Bisweilen ist der typische (?) australische Humor, der meist unter die Gürtellinie zielt, noch amüsant - aber eben nur in geringen Portionen. Hingegen 90 Minuten lang dem ausgesetzt zu sein, ist fast schon eine Tortur. Nicht zuletzt deshalb, weil viele der Witze ziemlich billig und vor allem Klischeehaft daherkommen. Auch den Auftritten von Dame Edna mangelt es an Originalität, da die meisten ihrer Phrasen bereits schon in ihren (weitaus besseren) Bühnenshows zu hören sind.
Die Abhandlung des Films muss ich hier nicht widergeben (ist schon in der kurzen Filmbeschreibung wie auch auf der vorangegangenen Rezension nachzulesen); deshalb hier die originellsten Szenen:
- Nach ausgiebigem Verzehr von Bohnen, steht der Held des Films, Sir Les Patterson, vor der UN-Vollversammlung, wie üblich leicht angetrunken. In seiner Schusseligkeit lässt Patterson seine Unterlagen fallen, bückt sich, um diese aufzuheben und lässt dabei natürlich einen Riesenfurzer los - während hinter ihm ein anderer Borschafter gerade versucht, sein Feuerzeug anzumachen... die Folge davon ist, dass ein Mitglied aus einem arabischen Land urplötzlich in Flammen steht! Beim betrachten dieser Szene wünscht man sich, sowas würde zu gewissen Anlässen auch in der Realität geschehen...
- wirklich originell: die amerikanische Talkmasterin Joan Rivers als Präsidentin der Vereinigten Staaten! (das einzig fortschrittliche an diesem Film)
Hm, tja... das wars dann aber auch schon von meiner Sicht aus. Mein Tipp an alle Dame Edna-Fans: ergötzt euch an ihren legendären TV-Shows - dieser Film hingegen ist definitiv kein must-have! Aber vielleicht muss man ja selbst angetrunken sein, um ihn wirklich lustig zu finden. Probierts halt mal aus...