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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
29 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
oft überzogen kritisiert,
Von
Rezension bezieht sich auf: Let It Be (Audio CD)
Es mag ja sein, dass "Let it be" negative Assoziationen auslösen kann, weil es eben 1970, im Trennungsjahr der Beatles erschienen ist und mit Sicherheit auch in einer Phase aufgenommen wurde, in der innerhalb der Gruppe keine Harmonie mehr herrschte,aber warum immer wieder auch Beatles-Fans dieses Album in musikalischer Hinsicht kritisieren, ist mir ein Rätsel. Wenn man mal von den überflüssigen Kurzeinwürfen "Dig it" und "Maggie Mae" sowie dem alten, wiederaufgekochten "One after 909" absieht, sind auf der Scheibe nur Songs zu finden, die auch für Beatles-Verhältnisse einfach nur stark sind. Beim Opener "Two of us" wird, recht überraschend, feinster Folk-Rock geboten; trotz seiner etwas rohen Ausstrahlung reißt Lennon's "Dig a pony" richtig mit, steht jedoch im Schatten von dem wohl schönsten Beatles-Song überhaupt: "Across the universe", wunderbar melancholisch und verträumt, mit zeitloser Melodie, packendem Sound und erhebenden lyrics; natürlich ein John Lennon-Song. Mit "I me mine" unterstrich George Harrison, dass er sich, hätte es die Beatles weiterhin gegeben, durchaus zum Top-Songwriter der Gruppe hätte entwickeln können. Der unsterbliche Song "Let it be", den nun wirklich jeder kennt, das rockige "I've got a feeling" und der butterweiche, zuckersüße Abschiedssong "The long and winding road" zeigen eindeutig, wer bei den Beatles für die radiotauglicheren, aber trotzdem qualitativ keineswegs schwächeren Songs verantwortlich war, nämlich Sir Paule McCartney, is doch klar. Etwas lockerer geht es am Ende des Albums zu, mit den bluesigen Songs "For you blue" (Harrison) und "Get back" (Lennon/McCartney). Ich hätte es zwar schöner gefunden, etwas hochtragendere Lieder ans Ende der Plattenkarriere der erfolgreichsten Band aller Zeiten zu setzen, aber sei's drum, "Let it be" kann mit den anderen großen Beatles-Alben in Bezug auf Songwriting locker mithalten. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"...ich hoffe, wir haben das Vorspielen bestanden!",
Von
Rezension bezieht sich auf: Let It Be-Stereo Remaster (Audio CD)
Ich konnte nie nachvollziehen, warum "Let it be" immer wieder gerne als schwächstes Beatles-Album bezeichnet wird - es ist nicht ihr stärkstes, aber ihr schwächstes ist eindeutig die Original-LP "Yellow Submarine". Ich mag das Album sehr. Der einzige etwas schwächelnde Song ist Georges For you blue, und selbst den mag ich, schon wegen seiner Unbekümmertheit. Ich mag auch das "Weiße Album", aber auch das hatte Aussetzer wie Wild Honey Pie oder Everybody's got something to hide (von Revolution 9 ganz zu schweigen!), "Let it be" hält dem Vergleich also locker stand. Beide Alben markierten den Zerfall der Beatles, den ich dem "Weißen Album" wegen seiner greifbaren Isoliertheit jedoch eher anhöre als "Let it be", auf dem sie immerhin einige Songs wieder gemeinsam live einspielten. Und nicht zuletzt waren sie immer noch für Klassiker wie Get back, The long and winding Road und den Titelsong gut.
Erstaunlich, wie kreativ die Beatles selbst kurz vor ihrem Auseinanderbrechen noch waren: bereits fünf Wochen nach dem Erscheinen des "Weißen Albums" trafen sie sich Anfang Januar '69 zu erneuten Sessions, die so viele neue Songs hervorbrachten, dass etliche von ihnen später nicht nur auf "Abbey Road" auftauchten (Octopus's Garden, I want you (She's so heavy), She came in through the Bathroom Window, Oh! Darling), sondern auch noch auf Lennons "Imagine", Harrisons "All Things must pass" und McCartneys gleichnamigem Soloalbum. Das Konzept - zugleich der Arbeitstitel - lautete "Get back", also: zurück zu den Wurzeln, keine Overdubs, vier Musiker, live, mit Fehlern und allem. Dass die Beatles Billy Preston zum Mitspielen einluden, war ein Glücksfall; dass dabei Kameras mitliefen, man schon ab 10 Uhr vormittags zu drehen begann und Yoko immer präsenter war, war den ohnehin bestehenden internen Spannungen zusätzlich abträglich. Die Beatles jammten viel ziellos herum und stritten, George verließ für ein paar Tage die Band, und all dies war dem Film auch anzusehen und auf den von Glyn Johns vorbereiteten Erstentwürfen des Albums zu hören, was John, George und Ringo bewog, Phil Spector mit der Überarbeitung der Bänder zu beauftragen. Also waren es die Beatles selbst (zumindest drei von ihnen), die das Originalkonzept über den Haufen warfen, und offenbar waren sie mit dem Ergebnis so zufrieden, dass Harrison und Lennon Spector für die nächsten drei Jahre als Koproduzent engagierten. Wie Lennon später erleichtert feststellte, hatte Spector aus den "erbärmlichsten Sessions auf der Welt" etwas Vernünftiges erstellt. Wie der Vergleich mit "Anthology Vol. 3" zeigt, schnitt er das "All I want is you" am Anfang und Ende von Dig a Pony heraus, verlängerte I me mine (von 1:35 auf 2:25) und Let it be und versah I me mine, Across the Universe und The long and winding Road mit teilweise heftigen Orchester-Overdubs, was wiederum für Paul McCartney einen weiteren Trennungsgrund darstellte. Paul hat The long and winding Road im Laufe seiner Karriere, live und im Studio, mindestens sechsmal erneut veröffentlicht und sich dabei nie um entschlackte Versionen bemüht; ich konnte die Aufregung über diese "geschmacklosen" Overdubs von dem Mann, der später Quatsch wie We all stand together (bei dem ein Chor quakende Frösche