CD einlegen, ab auf die Terrasse und in aller Ruhe den Sonnenuntergang genießen - ein Traum-Album!
Es geht los mit einigen harten Klavieranschlägen, gefolgt von Drums und schon kurz darauf schmeichelt sich diese wunderschöne Stimme ins Gehör. Einerseits klingt sie bereits so abgeklärt wie eine reife Soul-Diva, andererseits wieder frisch und unverbraucht. Insgesamt wirklich abwechslungsreich und sehr angenehm.
Um diese Vielfalt einmal mit schon bekannteren Sängerinnen zu vergleichen: Sam Brown, Whitney Houston oder zuletzt Stefanie Heinzmann. Durch die vielen Klavierarrangements unterstützt, fühlt man sich sehr oft an Alicia Keys erinnert. Dem vorhergehenden Rezensenten muss ich also widersprechen. Lauras Stimme klingt meiner Meinung nach klarer und um einiges schnörkelloser als eine Amy Winehouse, auch Duffy kommt kratziger und nasaler rüber als Laura Izibor.
Der Vergleich zu Alicia Keys passt auch schon deshalb ganz gut, weil Laura Izibor selbst in die Tasten haut. Ergänzt wird das ganze noch durch Streicher, mal kommt noch ein Saxofon zum Einsatz oder beim letzten Song Mmm. . . ein Gospelchor.
Die Gesamtproduktion wurde sehr sorgfältig durchdacht und detailbesessen durchgeführt, bewegt sich dadurch manchmal allerdings fast an der Grenze zur Rundumfeinschliffabmischung. Bleibt zu hoffen, dass man das Album demnächst vielleicht noch ergänzt um eine Bonus-CD mit den puren Piano-/Vocal-Ausgaben der Songs, die Laura Izibor im Übrigen alle selbst geschrieben hat.
Das Falt-Booklet besteht aus 8 Seiten, beinhaltet alle Songtexte und einige Fotos. Darin deutlich zu erkennen: Diese hübsche Frau ist neben all dem musikalischen Talent auch noch mit einer tollen Ausstrahlung gesegnet.
Einziger Wehrmutstropfen: Nach knapp 38 Minuten sind die lediglich 10 Tracks schon vorüber. Nur gut, dass mal der Repeat-Knopf erfunden wurde . . .