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Lesehunger - Ein Bücher-Menu in 12 Gängen
 
 

Lesehunger - Ein Bücher-Menu in 12 Gängen [Kindle Edition]

Hanns-Josef Ortheil
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"… Ortheil, ein kluger Schreibreflektierer …“ (FAS )

„Behutsam, eindringlich und sensibel ist sein Umgang mit … Büchern …“ (Allgemeine Zeitung (Mainz) )

Kurzbeschreibung

Ein opulent angerichtetes Fest des Lesens

In »Lesehunger« erzählt Hanns-Josef Ortheil von seinen ausschweifenden Lese-Vergnügen, von den Ritualen und Geheimnissen des Lesens, von den Tageszeiten und Orten, die dem Lesen günstig sind, und vom lustvollen Verschwinden in und dem langsamen Wiederauftauchen aus Büchern. »Lesehunger« ist darüber hinaus aber auch ein verführerisch angerichtetes Lese-Menu, das von Hanns-Josef Ortheil mit vielen Buch- und Leseempfehlungen angereichert worden ist und das den Leser auf raffinierte Weise zum hemmungslosen und anarchischen Lesen abseits aller literarisch schmalspurigen Kanonangebote verführen will.


Produktinformation

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 353 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 241 Seiten
  • ISBN-Quelle für Seitenzahl: 3630621538
  • Verlag: Sammlung Luchterhand (24. Juni 2009)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B004OL2UY0
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: #26.502 Bezahlt in Kindle-Shop (Siehe Top 100 Bezahlt in Kindle-Shop)

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Lesegenuss 23. April 2009
Format:Taschenbuch
Hanns-Josef Ortheil hat wieder ein wunderbar sinnenfrohes und
verführerisches Buch geschrieben. Er, der mich bereits nach Venedig, Rom
und immer wieder nach Italien gelockt hat, schreibt diesmal auf ganz und
gar ungewöhnliche und vollkommen neue Art über das Lesen. Die Szenerie
ist ein großes Gartengelände, auf dem immer neue Formen des Lesens
vorgestellt und erprobt werden: Das rückhaltlose, das rauschhafte, das
meditative, das lebenskluge, das von Getränken und Speisen inspirierte
Lesen (und viele andere mehr). Zu jeder Form wird ein eigenes
Bücher-Menu serviert, mit dessen Hilfe man seine eigenen
Lese-Experimente machen kann. Geschrieben ist das Ganze in einem klugen
und sehr unterhaltenden Plauder- und Gesprächs-Ton, der einem so richtig
Lust auf das Lesen und Darüber-Sprechen macht. Ein ähnlich schönes Buch
über meine Lese-Passion kenne ich nicht - trotz der schönen Bücher etwa
von Manguel über das Lesen. Ortheil ist einfach noch eine Spur
raffinierter, phantasievoller und betörender. Kein Buch für biedere
Leseratten, die immer und überall lesen, sondern für Leser, die das
Lesen genießen.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Heike Geilen HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Lesen ist eine der wichtigsten Kulturfertigkeiten, die wir Menschen uns zu Eigen gemacht haben. Es ist ein durchaus wichtiger Teil der Kommunikation und nimmt dabei einen hohen Stellenwert ein. Man reflektiert und überdenkt das Gelesene und gewinnt vielleicht sogar so etwas wie Erkenntnis. Doch was für den einen beinahe eine Obsession sein kann, ist für den anderen Qual und Anstrengung.

Vielleicht wird Hanns-Josef Ortheils "Büchermenü in 12 Gängen" - wie es der Untertitel verrät - als kleine Appetitanregung verstanden, doch wieder mal ein Buch in die Hand zu nehmen, Bilder und Bildzusammenhänge im Kopf herzustellen, ja, einzutauchen in eine bildliche Fantasiewelt. Empfehlungen gibt er jedenfalls en mass. Aber auch oder gerade für den Vielleser ist die Lektüre eine wahre Quelle und Fundgrube sich noch zu erschließender oder vielleicht wieder einmal zur Hand nehmender Literatur.

Der Schriftsteller und Professor für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim hat für sein Buch eine raffinierte Kredenzform gewählt. Angerichtet wie ein Zwölf-Gänge-Menü, das er jeweils an zwei aufeinanderfolgenden Tagen mit einer fiktiven Journalistin vorbereitet, serviert, einnimmt und genießt, gibt der obsessive Vielleser Ortheil Leseempfehlungen und -anregungen in Hülle und Fülle. Doch diese geballte Ladung an guter Literatur erschlägt den Leser keineswegs, denn der Autor "verkauft" sie auf wunderbar lockere Art und Weise.