imitiert!) fabrizierte, nie nachvollziehen. Da ging es wohl eher um verletzte Eitelkeiten. Overdubs hin oder her, ich mochte den Song immer, wie er war: The long and winding Road ist mit seinem fast philosophischen Text einer der besten McCartney-Songs. Wie schon zu Yesterday kam ihm die Inspiration zu Let it be im Traum, eine verdiente Nr. 1-Single ebenso wie Get back, das sich aus einer Session heraus entwickelte. Wie Beatles-Fans wissen, entstand "Let it be" unter höchst unerfreulichen Umständen; ich stimme Lennon jedoch zu, dass man dies der Phil Spector-Fassung nicht anhört: in Two of us singen Lennon und McCartney in alter Everly Brothers-Tradition einträchtig zweistimmig, und obwohl McCartney den Song über Linda und sich schrieb, hörte ich ihn doch immer als eine Botschaft an Lennon und sich selbst. Drei Songs stammen vom berühmten Dach-Konzert am 30.1.'69: wie sehr die Beatles in nur sechs Jahren gereift waren, zeigt die Version ihres alten Gassenhauers One after 909 im Vergleich mit den Aufnahmen bei den Sessions zu From me to you am 5.3.'63 (s. "Anthology 1"). Lennon/McCartney mochten schon lange nicht mehr gemeinsam komponiert haben; Lennons Everybody had a hard Year fügte sich aber so genial in McCartneys I've got a Feeling ein, dass sie beide Teile übereinander singen konnten. Dig a Pony ist ein weiterer Lennon-Rocker mit Nonsens-Text und Wortspielen, textlich in der Tradition von I am the Walrus oder Happiness is a warm Gun. Across the Universe, einer der besten Lennon-Songs überhaupt, lag seit den Lady Madonna-Sessions ein Jahr zuvor unveröffentlicht in der Schublade; zum Glück tauchte der Song im Film kurz auf, sodass er auch aufs Album musste. Dasselbe galt für Harrisons I me mine, das George, Paul und Ringo (ohne John) am 3.1.'70 extra für das Album einspielten; knapp 25 Jahre später trafen sie in dieser Besetzung wieder im Studio zusammen, um Lennons Free as a Bird zu vervollständigen. Aufgenommen vor "Abbey Road", aber begleitend zum gleichnamigen Film erst im Mai 1970 veröffentlicht, hatte "Let it be" mit den vier getrennten Portraits das passende Abschieds-Cover; "Abbey Road" aber bleibt das eigentliche Abschiedsalbum der Beatles. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
If it looks like the end, and sounds like the end, then...,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Let It Be (Audio CD)
Historically there is a real sense in which the "Let It Be" album made it easier to accept the idea that the Beatles had broken up. Not just because the album is essentially the soundtrack from the film that showed the Beatles disintegrating right before our eyes, but also because it is just not a great Beatles album, certainly not in comparison to "Abbey Road" (or even the collection of singles like "Lady Madonna" and "Hey Jude" that Apple put out after the end, most of which ended up on the CD "Past Masters - Volume Two"). The culprit who is fingered for this disaster (a Beatles album that is not "great" qualifies as a disaster), is Phil Spector, who was brought in to do some post-production mixing and overdubs. But the only song that really got the legendary "Wall of Sound" treatment was "The Long and Winding Road," with "Across the Universe" and "I Me Mine" only getting a touch of the same. That is not much to hang Spector as the primary culprit. The biggest sin here is that he did not work with the Beatles the same way that George Martin always did and the responsibility for so many of the songs being sub-standard has to fall on the Beatles who wrote them. Personally, I never liked "Let It Be" and "The Long and Winding Road" half as much as "Hey Jude" (it was like comparing all of Led Zeppelin's ambitious songs to "Stairway to Heaven" in the next decade). It helps a little bit to recall that the idea here was that the Beatles were performing these songs live (who can forget the famous rooftop concert), in another attempt to get excited about their music. Sometimes I just think of "Let It Be" as the anti-Sgt. Pepper album, because whereas that classic Beatles album has a superb sense of construction from start to finish, the songs on this one seem to be arranged in a haphazard fashion (e.g., "Dig a Pony" followed by "Across the Universe"). I know this seems a strange thing to say after "The White Album" and side 2 of "Abbey Road," but both of those albums still have cohesiveness even when they are splicing unfinished songs together that this one is totally missing. Maybe on a subliminal level the group was telling the world "You WANT us to break up, because this is what you get from here on out." The bottom line is I still listen to this one from time to time, but still a lot less than any other Beatles album (yes, I listen to "side 1" of the "Yellow Submarine" soundtrack more than "Let It Be"). Besides, everybody knows it is not a real Beatles album if George Martin is not the producer. When "Let It Be...Naked" came out in 2003, having mixed out Spector's contributions, deleted the bits of conversation, cut a couple of songs ("Dig It" and "Maggie Mae"), added "Don't Let Me Down," and resequenced the tracks, it just struck me as too little too late. At best it was a marginally better album. No wonder "Abbey Road" is considered the "last" Beatles album. It is not just because it was recorded after "Let It Be," but because it lets the Beatles go out on a much higher note (plus "The End" gets to serve as a benediction of sorts). Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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