Klar haben es Lernspiele schwer, die Attracktivität der Unterhaltungsgames zu erreichen.
Ich habe ein Spiel gesucht, welches einerseits einen Heranwachenden in seinen Bann ziehen kann wie die sonst üblichen Games,
wo aber zusätzlich nützliches Wissen vermittelt wird.
Ich habe ein Spiel gesucht, welches einem Kind Spass an der Physik vermittelt.
Nach meinem Eindruck wird einem gameerprobten Kind hier allerdings eher der Spass an der Physik verdorben.
Grund ist die katastrophale Steuerung des Spiels. Ich selber, nicht gerade unbewandert in physikalischen Fragen, habe 1 Stunde durch mehr oder weniger sinnloses Herunklicken verschwendet, ohne dass ich in dieser Zeit eine sinnvolle physikalische Sache gelernt hätte.
Statt dessen musste ich ein 2 kg Gewicht und einen Spiegel "wegscannen". Dieses "wegscannen" geschiegt durch Klicken auf die jeweiligen Gegenstände und ist völlig unmotiviert.
Anschließend verlor ich die Orientierung.
Fazit: 1 Stunde verschwendet, nichts gelernt, Spass Null, 1 Stunde Physikbuch gelesen hätte mehr gebracht.
Diese Kritik ist natürlich vernichtend, aber mit der Anziehungskraft und Professionalität der modernen Games kann Physikus leider gar nicht mithalten.
Einziges pro: Der Wissensteil ist ganz gut gemacht, vom Niveau her aber leider nur Unterstufe.
Die Steuerung des Spiels ist eine einzige Katastrophe. So wurden Spiele der ersten Generation gesteuert.
Wer seine computerverwöhnten Kids für Physik interessieren möchte, der sollte Physikus nicht anschaffen!!