So schrieb es Leos Janacek(1854-1928)auf die Partitur seiner,am 12.April 1930 uraufgeführten Dostojewski-Oper,in
einem Totenhaus.
Erniedrigung,Angst,Hoffnungslosigkeit bilden jenen Grundton,der sich durch das gesamte Werk zieht. In jenem letzten
Bühnenwerk,schuf Janacek den Typus einer kollektivistischen Oper,die die ganze Verzweiflung eines russischen Straf-
lager,beinhaltet; wobei,trotz aller Düsternis und Grausamkeit,immer etwas positives,versöhnliches mit schwingt.
Genau dort bauen Patrice Chereau und Pierre Boulez ihre Arbeit auf. Atmosphärisch werden die einzelnen Charaktere
dargestellt. In jedem der drei Akte,wird das Milieu eines Gefangenen beleuchtet,der in seiner menschlichen Ver-
rohung,auch den Funken Hoffnung auf Vergebung,in sich trägt.Die Musik ist expressionistisch,rhythmisch,aber auch
warm und mild. Das Mahler Chamber Orchestra,sowie der Schönberg Chor,leisten unglaubliches an Perfektion wie
Gespür. Alle Charaktere werden überzeugend auf die Bühne gestellt,das stimmliche Niveau lässt keine Wünsche offen!
Die Umsetzung auf DVD ist sehr gelungen. Informativ das Booklet,Bild und Ton super.
Für Janacek-Fans,ein Muss!