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Leonce und Lena: Ein Lustspiel [Taschenbuch]

Joseph Kiermeier-Debre , Georg Büchner
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1. März 1998
Büchners Lustspiel, das zunächst nicht recht in seine Werkbiographie passen möchte, offenbart die Brüchigkeit einer zeitlosen Idylle und die Abgründe der Heiterkeit nur dem, der unter die Oberfläche sieht. Mit diesem Stück gelingt dem Autor eine differenzierte Parodie literarischer Werke - von der Commedia dell' Arte bis Shakespeare. Dabei verzichtet Büchner auch hier nicht auf seine radikal modernen Grundthemen: Überdruss und Weltekel finden sich in ›Leonce und Lena‹ ebenso wieder wie die Determination des menschlichen Lebens, die die einander Vorbestimmten auf der Flucht vor ihrer Zusammenführung vereint.

Wird oft zusammen gekauft

Leonce und Lena: Ein Lustspiel + Danton's Tod: Drama (Suhrkamp BasisBibliothek)
Preis für beide: EUR 9,90

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 112 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. März 1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 342302643X
  • ISBN-13: 978-3423026437
  • Größe und/oder Gewicht: 16,8 x 11,4 x 0,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 123.368 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Karl Georg Büchner, geboren 1813, war vieles in seinem kurzen Leben, vor allem aber Schriftsteller und Revolutionär. Er studierte Medizin, Naturwissenschaft, Geschichte und Philosophie und gründete 1834 die "Gesellschaft für Menschenrechte", die für Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit eintrat. Als Mitverfasser der politischen Publikation "Der Hessische Landbote" war er 1835 schließlich zur Flucht gezwungen. Im Alter von nur 23 Jahren starb Georg Büchner 1837 in Zürich an Typhus. Seine Werke vermitteln eine ganz besondere Intensität, seine Dramen, darunter "Lenz" und das Fragment "Woyzeck", gelten als bahnbrechend und werden bis heute auf der ganzen Welt immer wieder neu inszeniert.

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Georg Büchner, am 17. Oktober 1813 in Goddelau bei Darmstadt geboren, war Arztsohn. Er studierte Medizin und Naturwissenschaften in Straßburg und Gießen, promovierte 1836 in Zürich und wurde Privatdozent an der dortigen Hochschule. Zusammen mit dem Schulrektor und Pfarrer Friedrich Ludwig Weidig verfasste er 1834 die Flugschrift ›Der Hessische Landbote‹, die unter dem Motto »Friede den Hütten! Krieg den Palästen!« zum Massenaufstand aufrief. Der drohenden Verhaftung entzog er sich im März 1835 durch die Flucht nach Straßburg. Büchner starb am 19. Februar 1837 in Zürich an Typhus. Von seinen dichterischen Werken erschien zu Lebzeiten nur das Drama ›Dantons Tod‹ (1835). Karl Gutzkow gab 1838 das Lustspiel „Leonce und Lena“ in einer gekürzten Fassung, 1839 das Erzählfragment „Lenz“ heraus; Karl Emil Franzos veröffentlichte 1875 erstmals Auszüge aus dem Trauerspiel „Woyzeck“.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anspielungsreiche Komödie 20. September 2006
Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Mit "Leonce und Lena" hat Georg Büchner ein Stück geschrieben, das auf den ersten Blick wie eine typische romantische Komödie anmutet, sich jedoch schnell auch als bissiges Porträt der Zeit um 1830 entpuppt. Das Leben des jungen Kronprinzen Leonce ist geprägt von Langeweile und melancholischen Phasen, bis er sich entschließt, das Schloss zu verlassen, um der von seinem Vater geplanten Hochzeit mit Prinzessin Lena zu entgehen. Auf der Flucht treffen Lena und Leonce durch Zufall aufeinander und verlieben sich - ohne voneinander zu wissen, wer sie sind. Erst als sie inkognito vermählt werden, müssen beide erkennen, dass sich genau das erfüllt hat, wovor sie eigentlich geflohen sind. Büchners Stück ist ein wahrer Katalog von literarischen Zitaten und Verweisen, den zu durchdringen am Anfang etwas mühsam ist. Der relativ kurze Text verschließt sich einer eindeutigen Interpretation. Er bietet mit seinen zahlreichen Anspielungen bei jedem Lesen neue Eindrücke und gilt heute als eine der wichtigsten Komödien der deutschen Literatur.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Worte, dem Zufall überlassen und doch trefflich 21. Oktober 2006
Von kpoac TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Aus Geldnot hatte Büchner (*1813) dem Cotta-Verlag den für ein Preisausschreiben geforderten Ein- bis Zweiakter eines Lustspiels zugesandt, allerdings zu spät. Die Veränderung in späteren Jahren zum Dreiakter erschien 1838, ein Jahr nach seinem Tod.