Aufgebaut ist das Buch als eine Art lockeres Gespräch. Die Besucherin wird durch Ortheil in verschiedenste Bereiche seines Westerwald-Grundstücks, mit vielen kleinen Plateaus, Aussichtsterrassen und in seine "Lesekapseln" - meist kleine, auf dem Grundstück verstreute Räumlichkeiten - geführt. Mal ist es ein kleines Gartenhäuschen, ein Pavillon oder ein Blockhütte, wo er seiner Gesprächspartnerin die unterschiedlichsten Literaturmenüs darreicht.

Das sind zum Beispiel allgemeine Gedanken über das Lesen im Allgemeinen oder in "Champagner"- und grandseigneurale Lektüren im Besonderen. Ortheil schwelgt in sogenannten Küchen-, Tee-, Reise- oder Fern-Lektüren, Essays und Kolumnen, aber gibt auch Lektüreempfehlungen für junge Schreiber. Alles in Allem eine großartige Mixtur aus verschiedensten Genres und literarischen Themengebieten, die man durchaus als eine Art Reise begreifen kann, "als eine Aufbruch in Neuland, ein Sich-Niederlassen hier und dort, als Aufbau von Wegstationen, als Verzehr von Proviant, als erneuten Aufbruch...".
Ans Ende jedes Kapitels bzw. Menüs stellt er eine Zusammenfassung aller im vorangegangen Gespräch erwähnter Titel, so dass es ein Leichtes ist, sich seinen ganz persönlichen Favoriten in der nächsten Buchhandlung zu bestellen.

Warum diese ungewöhnliche Form? Hier soll Hanns-Josef Ortheil selbst zu Wort kommen: "Man kann das Lesen sehr gut mit Nahrungsaufnahme vergleichen, ja, man kann sagen: Das Lesen ist die Befriedigung einer bestimmten Form von elementarem Hunger. Und weiter: Lesen heißt, einen Appetit stillen. Ich meine das nicht in einem metaphorischen Sinn, sondern ich meine es konkret und wörtlich. Lesen ist die Zuführung einer bestimmten Speise, und diese Speise ist nicht nur 'geistiger Art', wie man oft sagt, sondern immer auch etwas Sinnliches."

Und vielleicht wird nach Abschluss dieser entzückenden Lektüre folgender Text Marcel Prousts aus "Tage des Lesens" wieder eine besondere Bedeutung zukommen: "Es gibt vielleicht keine Tage unserer Kindheit, die wir so voll erlebt haben wie jene, die wir glaubten verstreichen zu lassen, ohne sie zu erleben, jene nämlich, die wir mit einem Lieblingsbuch verbracht haben ...". Lesen macht die Welt fühlbar und erlebbar und "lässt uns ihre von der Geburt an gegebene Kälte und Fremdheit überwinden", ist sich der Autor sicher.

Fazit:
Keinen Kanon unbedingt zu lesender Bücher stimmt Hanns-Josef Ortheil in seinem "Lesehunger" an, sondern er erzeugt durch die lockere, legere Art und Weise seines Buchaufbaus für große Appetitanregung und Freude an unvorhergesehenen Lektüre-Mixturen. Eine unbedingte Leseempfehlung für alle Bibliophilen wie auch für die, die das Lesen wieder neu für sich entdecken wollen.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Man möchte nach Stuttgart fahren, sich auf dieses Fleckchen Erde schleichen und im Liegestuhl in den Büchern des Schriftstellers lesen, diesen Ort spüren und warten und hoffen, dass man nicht entdeckt wird. Ich gehöre zu denjenigen, die mit der Leselust und der Lesesucht so lange ich denken kann lebe und leider bin ich erst viel zu spät zum eigenen Schreiben gekommen. Der Sucht und der Lust innewohnt das Habenwollen. Nach der Lektüre dieses Bu-ches ist die Liste der noch zu kaufenden und zu lesenden Bücher noch-mals ein Stück länger geworden. Beim Lesen habe ich mehr über meine Lesegewohnheiten und mein Schreiben erfahren als ich dachte. Auch, dass es nicht so sehr auf die Frage ankommt: Was genau hat der Autor gesagt? Was will uns der Autor sagen? (S. 92) Ich wünschte auch, ich bekäme Bücher kostenlos zugeschickt. Allerdings würde auch dann nur kurzfristig meine Lesesucht befriedigt. Jede Sucht braucht kurzfristig Reize. Dieses Buch ist sicher kein Therapiebuch zur Bekämpfung von Leselust und Lesesucht. Nein, auf keinen Fall. Es ist ein Buch, das die Lesesehnsucht auf das Herrlichste befeuert. Leider endet es nach zwölf Gängen, das Bücher-Menü.
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