Celine Dion bringt mit dem Album "Let's talk about love" ein Album auf den Markt, dass leider nicht mehr so überzeugt, wie noch die Vorgängeralben "The colour of my love", "Deux" und "Falling into you". An ihrer Stimme, mit der sie schon viele Millionen Hörer begeisterte (nicht erst seit der 1997 erschienen und durch James Cameron's Erfolgsfilm Titanic bekannte gewordenen Ballade "My heart will go on") liegt es nicht. Es ist vielmehr die Auswahl der Stücke, die sie interpretiert. Dieses Album ist viel kommerzieller gehalten, als man es von ihr bis dahin gewohnt war. Bis dato war sie immer ein Garant dafür, dass sie nicht auf Quantität, sondern auf Qualität den Schwerpunkt legte. Schlecht sind diese kommerziell angehauchten Lieder ("Treat her like a lady", "Just a litle bit of love") allerdings nicht - eher gewöhnungsbedürftig. Schlecht beraten war sie allerdings, als sie beschloss das Duett "I hate you than I love you" (zusammen mit Pavarotti) mit auf die CD zu bringen. Dieser Song veranschaulicht wieder einmal, dass Klassik und Popmusik nicht zusammenfinden können. Vielleicht, wenn die Scorpions oder Metallica mit einem Symphonieorchester auftreten, aber nicht, wenn man zwei Stimmen aus so unterschiedlichen Bereichen zusammenführen will. Gut gelungen ist dagegen das Duett mit Barbra Streisand "Tell him" (auch zu finden auf Streisand's Album "Higher Ground"). Die Stimmen beider Diven schmelzen in voller Harmonie zusammen und bilden einen einmaligen Klang. Für Fans guter Musik ein wahres Muss. Eher langsame Balladen sind natürlich auch wieder mit von der Partie: "Immortality" (mit den Bee Gees gesungen), sowie die Coverversion "When I need you", als auch das Schlusslied "Let's talk about love" sind genau das richtige für kuschlige Abende zu zweit bei Kerzenschein. Alles in allem ist dieses Album zwar kommerziell gehalten - für den Geschmack der breiten Öffentlichkeit - aber im großen und ganzen glückt der Ballanceakt zwischen Quantität und Qualität. Außerdem bleibt zu erwähnen, dass alles nur subjektiv zu sehen ist. Über Geschmack lässt sich nunmal nicht streiten. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)