Ein skurriles Stück, man spürt eine Lust Büchners an Worten, Sätzen, Parodien und Querverweisen auf die Literatur. Ein Narrenstück, könnte man meinen, wo doch schon Shakespeare das Intro gab aus "Wie es Euch gefällt". Und diese übernommene Botschaft vermag der Anlass der Parodie, der Persiflage gewesen sein, über die Lächerlichkeit und Langeweile einer höheren Gesellschaft zu schreiben, deren höchste Beschäftigung, Müßiggang heißt und deren beste Fertigkeit das Nichtstun ist. Spritzige Bemerkungen unterlässt Büchner an keiner Stelle, übertreibt jedoch nicht, sondern verfällt passend in die Beschreibung der Nachlässigkeit der Personen in Verbindung mit deren freien Willen. Über Langeweile: eine der schönsten Beschreibungen in der Literatur ist hier zu finden. Und gleichzeitig ist die Aktion dagegen eine Kopfgeburt wunderbarer und phantastischer Freiräume, die es gilt auch mit Gedanken der Leere zu füllen. (vgl auch Rede von W. Genazino zur Verleihung des Büchnerpreises) Über Liebe: eine Beerdigung im Kopf. Aber man sollte sich Zeit für die Liebe nehmen, oder "die Zeit kann uns die Liebe nehmen."

Eingebettet sind all die Gedanken und Wortspiele in ein Spiel der Liebe.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Komödiantische Kritik des Absolutismus 4. August 2009
Von K. Preuß
Format:Taschenbuch
LEONCE UND LENA
Lustspiel von Georg Büchner, erschienen 1838; Uraufführung: München, 31. 5. 1895, Intimes Theater. - Das Stück entstand für eine Anfang 1836 angezeigte »Preisaufgabe«, in der die Cotta'sche Buchhandlung 300 Gulden für das beste Lustspiel ausgesetzt hatte. Büchners Manuskript traf jedoch zu spät ein, und er erhielt die Sendung ungeöffnet zurück. Ob der Autor den Text noch weiter bearbeitete, ist nicht eindeutig zu klären. Das Originalmanuskript ging verloren, Karl Gutzkow, der 1838 das Stück als Teildruck im »Telegraph für Deutschland« veröffentlichte, lag eine verschollene Abschrift des Originals aus der Hand Wilhelmine Jaeglés vor. In den Nachgelassenen Schriften gab Ludwig Büchner 1850 eine von ihm redigierte Fassung heraus, die wahrscheinlich auf das verschollene Originalmanuskript des Autors zurückgeht. Neben diesen Ausgaben haben sich drei Entwurfsbruchstücke Büchners erhalten, namentlich ein umfangreicheres der ersten Szene. Somit ist die Komödie nur als ein von zwei Herausgebern unabhängig voneinander gefilterter Text überliefert, der in vielleicht geringem, aber nicht mehr genau erschließbarem Maß vom Original abweichen dürfte.
Das Stück präsentiert sich als kunstvolles Kaleidoskop literarischer Anspielungen und Zitate; bereits Gutzkow fühlte sich an C. Brentanos Ponce de Leon erinnert, stärker hat wohl Shakespeares As you like it (Wie es Euch gefällt) auf die Handlungsstruktur eingewirkt, daneben sind Einflüsse aus Werken von A. v. Chamisso, V. Alfieri, A. de Musset, Th. Gautier und L. Tieck erkennbar.
Der Handlungsgang des Stückes parodiert das gängige Schema der Komödie.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Fehlerhafte Ausgabe 7. September 2013
Format:Taschenbuch|Verifizierter Kauf
Vorsicht beim Kauf dieser Ausgabe! Beim Editionsverfahren sind dem dtv-Verlag zwei gravierende Fehler passiert - in der Ankleideszene wurde einfach übergangen, dass der König "fast nackt" im Zimmer herumläuft und auch dass ihn der Knoten im Schnupftuch an sein "Volk erinnern" soll, wurde kurzerhand weggelassen - zwei Aspekte, welche jedoch bei der Interpretation des Textes äußerst relevant sind!!
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5.0 von 5 Sternen Leonce und Lena: Ein Lustspiel
Dieses Lustspiel Georg Büchners besticht durch seinen anmutigen Gestus, durch die subtile Ironie und seine die Charaktere entlarvende Sprache. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von HHB veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Leonce und Lena – ein aberwitziges Possenspiel
Leonce, der Prinz vom Reiche Popo, ist ein ewiger Müßiggänger und Taugenichts. Tagein und tagaus liegt er in der Gegend herum und sinniert über die Langeweile. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Bücherstadt Kurier veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Gutes Buch
Ein schönes Buch, der Stil gefällt mir im Vergleich z.B. zu Reclam hier besser. Den Sternabzug gibt es für die Worterklärungen, die ganz hinten im Buch... Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Volkmar veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Klassiker
Ein muss für jeden Bücher Fan. Leonce und Lena ist einfach ein klassiker und für den Preis sehr empfehlenswert meiner Meinung.
Vor 13 Monaten von Jeffrey Specter veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Als hätte Peter Handke Shakespeare zerlegt
König Peter von Popo will seinen Sohn Leonce verheiraten: "[...] denn entweder verheiratet sich mein Sohn, oder nicht [...]" (I, 2) - aha! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. September 2009 von film-o-meter
5.0 von 5 Sternen Die Liebe und das Leben
Eine unglückliche Liebe, die nichts voneinander weiß, sich auf die Flucht begibt, um zwangsverheiratet zu werden und tatsächlich festzustellen, dass es die... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Mai 2008 von Code
3.0 von 5 Sternen Ziemlich seltsam
Büchners einziges Lustspiel ist nur auf den ersten Blick lustig. Geschrieben für einen Wettbewerb, wobei er allerdings den Einsendeschluß verpaßte und sein... Lesen Sie weiter...
Am 4. September 1999 veröffentlicht
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