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Lessing und Moses Mendelssohn. Geschichte einer Freundschaft
 
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Lessing und Moses Mendelssohn. Geschichte einer Freundschaft [Gebundene Ausgabe]

Vera Forester
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 262 Seiten
  • Verlag: Europäische Verlagsanstalt (eva); Auflage: 1 (30. August 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3434505024
  • ISBN-13: 978-3434505020
  • Größe und/oder Gewicht: 21,3 x 15 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Perlentaucher.de


Buchnotiz zu : Frankfurter Rundschau, 06.06.2002
Auch "ärgerliche Kleinigkeiten", die durch ein besseres Lektorat hätten verhindert werden können, schmälern den Wert dieser "fulminaten" Doppelbiografie nicht, resümiert Rolf-Bernhard Essig seine Lektüre. Der Autorin Vera Forester sei es in mitreißender Weise gelungen, die ein Leben dauernde, tiefe Freundschaft zwischen Gotthold Ephraim Lessing und Moses Mendelssohn darzustellen, die 1754 begann, als sich beide fünfundzwanzigjährig in Berlin trafen. Die Einmaligkeit dieser vorurteilslosen, intensiven kulturellen Freundschaft zwischen dem christlichen Dichter Lessing und dem jüdischen Philosophen Mendelssohn in der Blütezeit der Aufklärung, erschließt sich gerade im Doppelporträt, das neue Korrespondenzen, Parallelen und Gegensätze erkennen lasse, schreibt Essig. Der Leser werde "durch wohl ausgesuchte Briefe, theoretische und poetische Texte" auch noch direkt im Jetzt erreicht. Das Gemälde von Moritz Oppenheim von 1856 "Lavater und Lessing bei Mendelssohn", das damals als Lithografie weite Verbreitung fand, lasse erst auf den zweiten Blick die Fäden der so vielfältig und dicht gesponnenen Beziehung zwischen Lessing und Mendelssohn erkennen, meint Essig, und beschreibt weiter, dass Lessing sich nicht in den konfessionellen Streit zwischen Lavater und Mendelssohn eingemischt hatte, sondern missbilligend im Hintergrund geblieben war. Ebenso wie Oppenheim gelingt es auch der Biografin, "das farbige Abbild einer Freundschaft" zu malen, "wie es sie reicher, anrührender und herzensklüger selten gab", lobt der Rezensent.

© Perlentaucher Medien GmbH

Kurzbeschreibung

Größer hätten die Gegensätze von Herkommen, Stand und gesellschaftlichen aussichten nicht sein können. Dennoch verband sie eine Lebenslange Freundschaft und ein gemeinsames Ziel: das Ideal der Toleranz und Geschwisterlichkeit mit Leben zu erfüllen. Sie trafen sich jung, eben 25jährig, im hellwachen friderizianischen Berlin des Jahres 1754 und beflügelten einander im endlosen Dialog. Lessing schrieb "Briefe, die neueste Literatur betreffend" und wurde damit und mit seinen dramatischen Werken der eigentliche Begründer der modernen deutschen Literatur und einer literarischen Öffentlichkeit. Moses Mendelssohn, dem Lessing mit "Nathan der Weise" ein Denkmal setzte, hatte mit seinen philosphischen Werken und den Übersetzungen der Psalmen und bedeutenden Passagen des Alten Testaments entscheidend Anteil an der Herausführung der Juden aus dem geistigen und rechtlichen Ghetto. Ihre Freundschaft erlebten sie bewußt als Beginn der deutsch-jüdischen Verständigung. Vera Forester nennt ihr Wirken eine "Leuchtspur" und ihre gemeinsame Geschichte einen "Glücksmoment" der deutschen Aufklärung.

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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Die Geschichte einer Freundschaft, die nachdenklich macht., 23. Dezember 2002
Rezension bezieht sich auf: Lessing und Moses Mendelssohn. Geschichte einer Freundschaft (Gebundene Ausgabe)
Die Autorin Vera Forester erzählt von der Freundschaft zweier faszinierender Persönlichkeiten und lässt dabei ein Panorama Deutschlands in der Zeit der Aufklärung entstehen. Sie versteht es, die komplexen philosophischen Gedanken Lessings und Mendelssohns - und die Reaktionen der Gesellschaft des 18. Jhs. darauf - nachvollziehbar zu machen und bietet - beinahe im Vorbeigehen - Erläuterungen und Interpretationen von Lessings wichtigsten Dramen und Mendelssohns philosophischem Werk. Das Buch macht Lust, sich noch intensiver mit Lessing, Mendelssohn und der Aufklärung auseinanderzusetzen.
Unklar bleibt jedoch, ob die Aussagen über Mendelssohns und Lessings Innenleben durch Briefe o.ä. belegbar sind. Hier hätte ich mir mehr Transparenz und Tiefe gewünscht.
Alles in allem: Eine faszinierende Lektüre, die aufgrund der nach wie vor bestehenden Aktualität - das Verhältnis von Christen und Juden zueinander - nachdenklich stimmt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Gegen Vorurteile - für Toleranz, 23. Dezember 2008
Von 
Günter Nawe "Herodot" (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Lessing und Moses Mendelssohn. Geschichte einer Freundschaft (Gebundene Ausgabe)
Sie waren ein Dioskurenpaar - brüderlich vereint in dem Bemühen um Toleranz, deutsch-jüdische Verständigung und Menschlichkeit. Gotthold Ephraim Lessing und Moses Mendelssohn haben eine lebenslange Freundschaft gepflegt, die sich in ihrem Fühlen, Ihrem Denken und in Ihren Schriften nachhaltig Niedergeschlag gefunden hat. Lessing hat dem großen Moses Mendelssohn mit seinem "Nathan der Weise" ein Denkmal gesetzt; Moses Mendelssohn hat dem großen Lessing immer die Treue gehalten - auch über unterschiedliche Auffassungen in Teilbereichen hinweg. So hat sich eine einzigartige Freundschaft entwickelt. Mit großer Empathie und sehr kenntnisreich hat Vera Forester die "Geschichte einer Freundschaft" beschrieben - ihre zwischenmenschliche Dimension, ihre philosophischen und aufklärerischen Grundlagen. Beide haben letztlich dafür gesorgt, dass das deutsche Judentum sich aus dem geistigen und rechtlichen Ghetto zumindest bedingt befreien konnte. Die von ihnen praktizierte Demonstration gegen die gesellschaftliche Vorurteile war der erste Schritt zu einer - leider immer noch nicht abgeschlossenen - Versöhnung.
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