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Let England Shake

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Musik

Bild des Albums von PJ Harvey

Fotos

Abbildung von PJ Harvey

Biografie

Um ihr aktuelles Album „Let England Shake” aufzunehmen, suchte sich PJ Harvey einen ganz besonderen Ort: Es verschlug sie in die Grafschaft Dorset im Südwesten Englands. Genau genommen war es eine Kirche aus dem 19. Jahrhundert, von deren Spitze aus man das Meer überblicken kann, in der sie gemeinsam mit vielen anderen tollen Musikern an der Platte arbeitete. Mit von der ... Lesen Sie mehr im PJ Harvey-Shop

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Produktinformation

  • Audio CD (11. Februar 2011)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Island (Universal Music)
  • ASIN: B004IXJEWK
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (33 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 5.255 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

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Hörproben
Song Länge Preis
Anhören  1. Let England Shake 3:09EUR 1,29  Kaufen 
Anhören  2. The Last Living Rose 2:21EUR 1,29  Kaufen 
Anhören  3. The Glorious Land 3:34EUR 1,29  Kaufen 
Anhören  4. The Words That Maketh Murder 3:45EUR 1,29  Kaufen 
Anhören  5. All And Everyone 5:39EUR 1,29  Kaufen 
Anhören  6. On Battleship Hill 4:07EUR 1,29  Kaufen 
Anhören  7. England 3:11EUR 1,29  Kaufen 
Anhören  8. In The Dark Places 2:59EUR 1,29  Kaufen 
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Anhören12. The Colour Of The Earth 2:33EUR 1,29  Kaufen 

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Aufgenommen wurde das neue Werk in einer alten Kirche aus dem neunzehnten Jahrhundert in Dorset im Südwesten Englands. Langzeitpartner Flood co-produzierte das Album zusammen mit PJ, John Parish and Mick Harvey. "Let England Shake" ist im Grunde das erste reine Soloalbum seit "White Chalk" aus dem Jahre 2007. Im Gegensatz zum eher experimentellen "White Chalk", das vorwiegend auf Pianobegleitung reduziert wurde, bewohnt "Let England Shake" laut eigener Aussage von PJ Harvey eine ganz andere Welt. Es geht um generelle Themen wie Konflikt, Krieg, Verlust, Loyalität, Freundschaft und Liebe, doch sie reflektiert nicht nur ihr eigenes Ich inmitten dieser Wahrnehmungen, sondern schreibt z.B. über den Zustand des gesamten Landes. In diesem Sinne erklärt sich auch der Titel des neuen Albums.

motor.de

Tod und Verzweiflung, gebrochener Patriotismus, Leid und Leidenschaft – PJ Harveys Meisterwerk zeichnet ein ganz eigenes Panorama von England im immerwährenden Krieg. „Let England Shake“ ist PJ Harveys Chronik, ihr Panorama von England. Das hat nichts gemein mit einem „Cool Britannia“, hier hängt Englands Jugend zu Hunderttausenden in Stacheldrähten, sie tötet und wird getötet in Gallipoli, Afghanistan und wo sonst noch überall für das Empire aufmarschiert wurde und wird. „Oh Eng-eer-laand“ singt sie gedehnt, lädt ihre Worte so mit einer liturgischen Überhöhung auf, die man heute gerade mal noch von den großen englischen Dramen mit all den Toten am Ende kennt oder eben gleich aus dem Alten Testament, mit all seinen düsteren Prophezeiungen und der immerwährenden erbarmungslosen Menschenschlachterei. Es ist ein verstörendes Album, selbst für Polly Jean Harveys Verhältnisse, vor allem, weil diese Songs allesamt zu den schönsten zählen, die sie je geschrieben hat. Folk-Blues-Stücke sind das im Kern, meist akustisch eingespielt, mit der Zither konzipiert, enorm eindringlich und natürlich weitaus wirkmächtiger als jede vorstellbare Gitarrenprotzerei. Dabei ist selbst ein Klagelied wie „England“ nicht traurig im engeren Sinne, eher meditativ-anrührend. Jedem Song hat sie einen eigenen Charakter zugeordnet, vom Traditional „The Colour Of The Earth“ über den Gospel von „Let It Burn“ bis zu „All And Everyone“, einer herzbeklemmenden und trotzdem versöhnlichen Hymne voller unpathetischer Größe. So wie überhaupt dem ganzen Album ein großer Trost innewohnt, ein kurzer Einhalt, ein Aufatmen nach der Katharsis, auch wenn das Leiden dadurch nicht weniger wird und nie aufhört. „Let England Shake“ ist ein blutrot getränktes Meisterwerk, vielleicht sogar das beste dieser wahrlich großen Künstlerin, um die man England beneiden muss.

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Kundenrezensionen

4.5 von 5 Sternen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Stefan am 5. Juli 2011
Format: MP3-Download Verifizierter Kauf
Ich weiß nicht, wie lange PJ Harvey schon Musik macht. In Bezug auf ihr musikalisches Schaffen bin ich ein echter Spätzünder. "Let England shake" ist das erste Album von ihr, das ich mir zugelegt habe. Aufgrund von Empfehlungen und Probehören war ich irgendwie davon angetan und habe mir das Album als MP3 runtergeladen.

