Heute möchte ich euch meine Gedanken und Gefühle zum dritten und letzten Band der Trilogie rund um Leonie Lasker und die Suche nach den drei Zeichen berichten.
ACHTUNG!!!
Die drei Zeichen (Bd. 1) und Dunkle Schatten (Bd. 2) sind die beiden Vorgängerbände, die man gelesen haben sollte, bevor man sich mit dem dritten Band auseinandersetzt.
Ich finde, schon einmal vorab gesagt, dass im Ganzen gesehen diese Trilogie etwas ganz besonderes ist. Die drei Bände lesen sich sehr flüssig und äußerst spannend und die Handlung ist sehr interessant aufgebaut.
Viel Geschichtliches kann man lernen, zum Einen zum Judentum und zum anderen über den Antisemitismus.
Die Handlung ist meiner Meinung sehr durchdacht und mit einem roten Faden durchzogen, der sich durch die drei Bücher zieht.
Sie regt sehr zum Nachdenken an. Das Buch ist, es handelt sich ja "eigentlich" um ein Jugendbuch, leicht verständlich aufgebaut.
Nun aber zum Inhalt dieses dritten Bandes:
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Leonie Lasker, die in Berlin nach dem ersten Zeichen suchte, deren Reise weiter ging nach Wien, befindet sich nun, im dritten Teil der Trilogie im Granada des Jahres 1926. Hier herrschte zu dieser Zeit Militärdiktatur, was auch im Buch in der Handlung eingebaut ist.
Leonies Verwandte, die sie her wegen dritten Zeichens aufsuchen soll, sind gesuchte Leute und müssen sich teeilweise versteckt halten.
Ramiro ist ihr Halbcousin, er wird schon gleich ziemlich zu Beginn der spanischen Handlung inhaftiert und , so war es leider an der Tagesordnung, gefoltert.
Dies ist sozusagen die "Nebenhandlung" neben der Suche nach dem Zeichen, die eigentlich hier keine Suche war. Leonie bekam bereitwillig die Zusage vom Papú Jose Lascaro, der sich in einem Höhlensystem versteckt halten muss.
Azzurra ist die ehemalige Freundin von Ramiro, sie gibt sich dem Militär hin, um ihren Ramiro, den sie wohl noch immer liebt, sozusagen "freizukaufen". Dies aber bedeutet, dass sie die Gruppe verlassen msus. Aber dies wiederum hat für die gesamte Gruppe große Konsequenzen.
So gibt es viele Probleme neben der Haupthandlung, die gelöst werden müssen, die sehr realistisch rüberkommen und die Leonie fordern. Sie will es schaffen, die ganze Gruppe nach Frankreich zu holen, auch Jose und alle gemeinsam sollen dort das Lebendigwerden des Golem erleben können und vielleicht die Chance haben, sich eine neue Möglichkeit aufzubauen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Aber wie immer kommt alles ganz anders, als man es auch als Leser erwartet hätte.
In Frankreich angekolmmen, was auch erst einmal sehr schwierig war, weil Jose vorher noch inhaftiert wurde, wurde ein Attentat auf die Wagen begangen die in Flammen aufgingen.
meine Meinung zum Buch:
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Ich finde dieses Buch, wie schon eingangs erwähnt absolut lesenswert. Die Schreibweise Wandtraut Lewins ist sehr poetisch und die Handlung lässt nichts an Spannung vermissen. Der Inhalt insgesamt ist sehr gehaltvoll und von Anfang bis zum Ende. Die Handlung ist sehr übersichtlich und nachvollziehbar aufgebaut und verständlich und realistisch.
Man bekommt sehr viele Infos zur jüdischen Geschichte und Tradition auf spannende Art und Weise geliefert.
Das Buch ist aber nicht nur spannend, sondern es macht auch nachdenklich und ich finde, dass der Schluss wirklich ein krönender Abschluss ist, der das I-Tüpfelchen auf der Trilogie bedeutet.
Besonders bildhaft werden auch die Schauplätze dargestellt und die Charaktere - ob schon aus den beiden Vorgängerbänden oder neu hinzugekommen - werden sehr gut dargestellt und detailliert beschrieben. Als Leser kann man sich sehr gut in die Handlung hineinversetzen und mit den handelnden Personen mitfühlen.
Die Hauptdarstellerin Leonie Lasker wird wie immer sehr mutig und couraschiert und oftmals ernst und charakterstark dargestellt, ihrem Alter sehr voraus, da sie eigentlich erst eine Jugendliche ist, aber schon so viele Gefahren hat überstehen müssen. Aber sie wird auch als "normales" Mädchen bezeichnet und dargestellt. Auch wird wieder eine Liebesgeschichte in die Handlung eingewoben, die aber nicht überwiegt, also keinen Kitsch zaubert, sondern perfekt passt, in die Handlung und zur Auflockerung.
kurze Leseprobe:
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"Und dieser Maitre?", fragt sie. Sie sieht zu der Frau auf. Clemence wendet sich ab. "Das ist der Ochse, der das Gras abfrisst, was über diese Sache gewachsen ist!", brummt sie. "Übrigens ist er der Enkel von Doktor Zullot und dieser Testard. Er hat in den alten Sachen herumgewühlt wie das Schwein, das Trüffel sucht. Und dann, so heißt es, hat er ´neues Material´ gefunden, Erstens, da gibt es einen Abschiedsbrief von Andre Lambertin, einem dieser Fünf. Also, ich habe ihn nicht gesehen. Aber der Maitre behauptet, da würde drinstehen, das alles sei ein Selbstmord aus Verzweiflung gewesen, nicht die Tat einer Verrückten und sie wären alle freiwillig in den Tod gegangen. Und zweitens ... ach, lassen wir den Quatsch." ...
Wie die Geschichte ausgeht und ob der Golem nun wirklich zum Leben erweckt wird, verrate ich euch nicht, lest selbst.