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LESBIAN VAMPIRE KILLERS lebt von seinem Titel. Der ist bewusst cool gewählt und macht neugierig. Leider wird der Film dem Titel nicht gerecht, denn man erwartet sich hier einfach eine sehr viel höhere Gagdichte. Dies hätte der SHAUN OF THE DEAD des Vampirfilms werden können, aber dazu reicht es bei weitem nicht. Nun soll aber nicht der Eindruck erweckt werden, dass der Film ein Rohrkrepierer auf ganzer Linie wäre. Das ist er mitnichten. Es gibt nämlich durchaus ein paar gelungene Gags, ein paar erstaunlich atmosphärische Momente und ein paar musikalische Einlagen, die gefallen. Einerseits der Einsatz von Whigfields "Saturday Night", andererseits wuchtige orchestrale Musik. Vielleicht hätte man den lesbischen Aspekt etwas ausbauen sollen. Der ist hier nämlich nur Alibi. Dass die Vampirinnen auf Frauen stehen, merkt man ihrer Männerjagd nicht an. Hauptvampirin des Films ist Carmilla, die von Sheridan LeFanu erfunden wurde. Filmisch ist sie anders als Graf Dracula weniger stark eingesetzt worden, aber es gab drei Filme der legendären Hammer Studios, die sich mit Carmilla beschäftigten. Dem trägt man hier auch Rechnung, da das Haus, in dem die jungen Leute sich einfinden, die Hütte Mircallas ist. Und dieses Anagramm von Carmilla wurde auch bei Hammer eingesetzt. Fazit: Nicht so lustig, wie er hätte sein können, aber kurzweilig genug für einen netten Filmabend.
Moviemans Kommentar zur DVD: Was die Farben dieses Films betrifft, so hat man eine sehr eigene Dramaturgie ausgewählt. Vieles ist grünstichig. Das ist gewollt, aber gewöhnungsbedürftig. Dabei sind die Farben teils auch etwas zu matt ausgefallen. Rauschen ist in erkennbarem Maße vorhanden, aber tolerabel. Während die Schärfe durch gute Detailzeichnung auffällt (Haare bei 00:11:32) ist der Kontrast stark überstrahlend. Helle Flächen leuchten. Dazu kommt, das das Bild manchmal aussieht, als läge ein milchiger Schleier darüber. Der Schwarzwert könnte besser sein. Der Ton ist gut ausgefallen. Die Dialoge sind in beiden Sprachfassungen gut verständlich, wenn auch nicht besonders direktional wirkend. Die Effekte haben viel Dampf, teils so gar zuviel im Vergleich zu den Dialogen. Neben einem Audiokommentar gibt es ein paar mehr oder weniger amüsante Webisodes, ein kurzes und oberflächliches Making of, noch kürzere und nichtssagendere Featurettes, ein Musikvideo und den Trailer. --movieman.de
Diese britische Fantasyhorrorkomödie mixt diverse Erfolgsstreifen, darunter "Excalibur", "Tanz der Teufel", "American Pie" und die "Twilight"-Filme. Dass der Slogan "Bis(s) zur Morgenlatte" Relevanz hat, liegt vor allem am notgeilen Moppel Fletch (James Corden), der mit seinem verklemmten Kumpel Jimmy (Mathew Horne) eigentlich im ländlichen Wales wandern wollte. In einem einsamen Häuschen allerdings stoßen sie nicht nur auf einen Haufen scharfer Folkloreforscherinnen, sondern auch auf noch schärfere Vampirinnen, die einen uralten Fluch erfüllen wollen: die Jungfrauen des Dorfes in ihresgleichen zu verwandeln. Das alles ist ein Splatterjux mit vielen schnuckeligen Ideen wie Umblätterblenden und ruckartig losrasenden Bildern à la "Crank". Die Gagdichte ist aber leider nicht so hoch wie in der meisterlichen Zombieparodie "Shaun of the Dead". Immerhin haben wir am Ende mehrere Dinge gelernt: a) Was von lesbischen Vampire nach dem Verdampfen übrigbleibt, sind Silikonbrüste. b) Aus Kondomen und Weihwasser lassen sich prachtvolle Wasserbomben bauen. (mw)Extras: Audiokommentar, Making-of, Webisodes, Musikclip,FeaturettesAuch als Blu-Ray-Disc!