Feuer hat zwei Seiten: auf der einen Seite fasziniert es von klein auf die Menschen, auf der anderen Seite sieht man die Gefahr, welche von Bränden und Feuerstellen ausgeht.
Beide Seiten müssen bedacht sein, wenn man Kinder in verantwortlicher Weise mit dem Phänomen "Feuer" vertraut machen möchte. Es hilft nichts, allein die Gefahren aufzuzeigen und gleichzeitig die Faszination zu vernachlässigen. Kinder werden quasi magisch hiervon angezogen.
der ehemalige Seminarleiter Christian Hoenecke und der Berliner Feuerwehrmann Jürgen Wenske haben sich beider Seiten gestellt und eine hervorragende, verantwortungsvolle und facettenreiche Stationensammlung erarbeitet. Sicherheit und Faszination halten sich hier gut die Waage.
So gibt es auch zu Beginn des Heftes erst einmal 7 Seiten, auf denen verantwortlich diverse Sicherheitsaspekte dargestellt werden, die unbedingt berücksichtigt werden sollten. So weiß man sich als Lehrer/-in auf der guten Seite. Ein Vertrag mit den Kindern, ein Elternbrief und zusätzlich die Wahl eines "Brandschutz-Helfers" zu Beginn jeder Unterrichtsstunde optimieren das Sicherheitskonzept, welches erforderlich ist, um das sensible Thema "Mit Feuer sicher umgehen lernen" adäquat zu behandeln.
Es gibt sechs Stationen mit den Themenbereichen "Sicherheit beim Experimentieren", "Umgang mit Zündmitteln", "Löschen", "Wissen für den Notfall", "Brand-Tests" und "Schwierige Entscheidungen".
Hierbei werden grundlegende Aspekte - wie die Telefonnummer der Feuerwehr oder Umgang mit Kerzen - genauso aufgegriffen wie auch immer wieder einzuübende oder weniger vertraute Aspekte für den Umgang mit dem Feuer.
Hierzu zählt zum Beispiel auch die Einübung der Fluchtwege oder die Kenntnis der Bedeutung von Brandschutzschildern.
Unterschiedlich aufbereitet bleibt das Thema immer wieder spannend und ist geprägt von "Aha-Effekten", spielerischen Elementen und kreativen Übungen.
Insbesondere die unterschiedlichen und spannenden Versuchsanordnungen werden sowohl die jeweilige Lehrkraft als auch die Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Jahrgangsstufe faszinieren; insbesondere weil sie sehr lebenswirklich sind und sich sehr an dem Alltagserleben der Kinder (grillen, Kinderzimmer, Zündeln) orientieren. Die eingebauten Geschichten verdeutlichen den Jungen und Mädchen, wie wichtig es ist, sich auf eventuelle Notfälle und Unglücke gut vorbereitet zu haben.
Wer diese Stationen im Unterricht durchführt, wird den Kindern ein besonderes Erleben ermöglichen, das sich noch lange im Gedächtnis halten wird. Mögen viele Grundschullehrer/-innen sich die Vorschläge dieses Heftes zu eigen machen; denn die Zeiten sind für 3 und 4 Klässler/-innen vorbei, wo es heißt: Messer, Gabel, Schere, Licht,...dürfen kleinen Kinder nicht. Vielmehr muss es heißen: Messer, Gabel, Schere, Licht,...sicher umgehen: versäume dies nicht!