Aus der Amazon.de-Redaktion
Obwohl die Texaner mehr als eine Dekade lang gute bis herausragende Kritiken einheimsen konnten, wurde die Kapelle aus Houston ihren eher zweifelhaften Ruf als ewiger Geheimtipp respektive die "Beatles des Heavy Metals" nie los. Kein Wunder, dass die "Kuhhirten" dieser Tage reichlich desillusioniert das Handtuch warfen, um sich fortan neuen Herausforderungen zu stellen. Trotzdem verbeugt sich die Band auf ihrem sechsten und gleichzeitig letzten Langeisen noch einmal tief vor den "Fab Four" aus Liverpool und Crosby, Stills & Nash, die neben Black Sabbath und Metallica in all den Jahren am häufigsten zitiert wurden. Ein besseres Vermächtnis konnten die Herren Huggins, Farkas und Colvin der Nachwelt nicht hinterlassen, brennt man mit
Let It Go letztmalig ein buntes Feuerwerk aus krachigen Riffs und mehrstimmigem Gesang, fetten Grooves und ohrwurmartigen Refrains ab. Vermutlich wird die Hartwurst-Gemeinde die Galactic Cowboys erst in einigen Jahren gebührend zu schätzen wissen. Unterm Strich bleibt neben einem halben Dutzend bärenstarken Alben und einer EP also vor allem mal wieder die traurige Erkenntnis, dass sich Qualität nicht immer durchsetzt. Mit King's X bleibt uns aber wenigstens das rockigere Pendant der Cowboys erhalten.
--Buffo Schnädelbach
INTRO
Solange Ben Huggins, Wally Farkas und Monte Colvin zusammen Musik machen, werden sie ihre Fans wohl nie enttäuschen. Auch auf dem siebten Album werfen sie wieder ihr ganzes Können in die Waagschale, um ihr bis dato vielleicht geschlossenstes Werk abzuliefern. Auch daß die Band nun nur noch drei galaktische Kuhhirten als Mitglieder zählt, tut der Sache keinen Abbruch: Alan Doss ging nach dem letzten Album, im Studio wurde er angemessen ersetzt durch Jerry Gaskill von den befreundeten King’s X. Zudem hatte auch deren Gitarrist Ty Tabor als Produzent seine Finger im Spiel. Umgekehrt hatte Wally Farkas auch schon bei King’s X ausgeholfen. Musikalisch liegt man ohnehin auf der gleichen Wellenlänge, wenngleich die Galactic Cowboys oftmals den direkteren Weg suchen. Mit “Let It Go” untermauern sie das einmal mehr. Während ihnen mit “Life And Times” und “Disney’s Spinning” wunderbare Ohrwürmer gelangen, könnte das letzte Stück des Albums ohne Probleme auf einem von John Zorns Ergüssen unterkommen. Hier und da werden aktuelle Musikstile persifliert, nur um danach wieder andächtig den ureigenen Weg zu beschreiten. Die Galaktischen werden ihrem Namen noch immer gerecht, oder um es mit Iggy zu sagen: “Houston Is (Still) Hot Tonight”!
Christian Schlage / Intro - Musik & so
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