"Let England shake" ist eine Abrechnung mit England, PJ Harvey singt von Krieg, Leid, Tod, Blut ... . Beim ersten Durchhören (wenn man noch nicht so auf die Texte achtet, sondern einfach die Musik wirken lässt) fällt dies nicht auf. Musikalisch klingen viele der Titel federleicht, manche gar beschwingt und fröhlich und so bildet die Musik einen starken Gegensatz zu den Texten und der Botschaft des Albums. Die Musik ist weitesgehend handgemacht und lebt größtenteils von schönen Klängen (Akustikgitarren, Klavier, Schlagzeug, Bläser...), Bässe und hektische Grundsounds sind praktisch nicht vorhanden. Bei vielen Titeln wird PJ Harvey von einem männlichen Gesangspart verstärkt, so dass man die meisten Titel als Duette bezeichnen kann.

Let England shake - Beschwingt beginnt das Album, herrlicher Sound der verspielt wirkt, Gitarren und Schlagzeug stehen dezent im Hintergrund. PJ's Stimme klingt großartig und die Melodie bleibt gleich hängen.

The last living rose - Mit Pauken, Schlagzeug und einem monotonen Gitarrenelement entsteht ein marschähnlicher Sound. Melodie und Stimme klingen anklagend, klar und deutlich singt PJ Harvey ihre Botschaft an beautiful England.

The glorious land - Relativ flott ist der Sound unterwegs, coole Gitarrenmelodie im Sound, eigentlich schon fast gut tanzbar.
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26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Andreas Schuster am 20. Februar 2011
Format: Audio CD
Bewundernswerter noch als ihre Studioalben find ich bei PJ Harvey die Konzerte. Ich konnte sie erstmals 2000 live erleben, als sie das Jahrhundertalbum "Stories from the city, stories from the sea" vorstellte. Erstaunlich, welche Bühnenpräsenz diese zierliche Person hat. Danach allerdings verlor ich sie für eine Weile aus den Augen. Weder mit "Uh-huh Her", noch mit "White Chalk" konnte ich allzu viel anfangen. Die Ankündigung des Konzeptalbums "Let England Shake" allerdings hat mich aufhorchen lassen. Historischer Stoff auf einem PJ Harvey Album, und das über die gesamte Länge des Albums?

Mit Konzeptalben ist das so eine Sache. PJ Harvey umgeht manch Dilemma dadurch, dass sie weniger eine Geschichte erzählt oder gar eine Botschaft formuliert. Vielmehr schildert sie Situationen des Kriegs, verschiedener Kriege, der Weltkriegen sowie jüngerer Kriege, in denen die britische Armee verwickelt war und ist. Nicht nur textlich ist "Let England Shake" anders als die Vorgänger, auch musikalisch wird ausdrucksvoller schrammeliger Gitarrenrock durch leisere Töne und einprägsame Melodien ersetzt. Das Album ist sehr melodielastig, begleitet durch Bläser, Pauken, Marimbafon, Chöre, Fanfaren. Bereits die erste Single-Auskoppelung "The Words That Maketh Murder" erinnert nur noch wenig an die Zeiten von "Rid of Me". Dass das Album ein konsequenter Bruch wäre, ist wiederum übertrieben. "The Last Living Rose" etwa ist durch und durch als PJ Harvey Nummer erkennbar.

Ist es ein gutes Album? Nun, es wird mit jedem Hören besser. Schon der Einstieg "Let England Shake" hat etwas hypnothisches, etwas unwiderstehliches. Ihre Stimme ist anders.
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74 von 81 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Mapambulo TOP 500 REZENSENT am 11. Februar 2011
Format: Audio CD
... in der Öffentlichkeit mittlerweile nicht wie schnöde Materialsammlungen, sondern eher wie Ereignisse wahrgenommen werden, ist ein Privileg, was sich Polly Jean Harvey über die Jahre hart erarbeitet hat. Etwa mit ihren beiden Frühwerken "Dry" und "Rid Of Me", auf denen ihre Stimme klang, als würde ihr bei lebendigem Leib die Haut abgezogen - die Gitarren dazu dürften auch nicht aus dem normalen Fachhandel, sondern eher von einem übel beleumundeten Zwischenhändler für häuslichen Folterbedarf stammen. Oder aber das bleischwere, luzide "To Bring You My Love", wo sie als grell geschminkter Vamp die weibliche Entsprechung zu Nick Cave gab. Grandiose Alben allesamt - PJ Harvey wurde mit diesen und den folgenden Werken zweifellos zu einer Art Rolemodel, ohne sie wären Leslie Feist, Karen O., Anna Calvi oder auch Joan As A Police Woman so gar nicht denkbar gewesen.

Nun also "Let England Shake", vier Jahre nach dem letzten regulärem Soloalbum "White Chalk" und natürlich sehnlichst erwartet. Und wenn PJ Harvey als Inspiration für eine ganze Generation von Songwriterinnen steht, so kommt sie selbst auf dieser Platte ihrem eigenen Vorbild Patti Smith so nahe wie kaum zuvor. Und das betrifft sowohl die überwiegend klassische Instrumentierung als auch die inhaltliche Ausrichtung. Wenn der Begriff `Konzeptalbum' auch etwas in die Irre führen mag, so ist es doch eine monothematische, politische Arbeit geworden. Jeder der zwölf Songs ein Statement zu Krieg, Krise, England als Nation und Amerika als zweifelhaftem Vorbild, ohne Unterbrechung ist die Rede von Tod, Blut, Leiden, Verdorbenheit und Vergeblichkeit.
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