Seit gestern kann man ihn sich im Kino anschauen, den neuen Film von Arthur Cohn: "Die Kinder des Monsieur Mathieu" (Originaltitel "Les Choristes"). Nachdem ich ihn gestern gesehen habe, kann ich nur sagen: Toller, sehenswerter Film, der ein wenig an den "Club der toten Dichter" mit Robin Williams erinnert.
Was aber noch viel wichtiger ist, ist die grandiose Musik des Filmes. Der Lehrer Mathieu macht aus einem zusammengewürfelten Haufen als schwererziehbar eingestufter Kinder einen eindrucksvollen Knabenchor. Diese Entwicklung kann man nicht nur mit den Augen mitverfolgen, man kann sie vor allem hören: Sind die Töne am Anfang noch schief und unharmonisch, so klingt "La Nuit", das die Kinder der Contesse vorsingen, wie von einer jahrelang trainierten Gruppe vorgetragen.
Die "Petits Chanteur de Saint-Marc", deren Aufnahmen im Film und auf der CD zu hören sind, verwandeln die durchgehend in französischer Sprache gesungenen Lieder in Choräle, die so schön und anrührend sind, dass man sie sich stundenlang anhören kann. Ein Übriges tut der Solist Jean-Baptiste Maunier, der eine so glockenhelle, klare Stimme hat, dass man es kaum fassen kann. Das Wechselspiel von Chor und Solist prägt diese CD, auch einige gesprochene Ausschnitte aus dem Film sind dabei, wie etwa die Einteilung der Kinder in Stimmgruppen. Als Begleitung spielt oft ein Klavier, teilweise auch Orchestergruppen und diverse Soloinstrumente.
Anspieltipps: "Cerf Volant", "La Nuit"
Also, Film anschauen, CD kaufen und ein Glück empfinden, das man in der Intensität selten spürt.