Hier wird sie zusammengeführt: die sozialwissenschaftlich-pädagogiche und die pragmatisch-technologische Sichtweise des computerunterstützten Lernens. Beide Sictweisen beäugen sich normalerweise misstrauisch. Hier werden zunächst auf gut verständliche Weise die Theorie (Teil 1: Wiisen und Lernen, Lernen und Handeln, Lernen als Prozess) mit der Praxis, also der Software (Interaktivität und Saoftware, Software-Typologie) zusammengeführt. Besonders für den Referendar und hier wiederum für Quereinsteiger ohne Lehramtsstudium ist besonders der erste Teil mit seinem wirklich guten Überblick über Lernparadigmen empfehlenswert.
In der Praxis werden die meisten Lernprogramme ohne (erkennbaren) didaktischen Hintergrund zusammengebastelt. Dieses Buch liefert eine ganze Reihe von didaktischen Konzepten für Lernprogramme. Somit wendet sich dieses Buch in erster Linie an die, die mit Lernsoftware direkt als Entwickler oder indirekt als Anwender zu tun haben und Wert auf ein konstruktivistisch ausgerichtete Lernsoftware legen.
Die beiden letzten Teile des Buches zeigen an einer Fallstudie die Machbarkeit von didaktisch gelungener und fundamentierter Software. Auch die Kritik am eigenen und an bisherigen Konzepten kommt nicht zu kurz.
Ein für ein lerntheoretisch ausgelegtes Buch erstaunlich gut lesbares Werk. Wie schon gesagt, besonders für Referendare (Hausarbeit und Referate!) und Lehrer gut geeignetes Werk.