Der Medienalltag von Kindern und Jugendlichen hat sich in den letzten Jahren radikal verändert: Multimediale Unterhaltungsangebote gewinnen an Bedeutung. Welche Chance hat das Lesen in diesem Szenario, welche Felder bleiben dem Traditionsmedium ‚Kinder- und Jugendbuch’? Dieser Band bestimmt die Position der Kinder- und Jugendliteratur im Umfeld der multimedialen Eventkultur neu. Der Medienalltag von Kindern und Jugendlichen hat sich in den letzten Jahren radikal verändert: Multimediale Unterhaltungsangebote - mit Film und Fernsehen als Leitmedien und oft global vermarktet - gewinnen an Bedeutung. Zu jedem dieser Angebote gibt es mittlerweile Begleitprogramme im Internet, bei denen die Fans sich aktiv einschalten können. Gleichzeitig lösen sich traditionelle Altersgruppeneinteilungen mehr und mehr auf: Serien haben Anhänger sowohl unter Jugendlichen wie unter Erwachsenen. Mehr noch, die allumfassende Pop-Unterhaltungskultur ist auf dem Wege, die selbständige Kinderkultur an den Rand zu drängen. Welche Chance hat das Lesen in diesem Szenario, welche Felder bleiben dem Traditionsmedium ‚Kinder- und Jugendbuch’? Dieser Band bestimmt die Position der Kinder- und Jugendliteratur im Umfeld der multimedialen Eventkultur neu. Er knüpft an Kultursoziologien der Gegenwart an und sucht die diversen Generationenbrüche zu berücksichtigen. Der Blick richtet sich auf den veränderten Medienumgang ebenso wie auf die neue Einstellung zu Spaß und Unterhaltung. Neben grundlegenden Beiträgen zum medialen und kulturellen Wandel werden einzelne Fallstudien geboten: über Fernsehserien für Kinder, über Horrorliteratur, über Computer- bzw. Cyberspaceromane, über neue Literatur für Girls, über die Popliteratur und ihre medienversessenen Autoren. Eine empirische Untersuchung des Leseverhaltens von Jungen rundet den Band ab.