er Album "Let's Dance" gelang, zwei Lieder in die Öffentlichkeit zu tragen, die zu zeitlosen, immer und immer wieder gespielten Evergreens wurden. Nur der liebe Gott wird wissen, wie viele Millionen Male "China Girl" und "Let's Dance" im Radio liefen!
Das Album hat außer dieser beiden Megahits aber noch andere interessante Stücke zu bieten. So liefert das schwungvolle "Modern Love" einen gelungenen Einstieg in die CD, der den Hörer auf die restlichen sieben Songs gekonnt vorbereitet. Natürlich muss einem das Album nicht ausnahmslos gefallen, und wer der außergewöhnlichen Stimme Bowies nichts abgewinnen kann und die 80er Jahre musikalisch für Schrott hält, wird einiges zu kritisieren haben. Denn die typischen musikalischen Merkmale dieses Jahrzehnts sind unüberhörbar. Immer wieder sorgen beispielsweise Keyboards für groß angelegte Flächensounds, die, hätte man mich gefragt, nicht unbedingt erforderlich gewesen wären.
Interessant, und deshalb noch zu erwähnen, ist der Song "Cat People (Putting Out Fire)", der Bestandteil des Soundtracks zum Film "Cat People" war und der auf "Let's Dance" zwar leider nicht in der Soundtrackversion, aber doch als nette Zugabe, Platz findet.
Insgesamt lässt sich sagen, dass das Album ein gelungenes Werk ist, auf das man gerne zurückgreift. Wenn auch manche Lieder etwas zu stark nach den 80ern klingen ("Shake It" finde ich unerträglich), muss man doch eingestehen, dass "Let's Dance" ein waschechtes Bowie-Album ist. Ich bin in der unerfreulichen Situation, dass ich drei Sterne als zu schwach (wegen des einnehmenden Bowie-Stils) und vier Sterne als zu stark (wegen der nervösen Keyboards und den überflüssigen Flächensounds) bewertet empfinde. Deshalb gibt's vier Sterne mit Einschränkungen.
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am 21. Juni 2003
Bowie verliert sich - Bowie bügelt sich selbst glatt.
Auf dieser CD noch mit guten Songs. Doch man hört bereits wie Bowie sich selbst im geschniegeltem Sound der 80er verliert, der ihm in Zukunft so wenig stehen sollte.
Diesmal retteten Ihn noch Hits wie "Let's Dance", "China Girl" (das ja eigentlich nur ein Cover seiner eigenen Zusammenarbeit mit Iggy Pop ist - siehe Iggy Pops "The Idiot") und dem genialen "Cat People" (das je zum Zeitpunkt der Veröffentlichung auch schon gut ein Jahr als Soundtrack auf dem Buckel hatte).
Ein paar gute Songs retten also eine Platte, die mit "Without You" und "Shake It" auch ziemliche Ausfälle vorzuweisen hat.
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am 1. Dezember 2007
Wenn David Bowie mainstreamiger wird, dann is es dem durchschnittlichen DB-Fan (wenns ihn überhaupt gibt) zu platt. Für den 0815-Hörer aber immernoch ein ganz schön harter Knochen.
Oder wie schauts aus mit China Girl, hmm?
Modern Love, eben China Girl und die obercoole siebenminütige Version von Lets Dance bedürfen keiner weiteren Ausführung! Dazu gibts auch noch Cat People, eine Ko-Produktion mit Giorgio Moroder. Mir gefällt die andere Version zwar besser, aber die hier is auch stark genug um als cool durchzugehen.
Criminal World und Without you sind auch hörenswert- und nicht nur einmal!
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