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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Die Geschichte einer Freundschaft, die nachdenklich macht.,
Von
Rezension bezieht sich auf: Lessing und Moses Mendelssohn. Geschichte einer Freundschaft (Gebundene Ausgabe)
Die Autorin Vera Forester erzählt von der Freundschaft zweier faszinierender Persönlichkeiten und lässt dabei ein Panorama Deutschlands in der Zeit der Aufklärung entstehen. Sie versteht es, die komplexen philosophischen Gedanken Lessings und Mendelssohns - und die Reaktionen der Gesellschaft des 18. Jhs. darauf - nachvollziehbar zu machen und bietet - beinahe im Vorbeigehen - Erläuterungen und Interpretationen von Lessings wichtigsten Dramen und Mendelssohns philosophischem Werk. Das Buch macht Lust, sich noch intensiver mit Lessing, Mendelssohn und der Aufklärung auseinanderzusetzen.Unklar bleibt jedoch, ob die Aussagen über Mendelssohns und Lessings Innenleben durch Briefe o.ä. belegbar sind. Hier hätte ich mir mehr Transparenz und Tiefe gewünscht. Alles in allem: Eine faszinierende Lektüre, die aufgrund der nach wie vor bestehenden Aktualität - das Verhältnis von Christen und Juden zueinander - nachdenklich stimmt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gegen Vorurteile - für Toleranz,
Von
Rezension bezieht sich auf: Lessing und Moses Mendelssohn. Geschichte einer Freundschaft (Gebundene Ausgabe)
Sie waren ein Dioskurenpaar - brüderlich vereint in dem Bemühen um Toleranz, deutsch-jüdische Verständigung und Menschlichkeit. Gotthold Ephraim Lessing und Moses Mendelssohn haben eine lebenslange Freundschaft gepflegt, die sich in ihrem Fühlen, Ihrem Denken und in Ihren Schriften nachhaltig Niedergeschlag gefunden hat. Lessing hat dem großen Moses Mendelssohn mit seinem "Nathan der Weise" ein Denkmal gesetzt; Moses Mendelssohn hat dem großen Lessing immer die Treue gehalten - auch über unterschiedliche Auffassungen in Teilbereichen hinweg. So hat sich eine einzigartige Freundschaft entwickelt. Mit großer Empathie und sehr kenntnisreich hat Vera Forester die "Geschichte einer Freundschaft" beschrieben - ihre zwischenmenschliche Dimension, ihre philosophischen und aufklärerischen Grundlagen. Beide haben letztlich dafür gesorgt, dass das deutsche Judentum sich aus dem geistigen und rechtlichen Ghetto zumindest bedingt befreien konnte. Die von ihnen praktizierte Demonstration gegen die gesellschaftliche Vorurteile war der erste Schritt zu einer - leider immer noch nicht abgeschlossenen - Versöhnung.
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